Revolutionäre Ansätze für eine nachhaltige Ersatzteilplanung im Automobilsektor
Technologische Fortschritte in der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie befindet sich in einem ...
Grundsätzlich können Sie zwischen zwei Arten von Korrosionsschutz unterscheiden: aktiv und passiv. Mit aktivem Schutz ist gemeint, dass Sie den Werkstoff selbst verändern, damit äußere Einflüsse ihn nicht mehr zersetzen können. Eine Option hierbei ist, dass Sie einen Standort mit geringem Korrosionsrisiko wählen. Dieses Risiko können Sie aus den insgesamt sechs Korrosionsschutzklassen ableiten. Beheizte Innenräume wie Wohn- und Bürogebäude haben das niedrigste Risiko, während der dauerhafte Kontakt mit Erdreich das höchste Risiko darstellt. Zum aktiven Korrosionsschutz zählen zudem Stähle und Edelmetalle, die säure- und rostbeständig sind.
Für eine weitere Form des aktiven Korrosionsschutzes können Sie die Polarisierung, also die positive oder negative elektrische Ladung bestimmter Werkstoffe, nutzen. Ein Beispiel dafür ist eine Beschichtung mit Zinklamellen. Dieser kathodische Schutz hält Korrosion zuverlässig von Ihren Metallbauteilen und Ihrer Ausrüstung ab. Er besteht aus einer Vielzahl kleiner Lamellen, die aus Zink und Aluminium hergestellt werden.
Die Zinklamelle schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Salz sowie vor mechanischer Beanspruchung. Zudem wirkt diese Beschichtungsart langfristig gegen chemische Stoffe, die das Metall angreifen können. Obwohl sie so effektiv sind, sind Zinklamellen hauchdünn. Diese Eigenschaft ist insbesondere bei Bauteilen wie Schrauben, für die eine hohe Passgenauigkeit wichtig ist, nützlich. Ein weiterer Vorteil des aktiven Schutzes ist seine lange Wirksamkeit. Weitere Optionen des aktiven Korrosionsschutzes sind Feuerverzinkung und Sherard-Verzinkung. Ebenso ist es möglich, den Sauerstoffgehalt im Werkstoff zu verringern. Das macht ihn weniger anfällig für Oxidation.
Bei der zweiten Art, dem passiven Korrosionsschutz, belassen Sie den Werkstoff in seiner ursprünglichen Form. Um zu verhindern, dass er sich zersetzt, bringen Sie eine Schutzschicht auf. Entsprechende Korrosionsschutzmittel sind beispielsweise organische Beschichtungen, Anstriche mit Rostschutzmitteln und Schutzschichten aus Metall. Häufig kommen dabei Zink, Eisenglimmer oder Blei zum Einsatz. Zink hat sich besonders bewährt, da es eine Patina bildet. Diese schützt das Zink selbst vor Korrosion, weshalb die Schutzschicht sehr langlebig ist. Statt Metallen eignen sich auch Kunstharze, Lack, Kunststoffe, Öle oder Paraffine, um Feuchtigkeit und aggressive Chemikalien abzuwehren.
Damit der Schutz langfristig wirksam ist, sollten Sie auf eine gute Haftfähigkeit achten. Diese wird durch die sogenannte Haftzugfestigkeit angegeben. Auf einem rauen Untergrund haften Anstriche allgemein besser, weshalb Sie die Anhaftung steigern können, indem Sie die Oberfläche des Werkstoffs aufrauen.
Ähnlich wie bei der Polarisierung beruht auch der passive Zersetzungsschutz darauf, die elektrische Leitfähigkeit zu verändern. Dadurch werden korrosive Stoffe abgehalten und können mit dem Werkstoff nicht in Kontakt kommen. Zur passiven Schutzkategorie zählen zudem Überdachungen und Schutz vor Spritzwasser, die für den Außenbereich empfehlenswert sind. Als Alternative zur Schutzschicht verändern Sie lediglich die Oberfläche des Materials, das Sie als Bauteil nutzen wollen.
Ob ein aktiver oder passiver Korrosionsschutz die bessere Wahl ist, hängt hauptsächlich von der Umgebung ab. Werkstoffe, die Sie zum Beispiel für außen liegende Treppen in Industriegebieten verwenden wollen, benötigen einen stärkeren Schutz als Treppen innerhalb von Bürogebäuden. Daher sollten Sie neben dem Material, mit dem Sie arbeiten, unbedingt den Standort in Ihre Entscheidungsfindung mit einbeziehen.
Der Artikel "Korrosionsschutz - geben Sie Rost keine Chance" wurde am 22.09.2023 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Korrosionsschutz - geben Sie Rost keine Chance, Tipp & Infos, veröffentlicht.
Die Automobilindustrie befindet sich in einem ...