Hybrid-Fahrzeug

Subaru XV Hybrid: Moderner Ländler

7. April 2020, 09:35 Uhr
Rainer Unruh 7
7Subaru XV Hybrid: Moderner Ländler
mid Groß-Gerau - Förster, Landwirte und Autofahrer, die gerne Offroad unterwegs sind, kommen mit dem XV Hybrid auf zeitgemäße Weise voran. Subaru
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Ein Subaru XV mit Boxermotor, der den verschärften CO2-Emissionswerten gerecht wird, sollte es werden. Also setzten sich die Ingenieure zusammen und packten ein kleines 'e' in den Motor und den Namen des Crossovers.


Ein Subaru XV mit Boxermotor, der den verschärften CO2-Emissionswerten gerecht wird, sollte es werden. Also setzten sich die Ingenieure zusammen und packten ein kleines "e" in den Motor und den Namen des Crossovers. Heraus gekommen ist der Subaru XV e-Boxer, ein Mildhybrid.

Wie der Mildhybrid funktioniert kann man sich dann so vorstellen:
Jemand schiebt einen Einkaufswagen und der fünfjährige Sohn oder das Töchterchen, die schon an den Griff kommen, schieben kurze Zeit unterstützend mit - doppelte Kraft also.

Ähnlich ist das auch beim Subaru XV e-Boxer. Der hat einen Boxermotor mit 4 Zylindern und 2 Litern Hubraum sowie 150 PS und zudem - und jetzt kommt das "e" ins Spiel - einen Elektromotor mit 12,3 kW oder 16,7 PS. Rund 2 Km kann der XV rein elektrisch damit unterwegs sein. Beim lockeren Anfahren mit leichtem Gasfuß, kommt der "e-Boxer" so elektromäßig durchs Wohngebiet (bis 40 km/h) oder auf einer Schotterstrecke sicherer und kraftvoller vom Fleck. Der E-Motor steckt übrigens im Gehäuse der "Lineatronic" genannten, stufenlosen Automatik.

Bei der Testfahrt durch Berlin, die Straßen sind wegen Corona leer wie an einem Neujahrsmorgen, geht das sehr gut. Da kann man ohne andere aufzuhalten und ohne aggressives Hupen von hinten die Elektro-Funktion ausprobieren. Das Ergebnis: hervorragend!

Nur das Rollen über die Pflastersteine ist im Wohngebiet auf den ersten paar hundert Metern zu hören. Um die Ecke, wenn die Geschwindigkeit auf 50 erhöht werden darf, schaltet sich der Benziner dann zu. Zugegeben, "fetzig" ist das nicht, eher "Alt-Herren-like", aber das muss ja nicht schlecht sein und wer hat schon Lust, an den Nachbarn mit lautem Geheule vorbei zu ballern.

Das kompakte Subaru Crossover-SUV, ist schnörkellos gestaltet. Der e-Boxer unterscheidet sich von seinem reinen Benziner-Bruder durch einen unterschiedlichen Kühlergrill. Der ist im silbernen Rahmen fast rechteckig geformt. Prägnant sind auch die ebenfalls in Silber eingefassten Nebelscheinwerfer. Die sind links und rechts neben den Stoßfängern platziert. Das Dach ist nach hinten leicht abfallend gestaltet.
Die Leichtmetallfelgen fallen auf.

Das Heck bleibt eher einfach und unspektakulär. Will man den Subaru XV e-Boxer "labeln", ist er eher moderner Landwirt oder Förster als hipper City-Banker. Der nüchtern, schnörkellose Style gilt auch für den Innenraum. Der Testwagen mit Platinum-Paket hat eine Lederausstattung die mit orangenen Kontrastnieten eingefasst ist. Diese kleine Extravaganz leistet er sich. Ansonsten gibt es keinen überbordenden Chic.

Sitzplatz und Raum hat der Crossover vorne wie hinten reichlich. 1,85 Meter große Personen können auf allen Plätzen gut sitzen. Fahrer- und Beifahrersitz bieten einen sicheren Seitenhalt. Die Polsterung ist bequem. Das Dreispeichenlenkrad ist mit den üblichen Media- und Sicherheitsschaltern belegt, das Cockpit ist übersichtlich mit Rundinstrumenten gestaltet und ein 8Zoll Display wurde mittig angebracht.

Im Fond sind die BeifahrerInnen gut versorgt. Es gibt Handgriffe, Jackenhaken und eine Mittellehne mit Becherhaltern. Allerdings fehlen Luftdüsen und USB-stecker hinten. Das ist schlecht für Eltern mit Kindern. Denn Pubertisten wollen sicherlich nicht nur rausschauen, sondern auch mal das Smartphone aufladen oder mit dem iPad spielen.

Ein kleinen Nachteil hat der 4m47 lange Subaru XV e-Boxer im Beladungs-Bereich: Der Kofferraum ist durch die Hybridtechnik ein wenig kleiner geworden. 340 Liter gehen nun hinten rein. Eine vierköpfige Familie muss bei einer Urlaubsreise also geschickt packen und mit 3 mittleren Koffern und einer Tasche auskommen. Alternativ kann allerdings eine Kiste auf der Anhängerkupplung angebracht werden.

Bei der Testfahrt verbraucht der Subaru XV e-Boxer rund acht Liter durchschnittlich auf 100 Km. Laut Hersteller liegt der Normverbrauch bei 6,5 Liter. Die wurden nicht erreicht. Dabei darf allerdings nicht die hohe Bodenfreiheit von 220mm vergessen werden und auch nicht der permanente Allradantrieb mit entsprechenden Reibungsverlusten. Die Straßenlage ist gut, das Fahrzeug hat kaum Wankbewegungen. Es fährt von 0 auf 100 in 10,7 Sekunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von etwas über 190 km/h.

Der Subaru XV e-Boxer ist ein praktisches Auto für die Familie und für Menschen die auf dem Land leben und auch mal damit durch die Pampa fahren müssen.

Rainer Unruh / mid

Technische Daten: Subaru XV Hybrid 2.0ie Platinum Lineatronic (e-Boxer)

- Länge/Breite/Höhe: 4,46/1,80/1,59 Meter

- Motor: 2.0 e-Boxer, 4-Zylinder-Leichtmetall-Boxermotor, 16V, flüssigkeitsgekühlt

- Leistung: Verbrennungsmotor 110 kW/ 150 PS, Elektromotor 12,3 kW / 16,7 PS

- Max. Drehmoment: 194 Nm bei 4000/min.

- Max. Drehmoment: antreibender Elektromotor 66Nm

- Getriebe: Lineatronic

- 0 bis 100 km/h: 10,7 sec.

- Spitze: 193 Km/h

- Verbrauch: 6,5 Liter/100 km (kombiniert)

- Abgasnorm: Euro 6d-ISC-FCM

- CO2-Emissionen: kombiniert 149 g/km

-Preis: ab 30.690 Euro

- Testwagen: 37.290 Euro

Der Artikel "Subaru XV Hybrid: Moderner Ländler" wurde am 07.04.2020 in der Kategorie Fahrbericht von Rainer Unruh mit den Stichwörtern Hybrid-Fahrzeug, Fahrbericht, Geländewagen, Crossover, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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