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Autofahren in naher Zukunft: Macht der Umstieg auf Gas Sinn?

21. Februar 2020
Redaktion
Autofahren in naher Zukunft: Macht der Umstieg auf Gas Sinn?
@ Freedommail (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Angesichts des Klimawandels und dem weiteren Anstieg von CO2-Emissionen ist Elektromobilität sowie die Treibstoffe Erdgas und Biogas in aller Munde. Bislang sind Elektroautos jedoch die einzigen Kraftfahrzeuge, die keinen Ausstoß von Emissionen verursachen und somit klimaneutral betrieben werden können.

Sie tragen auf diese Weise nicht nur bei der Begrenzung von CO2 Emissionen bei, sondern verbessern darüber hinaus die Luftqualität in vielbefahrenen Städten.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch Elektroautos Schadstoffe emittieren, wenn auch in geringerem Umfang. Kleine Mengen werden beispielsweise durch den Bremsen- und Reifenabrieb verursacht, während die Herstellung der Akkus wesentlich CO2-intensiver sind.

Aus diesem Grund stellen sich viele Interessenten die Frage, ob es eine Alternative zu den aktuellen Elektroautos gibt. Die aktuell wohl einzige umweltfreundliche Möglichkeit, am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen, besteht in dem Betrieb eines Gasautos.

Im Folgenden durchleuchten wir die Vorteile von Gasautos, den Vergleich zu Diesel und Benzin sowie Möglichkeiten zur Förderungen von Erdgas- und Elektroautos.

Erdgas und Biogas sind saubere Alternativen zu Diesel und Benzin

Anders als Elektroautos sind Gasautos im Betrieb nicht CO2-neutral, haben allerdings einen sehr niedrigen CO2 Ausstoß und sind ähnlich wie E-Autos sehr leise im Betrieb. Damit sind diese Technologien wesentlich klimafreundlicher als Diesel und Benziner.

Darüber hinaus erreichen fast alle modernen Gasautos ohne Abgasnachbehandlungen die neue Euro 6 Abgasnorm. Bei der zu erwartenden Ausweitung der Umweltzonen in stark belasteten Gebieten lohnt es sich also, über die Gasmobilität in Bezug auf den Anschaffungspreis für das Fahrzeug nachzudenken.

In Zukunft wird außerdem das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung ein ausschlaggebender Faktor für die Bepreisung von Fahrzeugen sein. Der Anschaffungspreis von Erd- und Biogasautos wird sich mit steigendem Angebot dem konventionellen PKW angleichen.

Schon heute ist das Portfolio der Hersteller deutlich größer geworden. Auch die Umrüstung eines konventionellen PKW ist nach wie vor eine gute Option. Dies kann in Masse sogar besonders umweltbewusst sein, da so ein bestehendes Auto möglichst lange genutzt werden kann und keine weiteren Emissionen für die Produktion von neuen Autos entstehen.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber Elektroautos ist das bundesweit flächendeckend ausgebaute Gas-Tankstellennetz. Nach aktuellen Versprechungen aus der Umweltpolitik sollte hier die Elektromobilität schnell nachziehen.

Gas im Vergleich zu Diesel und Benzin

Konventionelle Treibstoffe steigen zuverlässig immer weiter im Preis und im Rahmen der Energiewende braucht niemand davon ausgehen, dass die diese wieder nennenswert sinken werden. Dagegen profitieren CNG-Autos (Compressed Natural Gas) vom günstigen Gaspreis, auch wenn das nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Konventionelle Kraftstoffe und konventionelles Autogas (LPG) wird in Litern verkauft, aber ein Kilo Erdgas liefert im Vergleich mit einem Liter Super Benzin etwa 1,5 Mal so viel Energie. Daher sind die Preise von CNG und Benzin nicht vergleichbar, sondern müssen erst umgerechnet werden.

Grob überschlagen entspricht unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Brennwerte ein Kilogramm Erd- oder Biogas etwa 1,5 Liter Benzin, 1,3 Liter Diesel oder 1,9 Liter Autogas.

Förderung von CNG-Autos

Es gibt Förderungen von Erdgas- und Elektroautos von verschiedenen Stellen bei Bund und Ländern. Dabei besteht aber kein Rechtsanspruch auf eine Förderung. Die meisten Förderungen bestehen entweder aus einem einmaligen Betrag für die Anschaffung des Autos oder einem Tankgutschein, um die Treibstoffkosten zu reduzieren und damit den Betrieb des Fahrzeuges attraktiver zu gestalten.

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