News

Im mid-Test: Zwei Pedelecs für die City

20. Mai 2019, 09:18 Uhr
Rudolf Huber 4
4Im mid-Test: Zwei Pedelecs für die City
mid Groß-Gerau - Angenehmes Einsteigergefährt mit guten Komponenten: das Trenoli Urbano Nexus 7-Gang. Trenoli / Presse 21
4 Bilder
Als ideale Mobilitätslösung für Pendler, Stadtradler und Freizeitsportler sind die City-, Touren- und Trekkingmodelle mit modernen Elektromotoren gedacht. Sie reduzieren Stauungen und sorgen für sauberere Luft. Entspannt mit E-Unterstützung zum Job oder in die Freizeit radeln, keine Angst vor verschwitzen Klamotten im Büro - das funktioniert. Der Motor-Informations-Dienst hat es mit zwei Urbano-Modellen des deutschen Herstellers Trenoli ausprobiert.


Als ideale Mobilitätslösung für Pendler, Stadtradler und Freizeitsportler sind die City-, Touren- und Trekkingmodelle mit modernen Elektromotoren gedacht. Sie reduzieren Stauungen und sorgen für sauberere Luft. Entspannt mit E-Unterstützung zum Job oder in die Freizeit radeln, keine Angst vor verschwitzen Klamotten im Büro - das funktioniert. Der Motor-Informations-Dienst hat es mit zwei Urbano-Modellen des deutschen Herstellers Trenoli ausprobiert.

Vor dem Pedelec-Kauf stellen sich diverse Fragen: Wie weit und wie oft wird geradelt? Wie viele Steigungen gibt es auf den regelmäßigen Strecken? Welche Rahmenform soll's sein - Herren- oder Tiefeinsteiger-Version? Wie komfortabel soll der Untersatz sein? Und: Was darf er kosten?

Wenn das geklärt ist, ist die passende Auswahl unter den einschlägigen Modellen beim Trenoli-Händler gar nicht mehr so schwer. Denn die Urbano-Modellreihe bietet vier Variationen für jeden Einsatzzweck. Der mid hat sich auf das Urbano Nexus 7-Gang für Kurzstrecken und City und das Urbano NuVinci für City und Tour konzentriert. Außerdem im Angebot: das Achtgang-Nexus und das Urbano NuVinci Plus für City, Tour und Trekking.

Beide Testräder sind mit Bosch-Mittelmotor Gen3 Active Line Plus ausgestattet und tragen die Akkus unter dem Gepäckträger. Das sorgt für einen relativ weit hinten liegenden, hohen Schwerpunkt - eine Tatsache, die man speziell beim Start oder beim Stehenbleiben beachten muss. Und: Beim Reinschieben nach dem Aufladen muss es vernehmlich klacken - sonst fließt kein Strom.

Die Kapazität der Bosch PowerPacks mit 36-Volt-Technik liegt beim etwas schlichteren Nexus bei 400, beim NuVinci bei 500 Wattstunden (Wh) Das reicht je nach Topografie und gewähltem Unterstützungsgrad für Strecken zwischen 50 und 120 Kilometer. Also jedenfalls mehr, als die meisten Nutzer wohl an einem Tag oder am Stück zurücklegen.

Der Umgang mit den Pedelecs ist kinderleicht. Strom einschalten, per Fingertipp die gewünschte Unterstützungsstufe (Eco, Tour, Sport oder Turbo) wählen und losfahren. Mehr ist nicht zu tun. Jetzt schiebt der Bosch-Motor mal sanft, mal eher knackig bis 25 km/h mit an, um dann seine Arbeit einzustellen. Wer schneller fahren will, muss die Kraft dafür selbst aufbringen. So will es der Gesetzgeber.

Bei den ausgiebigen Testfahrten mit den beiden Tiefeinsteiger-Versionen stellten sich schnell die Unterschiede heraus. Wer eher kürzere Strecken zurücklegt und meist in der Ebene fährt, ist mit dem 7-Gang-Nexus schon gut bedient. Sowohl was den Schaltkomfort, die Unterstützung und die Reichweite angeht. Wahlweise wird das E-Radl mit Freilauf oder praktischer Rücktrittbremse ausgeliefert - ganz nach Wunsch.

Deutlich souveräner ist man im Alltag und auf längeren Freizeittouren mit der stufenlosen NuVinci N330-Schaltung unterwegs. Die Abstimmung auf die Elektro-Unterstützung ist sehr geschmeidig ausgefallen, das fördert ein rundes, angenehmes Fahrgefühl. Mit einem Dreh stellt man in jeder Lebenslage die passende Übersetzung ein und schafft einen wirklich ordentlichen Schnitt, auch wenn's öfter mal hügelauf geht. Klarer Fall: Als Mountainbike-Ersatz sind beide Räder nicht geeignet, bei sehr kräftigen Steigungen stoßen sie dann doch an ihre Grenzen.

Besonders für Pedelecs, die die Kraft des Radlers und des Motors aushalten müssen, sind hochwertige Komponenten wichtig. Die Trenoli Urbino-Modelle platzieren sich in dieser Disziplin eindeutig vor den grassierenden Billig-Angeboten vom Discounter. So sind durchgehend vollhydraulische und wartungsarme Felgenbremsen von Magura, Suntour-Federgabeln, helle LED-Scheinwerfer, bequeme Gel-Sättel, gefederte Sattelstützen und Komfortgriffe verbaut. Dazu gibt es einen strapazierfähigen, pulverbeschichteten Alu-Rahmen, robuste Schutzbleche und pannensichere-Schwalbe Bereifung. Und der Bordcomputer von Bosch hat sich schon in vielen Tests völlig zu Recht gute Noten verdient.

So gesehen sind auch die Preise für die Trenoli-Produkte wirklich in Ordnung. Das Urbano Nexus 7-Gang kostet ab 2.299 Euro, das Modell mit NuVinci-Schaltung und "gehaltvollerem" Akku ab 2.799 Euro.

Rudolf Huber / mid

Der Artikel "Im mid-Test: Zwei Pedelecs für die City" wurde am 20.05.2019 in der Kategorie News von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Pedelecs, Test, E-Bike, Fahrrad, News, veröffentlicht.

Pedelecs, Test, E-Bike, Fahrrad

Weitere Meldungen

19. September 2019

SsangYong Korando: Konkurrenzfähige Neuauflage

Der Korando ist seit Jahren eine feste Größe im Beuteschema der SUV- und Allradkäufer, die auf reichlich Ausstattung ...