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Caravaning als Wirtschaftsfaktor

14. September 2020, 14:31 Uhr
Rudolf Huber
Caravaning als Wirtschaftsfaktor
mid Groß-Gerau - Szenen wie diese werden angesichts einer ständig steigenden Zahl von Campern immer seltener. Knaus Tabbert
Der Caravaning-Tourismus entwickelt in Deutschland eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung. Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt sorgten im vergangenen Jahr für knapp 15 Milliarden Euro Umsatz. Das sind 18 Prozent mehr als noch vor drei Jahren.


Der Caravaning-Tourismus entwickelt in Deutschland eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung. Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt sorgten im vergangenen Jahr für knapp 15 Milliarden Euro Umsatz. Das sind 18 Prozent mehr als noch vor drei Jahren.

Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Reisemobiltourismus. Der Caravaning Industrie Verband und der Deutsche Tourismusverband fordern deshalb, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen. Das derzeit größte Problem: Es fehlen Reisemobil-Stellplätze.

Knapp 1,3 Million Freizeitfahrzeuge (700.000 Caravans und 590.000 Reisemobile) sind inzwischen offiziell in Deutschland zugelassen - und die Tendenz ist stark steigend. Zirka 110.000 zusätzliche Fahrzeuge sind als Pkw zugelassen, werden aber durch Um- und Ausbauten auch für touristische Zwecke genutzt. Rund 230.000 weitere Fahrzeuge waren auf Campingplätzen im Dauereinsatz. Das macht in Summe über 1,6 Millionen Fahrzeuge.

Auf 138 Millionen Übernachtungen und Tagesreisen summierte sich das Reiseverhalten der Camper laut der vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif) erhobenen Daten im Jahr 2019.

Insgesamt, so die Studie, bieten die 4.200 Stellplätze in Deutschland Kapazitäten für 67.230 Reisemobile - 8,4 Prozent mehr als vor drei Jahren. Die Zahl der Übernachtungen ist im selben Zeitraum jedoch um 19,5 Prozent gewachsen, folglich ist die Auslastung gestiegen. "Setzen sich die beiden Entwicklungen in den kommenden Jahren fort - wovon auszugehen ist - laufen wir in ein Problem", sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD). Man stehe daher im konstruktiven Dialog mit der Politik, um die identifizierten Hemmnisse, speziell zu lange Genehmigungsverfahren, abzubauen. Die Studie zeige, welche wirtschaftlichen Chancen die Schaffung von Stellplatzkapazitäten biete.

Der Artikel "Caravaning als Wirtschaftsfaktor" wurde am 14.09.2020 in der Kategorie News von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Caravaning, Wohnmobil, Camping, Studie, News, veröffentlicht.

Caravaning, Wohnmobil, Camping, Studie

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