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ADAC verschärft Ecotest und schlägt auch bei Benzinern Alarm

20. März 2017, 10:21 Uhr
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ADAC-Ecotest. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC
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Der ADAC schlägt Alarm: Im verschärften Ecotest des Clubs mit seinen realitätsnahen Verbrauchs- und Emissionsmessungen schneiden Dieselfahrzeuge schlecht ab.

Der ADAC schlägt Alarm: Im verschärften Ecotest des Clubs mit seinen realitätsnahen Verbrauchs- und Emissionsmessungen schneiden Dieselfahrzeuge schlecht ab. Der Automobilclub hat ein teilweise deutliches Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxid festgestellt. Von 38 geprüften Diesel-Pkw überzeugen in der realitätsnahen Messung tatsächlicher Schadstoffausstöße lediglich der Mercedes-Benz E220 d 9G-Tronic und der BMW 118d Urban Line Steptronic. Sie schaffen es mit jeweils vier ,,Umweltsternen" als einzige Dieselfahrzeuge in die Gruppe der empfehlenswerten Autos.


Im bisher gravierendsten Fall stößt der Renault Capture dCi 90 im ADAC-Ecotest durchschnittlich 725 Milligramm Stickoxid pro Kilometer aus und überschreitet den Grenzwert damit um mehr als 900 Prozent. Nicht immer sind neueste Modelle sauberer, im Gegenteil: In einigen Fällen weisen moderne Euro-6-Fahrzeuge nach dem ADAC-Test höhere Emissionswerte auf als diejenigen der Klasse Euro 5.

Doch auch die Benziner sind nicht zwangsläufig besser: Während die Mehrheit der Diesel zu hohe Stickoxidemissionen aufweist, zeigen viele Benzin-Direkteinspritzer unter den verschärften Testbedingungen einen deutlich zu hohen Ausstoß an Feinstaub. Davon sind nicht nur stark motorisierte Benziner wie beispielsweise der Ford Focus RS betroffen, sondern auch beliebte Volumenmodelle wie der VW Tiguan 1.4 TSI oder der Opel Corsa 1.0 Turbo Ecoflex Edition. Diese Fahrzeuge können in puncto Umweltverträglichkeit nach Einschätzung des Automobilclubs kaum punkten. Beim Opel wurden zudem erstmals erhöhte Stickoxid-Emissionen festgestellt, was bisher bei Benzinern kein Thema war.

Nach Ansicht des ADAC entsprechen die eingesetzten Abgassysteme der meisten Benziner- und Dieselmodelle nicht dem Stand des technisch Machbaren. ,,Viele Autofahrer sind wegen der Abgasmanipulationen und drohender Fahrverbote stark verunsichert. Wir bieten mit einem verschärften ADAC-Ecotest Orientierung, wenn es um die tatsächlichen Schadstoffemissionen und realitätsnahe Verbrauchsangaben geht", sagt Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC.

Die vorderen Plätze beim Ecotest belegen derzeit Elektro- und Hybridfahrzeuge (BMW i3, Toyota Prius 1.8 Hybrid Executive, Nissan Leaf Acenta). Auch das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai bekommt die Höchstnote. Fünf Pkw mit Benzinantrieb erreichten vier Sterne und sind damit ebenfalls empfehlenswert. Sauberster Benziner ist der Suzuki Ignis 1.2 SHVS Comfort+. Von den drei untersuchten Plug-in-Hybriden erhält kein Fahrzeug eine Empfehlung.

Neben aktualisierten Fahrzyklen und verschärften Bewertungsmaßstäben gibt es im ADAC-Ecotest eine weitere wesentliche Neuerung: Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen - also mit vier oder fünf Umweltsternen ausgezeichnet werden - müssen sich zusätzlichen Abgasmessungen auf der Straße (Real Driving Emissions) stellen. (ampnet/jri)

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