Ratgeber

Was es beim Fahren mit einem Anhänger zu beachten gilt

31. Dezember 2022
Redaktion
Urlaub, Umzug oder Renovierungsmaßnahmen, es gibt viele Gelegenheiten, bei denen die Ladekapazität des Pkws schlicht nicht ausreicht. Ein Anhänger muss her. Allerdings steht auch gleich die Frage im Raum, ob sich die Anschaffung lohnt oder ob man einen Anhänger mieten sollte. Darüber hinaus gilt es aber einiges zu beachten. Das fängt mit der Fahrerlaubnis an und endet beim sicheren Fahren mit dem Anhänger.

Anhänger kaufen oder mieten?

Ob sich der Kauf eines Anhängers lohnt, hängt davon ab, wie oft er benötigt wird. Dabei müssen nicht nur die Anschaffungskosten berücksichtigt werden. Schließlich wird eine Anhängerkupplung gebraucht, der Anhänger muss versichert und versteuert werden. Außerdem muss der Anhänger irgendwo abgestellt werden, wenn er gerade nicht im Einsatz ist. Von der Summe, die so zusammenkommt, kann man sich schon sehr oft einen Anhänger mieten. Dafür muss man heute keinen klassischen Anhängerverleih mehr aufsuchen. Den passenden Anhänger findet man ganz bequem auch über ein Online-Mietportal. Der Vorteil eines solchen Mietportals besteht zum einen in der enormen Auswahl an Anhängern, zum anderen aber auch in der Möglichkeit, den eigenen Anhänger zu vermieten, wenn man ihn gerade nicht braucht. Das senkt die Kosten und die Standzeiten.

Sicherer und vor allem sauberer Transport von Lasten

Größere Lasten, wie den Weihnachtsbaum oder Baumaterialien müssen sicher transportiert werden. Der Innenraum des Pkws ist dafür nur selten geeignet. So wird beim Transport nicht selten die Rund-um-Sicht eingeschränkt und damit das Unfallrisiko erhöht. Zudem ist der Transport im Anhänger auch wesentlich sauberer. Es macht keinen Spaß, wenn der Weihnachtsbaum im Innenraum des Fahrzeugs seine Nadeln fallen lässt. Sie verschwinden für alle Zeiten in Ritzen zwischen den Sitzen, in Lüftungsschlitzen oder bleiben in den Polstern und Fußmatten hängen. Wer einmal im Jahr einen Weihnachtsbaum transportiert, sollte also auf jeden Fall auf einen Anhänger zurückgreifen. Dafür lohnt sich auch die einmalige Investition in den Kauf und die Montage einer Anhängerkupplung.

Die gesetzlichen Vorgaben

Ein Pkw-Gespann darf in der Regel bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal bis 3,5 Tonnen mit der Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus dem Gewicht der Zugmaschine plus dem des Anhängers mit Zuladung. Das maximale Zuladungsgewicht lässt sich leicht aus dem Gewicht der Zugmaschine plus des leeren Anhängers errechnen. Einer der häufigsten Unfallursachen beim Fahren mit einem Anhänger ist die Überladung. Wie viel Gewicht ein Pkw ziehen kann, ergibt sich aus dem Eintrag über die maximale Zuglast in den Zulassungspapieren. Der Gesetzgeber schreibt außerdem für das Fahren mit Anhänger prinzipiell ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern vor. Und für die ordnungsgemäße Sicherung der Ladung ist ebenfalls der Fahrzeugführer verantwortlich.

Sicherheit geht vor

Das Überladen des Anhängers ist das eine Problem, der unterschätzte Bremsweg ein weiteres. Der Bremsweg kann sich nämlich um bis zu 50 Prozent verlängern. Schwierig, weil ungewohnt, ist auch das Rückwärtsfahren mit dem Anhänger. Der Hänger bewegt sich in die dem Lenkradeinschlag entgegengesetzte Richtung. Lenkumkehr nennt sich das. Will man also den Anhänger nach links bewegen, muss das Lenkrad nach rechts eingeschlagen werden. Sicherheitshalber sollte man also das Rangieren mit dem Hänger üben, bevor man sich ins Verkehrsgetümmel begibt.

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