Historie

25 Jahre Audi-Modelle nah am Rennsport

15. Juli 2019, 12:49 Uhr
Lars Wallerang 2
225 Jahre Audi-Modelle nah am Rennsport
mid Groß-Gerau - Sportliche Sammlung: von links nach rechts Audi RS 4 Avant (Typ B7), Audi RS 2 Avant, Audi RS 4 Avant (Typ B5), Audi RS 6 Avant (Typ C5), Audi RS 4 Avant (Typ B8), Audi RS 6 Avant (Typ C6). Audi
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RS steht bei Audi für - was eigentlich? Google spuckt als Entschlüsselung 'Rennsport' aus. Aber auf Nachfrage bei Audi gibt es dafür keine Bestätigung - seit 25 Jahren.


RS steht bei Audi für - was eigentlich? Google spuckt als Entschlüsselung "Rennsport" aus. Aber auf Nachfrage bei Audi gibt es dafür keine Bestätigung - seit 25 Jahren. Man darf also ungeniert seiner Fantasie freien Lauf lassen: "Rennsport" oder "Rallyesport", vielleicht auch englisch "Racing Sport" - alle Assoziationen sind gestattet. Nur eins ist sicher: Es geht um Rasanz und Schnelligkeit.

"Jedes RS-Modell bringt die Leidenschaft zum Ausdruck, mit der wir unsere High-Performance-Autos entwickeln", sagt Oliver Hoffmann, Geschäftsführer von Audi Sport. "Seit 25 Jahren erleben unsere Kunden die RS-Modelle als souveräne Begleiter im Alltag, die pure Emotion und größtmöglichen Fahrspaß vermitteln."

Viele RS-Modelle sind Pioniere in ihren Marktsegmenten und Vorreiter bei technischen Neuerungen - das galt schon vor 19 Jahren für den Audi RS 4 Avant mit seinem fulminanten Biturbo-V6 und gilt heute genauso für den TT RS und dessen mehrfach preisgekrönten Fünfzylinder in seiner jüngsten Evolutionsstufe.

1994 schrieb der Audi RS 2 Avant (232 kW/315 PS) mit seinem Vierventil-Fünfzylinder, längst eingebaut, das erste Kapitel der RS-Story. Mit ihm eröffnete das Unternehmen das Segment der dynamischen Hochleistungskombis. Der rennsport- und rallyebewährte quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Zwischendifferential ermöglichte es, die hohe Leistung souverän auf die Straße zu bringen.

1999 brachte der Audi RS 4 Avant auf Basis des damaligen S4 eine neue Dimension an Power in die Mittelklasse. Unter der Haube verrichtete - wie beim S4 - ein V6-Motor mit 2,7 Litern Hubraum, fünf Ventilen pro Zylinder und Biturbo-Aufladung den Dienst. Das bereits sehr leistungsfähige Triebwerk haben die Motoringenieure der damaligen quattro GmbH für den Einsatz im RS 4 noch kraftvoller und durchzugsstärker weiterentwickelt. Dadurch entfaltet der RS 4-Motor statt 195 kW/265 PS eine Höchstleistung von 280 kW/380 PS.

Im Jahr 2005 folgte die zweite Generation des RS 4. Zahlreiche Innovationen, von denen viele ihren Ursprung im Motorsport haben, prägten diese Generation. Herausragend war dabei der V8-Motor mit 309 kW/420 PS. Erstmals setzte damit ein Hersteller auf die Kombination von Benzindirekteinspritzung und Hochdrehzahlkonzept, das bis zu 8.250 U/min erlaubte. Der Benzindirekteinspritzer ermöglichte durch eine effektivere Erzeugung des Kraftstoff-Luft-Gemischs eine verbesserte Leistungsausbeute. Im damaligen Le Mans-Sieger R8 konnte die FSI-Technologie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

2007 wurde das Aggregat auch in der ersten Generation des Audi R8 eingesetzt. Das Fahrwerk bot die jüngste Generation des permanenten Allradantriebs sowie das Dämpfer-System Dynamic Ride Control, das erstmals 2002 im RS 6 eingesetzt wurde. Der weiterentwickelte quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial sorgte mit seiner asymmetrisch-dynamischen Momentenverteilung im Verhältnis von 40 Prozent vorne zu 60 Prozent hinten für reichlich Traktion. Das erste und bisher einzige RS 4 Cabriolet schuf ein offenes Fahrvergnügen mit der Begleitmusik des sonoren V8-Saugmotors.

2008 erschien der RS 6 Avant, ein Sportwagen im Gewand eines unauffälligen Business-Kombis. Mit einem komplett neu entwickelten V10-Aggregat mit FSI-Direkteinspritzung, Biturbo-Aufladung, Trockensumpfschmierung wie im Motorsport sowie permanentem Allradantrieb setzte er sich laut Audi "an die Spitze des Wettbewerbs". Mit seiner V10-Wucht samt 426 kW/580 PS Leistung und 650 Nm Drehmoment war der RS 6 Avant der bis dato stärkste Serien-Audi.

2011 trug der wiederum fünfzylindrige RS 3 Sportback mit 250 kW/340 PS die RS-Philosophie in die Kompaktklasse. Im Jahr 2013 eröffnete der RS Q3 als erstes Kompakt-SUV ein weiteres Marktsegment. Als Motor diente, wie im TT RS und RS 3, der quer eingebaute 2,5 Liter-Fünfzylinder. Mit weniger als 50 Zentimeter Länge war der Motor sehr kompakt. Daher eignete sich der Langhuber für den Quereinbau. Anfangs leistete er 228 kW/310 PS, ab Ende 2014 sogar 250 kW/340 PS. Der RS Q3 performance, der 2016 folgte, kam sogar auf 270 kW/367 PS.

Im Audi Forum Neckarsulm gibt es anlässlich des Jubiläums eine Ausstellung. Neben den bekannten Serienmodellen werden insgesamt 14 echte RS-Raritäten präsentiert. Unter ihnen auch der für den Werkseinsatz am Nürburgring entwickelte Renner TT RS von 2011, der in der Saison 2013 siegreiche Renntourenwagen RS 5 DTM sowie ein Prototyp eines Audi RS 8, der nicht in Produktion gegangen ist.

Der Artikel "25 Jahre Audi-Modelle nah am Rennsport" wurde am 15.07.2019 in der Kategorie Neuheiten von Lars Wallerang mit den Stichwörtern Historie, Sportwagen, Lifestyle, Vorstellung, veröffentlicht.

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