Ratgeber

Kilometerbegrenzung bei der Autofinanzierung – was hat es damit auf sich?

20. Juli 2022
Redaktion
Wer sich ein Neufahrzeug anschafft, steht vor der Wahl der Finanzierung. Besonders zwei Modelle haben sich hier etabliert – Autokredit und Leasing. Zahlreiche Kunden entscheiden sich für das Fahrzeugleasing, da es auf den ersten Blick als günstige und bequeme Variante erscheint. Jedoch vergessen Autokäufer immer wieder die Eigenarten des Leasings. Dazu gehört die Kilometerbegrenzung.

Was ist die Kilometerbegrenzung?

Bei der Kilometerbegrenzung handelt es sich um die festgelegte Laufleistung des Fahrzeugs pro Jahr. Diese ist im Leasing-Vertrag exakt festgelegt. Ein üblicher Wert liegt bei 10.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr.

Diese Kilometerbegrenzung gilt auch und besonders beim Leasing von E-Fahrzeugen. Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb nutzt der Stromspeicher ab, sodass der Wert dieser Fahrzeuge durch eine hohe Laufleistung sinkt.

Was passiert, wenn die Kilometerbegrenzung überschritten wird?

Eine der Tücken des Leasing-Vertrags sind die zusätzlichen Kosten, die am Ende des Leasings bei einer Überschreitung der Kilometerbegrenzung entstehen. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs berechnet der Leasinggeber dann Mehrkilometer.

Die Höhe ist abhängig vom Fahrzeug und Vertrag und kann bis zu 15 Cent pro Kilometer betragen. So können unerwartet enorm hohe Kosten entstehen. Bei einer Vertragslaufzeit von 60 Monaten und einer Überschreitung von 5.000 Kilometer im Jahr fallen bei angenommenen 14 Cent pro Mehrkilometer Kosten in Höhe von 3.500 Euro für die Überschreitung der Kilometerbegrenzung an.

Alternativen zur Autofinanzierung mit Kilometerbegrenzung

Der klassische Autokredit ist die Alternative zum Leasing. Bei der Wahl zwischen Leasing und Kredit entscheiden sich Autokäufer immer wieder für das Leasing, da sie die Aufnahme eines hohen Kredits scheuen. Dafür gibt es jedoch keinen Grund, denn das neue Fahrzeug ist eine Sicherheit mit Wert, die den Kredit deckt. Im Gegensatz zum Leasing ist der Käufer bei einer Finanzierung über einen Kredit nämlich Eigentümer des Fahrzeugs. Zudem ist ein Autokredit auch mit Schufa-Eintrag möglich.

Die Suche nach einem Kredit für die Autofinanzierung gelingt schnell und einfach online. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Plattformen. Über diese lassen sich gezielt Autokredite suchen. Je besser die Konditionen für den Autokredit, umso niedriger sind die Gesamtkosten für das Fahrzeug. Ein weiterer Vorteil beim Onlinevergleich von Autokrediten ist die Möglichkeit, diese direkt online zu beantragen. Dies ist inzwischen bei sehr vielen Banken möglich. Das erhöht die Auswahl bei den potenziellen Partnerbanken.

Leasing oder Autokredit – was ist besser?

Es gibt eine Reihe von Vor- und Nachteile beim Autokauf per Kredit oder Leasing zu beachten. Immer wieder lassen sich Autokäufer von den offensichtlichen Vorteilen des Leasings täuschen. Die Kilometerbegrenzung ist nur eine der Tücken, die für eine hohe Schlussrechnung am Ende des Leasings sorgen kann.

Beim Leasing gibt es noch andere Punkte zu beachten. Dazu gehört zum Beispiel, dass eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden muss. Auch das erhöht die Kosten zuungunsten des Leasings. Ebenso ist eine freie Wahl der Werkstatt in den meisten Fällen ausgeschlossen.

Zu den Vorteilen bei einem Autokredit gehört hingegen, dass Käufer einen Rabatt für Barzahler aushandeln können. Wer sich den Kredit auszahlen lässt und das Fahrzeug in Bar erwirbt, kann den Kaufpreis um bis zu 20 Prozent vom Listenpreis reduzieren.

Diese Punkte sollten unbedingt bedacht werden und sorgen dafür, dass die Finanzierung per Autokredit oftmals die bessere Option ist.

Der Artikel "Kilometerbegrenzung bei der Autofinanzierung – was hat es damit auf sich?" wurde am 20.07.2022 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Kilometerbegrenzung bei der Autofinanzierung – was hat es damit auf sich?, Tipp & Infos, veröffentlicht.