Reifen

Mit Michelin kann man länger

2. März 2021, 10:01 Uhr
Andreas Reiners 2
2Mit Michelin kann man länger
mid Groß-Gerau - Dank einer innovativen 3D-Druck-Technik können Michelin-Reifen bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe heruntergefahren werden. Michelin
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Der Gesetzgeber erlaubt bei Reifen eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern. Viele Pneus verlieren jedoch schon vorher ihre Leistungsfähigkeit - es sei denn, es ist ein Michelin-Reifen. Denn dank einer innovativen 3D-Druck-Technik können die Pneus der Franzosen bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe heruntergefahren werden - und besitzen noch immer eine optimale Bremsleistung. Was eine Reihe an Vorteilen mit sich bringt.


Der Gesetzgeber erlaubt bei Reifen eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern. Viele Pneus verlieren jedoch schon vorher ihre Leistungsfähigkeit - es sei denn, es ist ein Michelin-Reifen. Denn dank einer innovativen 3D-Druck-Technik können die Pneus der Franzosen bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe heruntergefahren werden - und besitzen noch immer eine optimale Bremsleistung. Was eine Reihe an Vorteilen mit sich bringt.

Denn je länger die Reifen können, desto besser für den Geldbeutel der Autofahrer. Insgesamt 6,9 Milliarden Euro könnten europäische Verbraucher pro Jahr in Summe sparen, würden Reifen bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe gefahren werden können.

"Premiumreifen von Michelin, bremsen auch bei 1,6 Millimeter Profiltiefe noch zuverlässig", sagt Theres Gosztonyi, Chefin der Pkw-Reifensparte bei Michelin Europe North. Möglich macht es eine spezielle Drucktechnik von Michelin, die besonders filigrane Strukturen im Reifenprofil ermöglicht und den Reifen langlebiger macht.

Würden alle Autofahrer auf solche Reifen umsteigen, hätte das einen weiteren, großen Effekt: Michelin hat errechnet, dass 6,6 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden könnten, wenn alle Autos in Europa mit Qualitätsreifen wie auch den Michelin-Reifen unterwegs wären.

Zu den Mehrkosten von bis zu 6,9 Milliarden Euro für häufigere Reifenkäufe addieren sich für die europäischen Autofahrer jährlich bis zu weitere 800 Millionen Euro durch den höheren Kraftstoffverbrauch infolge eines höheren Rollwiderstandes der Neureifen im Vergleich zum gleichen Reifen mit weniger Restprofil. Theres Gosztonyi: "Wer am Reifen spart, zahlt unter dem Strich drauf. Anschaffungspreise und höherer Kraftstoffverbrauch der Neureifen können versteckte Kosten von bis zu 40 Prozent pro Jahr nach sich ziehen."

Gut zu wissen: Ein verfrühter Reifenwechsel geht auch immer einher mit dem Verlust von Vorteilen, die ein Reifen mit abnehmender Profiltiefe bietet. So verkürzen sich die Bremswege auf trockener Straße mit zunehmender Laufleistung, da die Aufstandsfläche des Reifens größer wird.

Das hat auch positive Auswirkungen auf den Grip des Reifens beim Beschleunigen und in Kurven. Auch sinken Rollwiderstand und somit der Kraftstoffverbrauch und Abrollgeräusch, wenn die Profiltiefe abnimmt, was Umwelt und Mensch in vielen Belangen schont.

Gleichzeitig steigt für gewöhnlich jedoch das Risiko von Aquaplaning bei heftigen Unwettern auf nasser Fahrbahn. Der innovative 3D-Reifenprofildruck von Michelin führt auch bei niedriger Profiltiefe zu einer hohen Bremsleistung auf nassen Straßen.

Ein Reifenwechsel mit einer Profiltiefe von drei bis fünf Millimetern muss auch bei den Brummis nicht sein: In Kombination mit dem "Performance Made to Last" Leitprinzip bietet der Mobilitätsanbieter für Lkw-Flotten und Transportunternehmen eine Lösung, die einen verfrühten Reifenwechsel vermeidet und gleichzeitig große Potentiale zur Kosten-Senkung bietet.

So kann die Laufleistung eines Lkw-Reifens dank des Michelin Mehrlebenkonzepts, um bis zu 150 Prozent gesteigert werden, wenn der gefahrene Neureifen einmal mit einem speziellen Runderneuerungs¬verfahren erneuert und zweimal nachgeschnitten wurde. Runderneuerte Reifen generieren im Vergleich zu nicht runderneuerbaren Reifen Rohstoffeinsparungen von bis zu 70 Prozent.

Darüber hinaus sind runderneuerte Reifen auch in der Lage, durch einen geringeren Rollwiderstand im Vergleich zu nicht-runderneuerungsfähigen importierten Reifen, die Luftverschmutzung durch Feinstaub um bis zu 1,3 Tonnen und um bis zu 5.400 Kilogramm an CO2-Emissionen zu verringern.

Der Artikel "Mit Michelin kann man länger" wurde am 02.03.2021 in der Kategorie New Mobility von Andreas Reiners mit den Stichwörtern Reifen, Umwelt, Forschung, New Mobility, veröffentlicht.

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