Norton Atlas und Atlas GT - Kurs auf neue Horizonte
SP-X/Solihull. Die Traditionsmarke Norton bereitet den Neustart mit zwei komplett neuen Modellfamilien vor. Neben ...
Nur mit Strom geht es nicht immer. Deshalb hat Fiat den Cinquecento überarbeit und Platz für einen zusätzlichen Benziner geschaffen, der dem E-Motor hilft.
SP-X/Turin. Fiat wagt die Rolle rückwärts, und stellt dem elektrischen Kult-Mobil Fiat 500 wieder eine Version mit Mildhybrid zur Seite. Damit feiert der Benziner seine Rückkehr in die beliebte Knutschkugel. Der Kleinwagen mit recht kleinem Verbrenner und ebenso bescheidener Elektrounterstützung kostet 19.990 Euro. und ist damit um ganze 5.000 Euro günstiger als sein vollelektrisches Schwestermodell.
Zur Fahrpremiere erobert der Fiat 500 Hybrid schon mal die engen Gassen seiner Heimatstadt Turin. Wurde des Vorgängermodell mit ähnlicher Hybrid-Technik noch in Polen gebaut, läuft er jetzt wieder in der legendären Fabrik Mirafiori vom Band. Ein Ereignis, dass in der norditalienischen Millionenstadt groß gefeiert wird. Nostalgie trifft Moderne und füttert so den Nationalstolz der Italiener, von denen die meisten sich vor 68 Jahren wohl einen 500er als ihr erstes Fortbewegungsmittel nach einer zweirädrigen Vespa leisten konnten. Und genau für diese Kundschaft war der elektrische Fiat 500 wohl finanziell eine Nummer zu groß und die Suche nach einer Ladesäule zu stressig.
Und der neue Hybrid könnte jetzt die verletzte Seele unserer südeuropäischen Nachbarn wieder heilen. Endlich wieder ein Verbrenner und ein Hauch von Elektrizität als eine Art Trostpflaster fürs grüne Gewissen. Denn der Einliter-Dreizylinder unter der kleinen Fronthaube schafft seine 48 kW/65 PS dank der Unterstützung eines Elektromotors, der seine Leistung aus einer 12-Volt Batterie bezieht und für den Betrieb eines Startertgenerator zuständig ist. Beim Anfahren aus dem Stand und beim Beschleunigen beteiligt sich der kleine Stromer am Vortrieb des 3,50 Meter kurzen Stadtautos. Und trägt dazu bei, dass der Verbrauch auf erträgliche 5,3 Liter auf 100 Kilometer gedrückt wird.
Bei der innerstädtischen Testtour wuselt sich der Kleine standesgemäß durch den Verkehr, unterstützt seinen Auftritt mit einem akustischen Konzert, das nach dem Motto mehr scheinen als sein an Bord ist. Das gilt vor allem beim Tritt aufs rechte Pedal. Es dauert fast 16 Sekunden, bis die Hunderter-Marke endlich in Tacho erreicht ist. Später aus der Autobahn sind dann 155 km/h drin. Schließlich wildert ein Fiat 500 von jeher im Revier der dicht bebauten und staugeplagten Stadt.
Und da gelten andere Werte. Wie zum Beispiel gute Sitze trotz bescheidener Außenmaße, eine überraschende Fülle von modernen Assistenten, die zum Beispiel für eine Notbremsung bei drohender Gefahr oder fürs sichere Halten der eigenen Spur sorgen. Die bordeigene Kamera hat die Verkehrszeichen im Blick und meldet ihre Bedeutung an den Fahrer. Für die nötige Übersicht ist ein 10,25-Zoll-Touchscreen zuständig, kümmert sich um die Navigation oder das Infotainment. Alles hilfreich und je nach Ausstattung zuweilen sogar serienmäßig. Denn er gibt nicht nur einen Fiat 500 Hybrid. Neben dem Einstiegsmodell “Pop“ für den Basispreispreis lockt auch wieder ein Cabrio mit elektrischem Dach (ab 22.990 €) zwei Sondermodelle ab 21.990 € mit erweiterter Ausstattung und ein nahezu komplett bestücktes Spitzenmodell mit dem Namen „Prima“, das dann 24.990 € kostet und für 27,990 € auch als Cabrio zu haben ist.
Fiat will noch in diesem Jahr 5.000 Hybrid-Modelle bauen und verkaufen. Pro Jahr könnten es je nach Nachfrage bis zu 100.000 Stück werden. Wenn das Konzept mit der Verbrenner-Renaissance aufgeht.
Fiat 500 Hybrid – Technische Daten:
Zweitüriger, fünfsitziger Kleinwagen, Länge: 3,50 Meter, Breite: 1,63 Meter (inklusive Außenspiegel): Höhe: 1,68 Meter, Radstand: 2,32 Meter, Kofferraumvolumen: 183 – 440 Liter, Leergewicht: 1.077 kg,
Antrieb: 1,0-Liter-Dreiylinder-Benziner, 48 kW/66 PS, maximales Drehmoment: 92 Nm, kombiniert mit Mildhybrid-System 12 Volt, Frontantrieb, 6-Gang-Schaltgetribe, 0-100 km/h: 16,2 s, Vmax: 155 km/h, Normverbrauch: 5,3-5,2 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß kombiniert: 119–120 g/km
Preis: ab 17.990 €
Fiat 500 Hybrid – Kurzcharakteristik:
Warum: ideales Stadtauto
Warum nicht: Für nur 5.000 € mehr gibt’s ein echtes E-Auto
Was sonst: Echte Kleinwagen werden immer seltener
Der Artikel "Fahrbericht: Fiat 500 Hybrid - Ein bisschen Strom muss sein" wurde am 28.11.2025 in der Kategorie Fahrbericht von Peter Maahn/SP-X mit den Stichwörtern Fahrbericht: Fiat 500 Hybrid - Ein bisschen Strom muss sein, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.
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