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Einer für alle Sinne: Audi A7 Sportback

22. Januar 2021, 15:43 Uhr
Solveig Grewe 5
5Einer für alle Sinne: Audi A7 Sportback
mid Groß Gerau - Mit seinem eleganten Design zieht der Audi A7 Sportback die Blicke auf sich. Jutta Bernhard / mid
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Der Audi A7 Sportback gilt seit seinem Debüt im Jahre 2010 als schönstes Modell der Marke. Wie sich das Gran Coupe mit dem 286-PS-Diesel mit Mild-Hybrid-Technik inklusive und serienmäßigem Allradantrieb im Alltag präsentiert, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) getestet.


Der Audi A7 Sportback gilt seit seinem Debüt im Jahre 2010 als schönstes Modell der Marke. Auch für die aktuelle zweite Generation hielten die Designer deshalb an der eleganten Linienführung des viersitzigen Coupes fest, setzten aber einige schärfende Akzente. In erster Linie wurde die Technik aufgefrischt. Wie sich das Gran Coupe mit dem 286-PS-Diesel mit Mild-Hybrid-Technik inklusive und serienmäßigem Allradantrieb im Alltag präsentiert, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) getestet.

"Bella macchina". So würde man die automobile Schönheit aus Ingolstadt wohl jenseits der Alpen begrüßen. Aber auch im hübschen Hessenland findet der mid-Testwagen seine Bewunderer. Das über eine Länge von knapp fünf Metern fließend geschneiderte Blechkleid, der tief gezogene Single-Frame-Kühlergrill, auffällige Matrix-LED-Scheinwerfer und das sanft und schräg auslaufende Heck haben erkennbar das Ziel, nicht nur aufzufallen, sondern auch zu gefallen.

Im Innenraum, in dem man unter 30 Lichtstimmungen seinen ganz persönlichen Wohlfühlfaktor finden kann, bezirzen feine Leder-, Holz- und Metalloberflächen auch die haptischen Sinne. Trotz des flachen Dachs kommt keine Enge für Kopf und Knie auf, selbst hinten verordnet der Sportback seinen Gästen kein Zwangskuscheln.

Alternativ zum viersitzigen Standardmodell kann auch eine Rückbank mit drei Sitzplätzen geordert werden. In den Kofferraum passen bei voller Besetzung 430 Liter, belädt man den Audi hinter den Vordersitzen bis unter das Dach, stehen 1.280 Liter zur Verfügung.

Im Cockpit verzichtet Audi wie beim A8 auf Knöpfe und analoge Instrumente. Die Menüs, mit denen die drei Displays für das Kombi-Instrument, das Infotainment und die Klimaregelung bedient werden, sind zwar logisch aufgebaut, allerdings bedarf ihre Bedienung aber einiger Übung.

Wer deswegen nicht klarkommen sollte, plaudert am besten mit der verständnisvollen Sprachsteuerung. Hinweise zu persönlichen Befindlichkeiten wie Kälte oder Hunger gibt sie zur umgehenden Lösung an Klimaanlage oder Navigationssystem weiter. Wer 1.390 Euro investieren will, lässt sich die wichtigsten Informationen zudem über ein Head-up-Display ins Blickfeld projizieren.

Weil ein 48-Volt-Riemengenerator den Dreiliter-TDI mit 286 PS unterstützt, startet dieser schnell und sanft. Im Datenblatt notiert Audi ein beachtliches maximales Drehmoment von 620 Newtonmeter, das allerdings erst bei 2.250 Umdrehungen zur Verfügung steht. Der dieseltypische kraftvolle Schub aus dem Drehzahlkeller bleibt nicht aus, kommt aber spät - erst im Parterre.

Dafür arbeitet der Sechszylinder beim Dahingleiten kultiviert, akustisch überaus zurückhaltend. Kerniger wird der Sound erst, wenn man rasch Leistung fordert. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der Viertürer in Sportwagen-verdächtigen 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Ab 130 km/h fährt dezent ein kleiner Spoiler aus, der bei 80 km/h wieder verschwindet.

Auf den nicht durchgehend gut ausgebauten Landstraßen im Rheingau sorgt das Luftfahrwerk trotz der agilen Auslegung des A7 für einen überzeugenden Federungskomfort. Die aufpreispflichtige Allradlenkung agiert präzise mit der nötigen Rückmeldung, die Achtgang-Automatik sortiert die Gänge ohne spürbare Übergänge. Zum leichtsinnigen Kurvenräuber wird der Sportback trotz dieser Beigaben auch angesichts seines Leergewichtes von über zwei Tonnen allerdings nicht. Dafür vermittelt der Viertürer stets ein souveränes und jederzeit beherrschbares Fahrgefühl.

Der Verbrauch pendelt sich im Mix auf knapp sieben Liter je 100 Kilometer ein. Bei längeren Start-Stopp-Phasen in der Stadt und beim ausgiebigem "Segeln" mit abgeschaltetem Motor, in denen fleißig rekuperiert wird, lässt sich der Verbrauch sicherlich noch weiter in die Knie zwingen.

Nicht zu rütteln ist hingegen am Preis für das Designer-Stück aus Ingolstadt. Den A7 Sportback 50 TDI bekommt man nicht unter 67.740 Euro, in den mit 340 PS stärkeren 3,0-Liter-Benziner muss man mindestens 69.240 Euro investieren.

Solveig Grewe / mid

Technische Daten Audi A7 Sportback 50 TDI quattro

- Länge / Breite / Höhe: 4,97 / 1,90 / 1,42 Meter

- Motor: Sechszylinder Turbodiesel

- Hubraum: 2.967 ccm

- Leistung: 210 kW / 286 PS

- max. Drehmoment: 620 Nm

- Getriebe: 8-Stufen tiptronic

- Beschleunigung: 0 - 100 km/h in 5,7 s

- Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

- Normverbrauch: 5,7 l / 100 km

- CO2-Emissionen: 150 g/km

- Preis: ab 67.740 Euro

Der Artikel "Einer für alle Sinne: Audi A7 Sportback" wurde am 22.01.2021 in der Kategorie Fahrbericht von Solveig Grewe mit den Stichwörtern Auto, Coupé, Diesel, Praxistest, Fahrbericht, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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