Ratgeber

Was sind Radlastwaagen - wo kommen sie zum Einsatz?

7. Februar 2022
Redaktion
Um das Gesamtgewicht mehrachsiger Fahrzeuge zu bestimmen und einen sicheren Ladungstransport zu gewährleisten, kommen mobile Radlastwaagen zum Einsatz. Es handelt sich um Fahrzeugwaagen, die vor allem in der Logistik wichtig sind und deren Plattformen über Kabel mit dem Ausgabegerät verbunden werden.

In welchen Bereichen Radlastwaagen häufig verwendet werden

Müssen Rad- und Achslasten oder das Gesamtgewicht eines beladenen Fahrzeugs bestimmt werden, benötigt man Radlastwaagen. Ihren Ursprung haben die Fahrzeugwaagen in der Automobilindustrie, wo sie beispielsweise bei Fahrzeugen mit Aufbauten eingesetzt werden. Damit ein Wohnmobil nach einer Fertigstellung genau das zulässige Gesamtgewicht und eine korrekte Gewichtsverteilung hat, wird es mit einer Radlastwaage wie von Waagen Friederichs gewogen. Auch bei Verkehrskontrollen, auf Mülldeponien und bei Speditionen sowie im landwirtschaftlichen Bereich sind die mobilen Fahrzeugwaagen eine große Hilfe. Die Polizei kann auf Parkplätzen prüfen, ob ein Sattelzug zu schwer ist, oder ob seine Beladung gleichmäßig auf die Achsen verteilt ist.

Wie viel Gewicht trägt die Fahrzeugwaage?

Das kommt ganz darauf an, für welches Modell und für welche Ausführung man sich entscheidet. Prinzipiell kommt die Radlastwaage dort zum Einsatz, wo Schwergewichte mit mehreren Bodenkontaktpunkten gewogen werden. Aus diesem Grund besteht sie aus mehreren Plattformen, die je nach Waage zwischen 600 Kilogramm bis hin zu 20.000 Kilogramm Belastung aushalten. Für welche Fahrzeuge sich eine Radlastwaage eignet, hängt von der Größe und Anzahl der Plattformen, sowie von deren Gewichtsbelastung ab.

Wie sich die Nutzung von Radlastwaagen auf die Ladungssicherheit auswirkt

Mit Radlastwaagen lässt sich das Gesamtgewicht, aber auch das Einzelgewicht pro Aufsatzpunkt (Reifen) ermitteln. Ist ein Sattelzug ungleichmäßig beladen, stellt er ein hohes Verkehrsrisiko dar. In Kurven oder bei starkem Seitenwind könnte er kippen und einen schwerwiegenden Unfall verursachen. Die Polizei prüft nicht ohne Grund mit mobilen Radlastwaagen auf größeren, für LKW und Schwerlastzüge geeigneten Parkplätzen. Wird eine Falschbeladung ermittelt, ist die Fahrt aufgrund des Wiegeergebnisses beendet und der Spediteur muss einen Zusatz-LKW zum Umladen schicken. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass Radlastwaagen zur Straßenverkehrssicherheit beitragen und dass sich mit ihnen konkrete feststellen lässt, ob ein Sattelzug falsch beladen oder überbeladen ist.

Woran man hochwertige Qualität und Funktionssicherheit erkennt

Für ein genaues Wiegeergebnis und eine fehlerfreie Funktion ist es wichtig, sich für eine hochwertige Radlastwaage zu entscheiden. Welchen Belastungsbereich man wählt, hängt von der Schwere der zu wiegenden Fahrzeuge ab. Beste Qualität erkennt man bereits an der Verarbeitung. Sind die Plattformen aus hochwertigem Aluminium gefertigt und die Waagezellen IP67 geschützt, sind bereits zwei wichtige Qualitätsmerkmale erfüllt. Auch die Kabelschächte, sofern es sich nicht um kabellose Radwaagen handelt, brauchen den Spritzwasser- und Staubschutz der Schutzklasse IP67. Robuste Steckverbindungen zum Anzeigegerät, eine rutschsichere Beschichtung der Plattformrückseiten und ein einfaches Handlung zeichnen hochqualitative und damit auch funktionssichere Radlastwaagen aus.

Die richtige Achslastwaage finden - darauf kommt es an

Entscheidend für die Auswahl ist der Einsatzbereich. Die Anzahl der Plattformen und die Belastbarkeit pro Plattform müssen auf die Gewichte der Fahrzeuge abgestimmt sein. Wer eine Radlastwaage für den Fuhrpark der Spedition sucht, sollte das leichteste und das schwerste Fahrzeug als Anhaltspunkt nehmen. Wenn jedes Rad auf einer einzelnen Plattform stehen soll, muss die Anzahl der Plattformen zum Fahrzeug mit den meisten Achsen passen. Ein essenzielles Kriterium ist die Messgenauigkeit. Je nach Waage sind Differenzen von 0,1 bis 1 Prozent möglich. Müssen die Messungen absolut präzise sein, ist eine Hochleistungs-Radlastwaage mit marginaler Abweichung nötig.

Ein letzter Punkt, der fernab der Automobilindustrie oder den Wiegestationen bei Deponien von Bedeutung ist, dreht sich darum, ob die Ausführung mobil oder stationär sein soll. Für den flexiblen Einsatz, so zum Beispiel bei der Polizei und in Speditionen, sind mobile Radlastwaagen zu bevorzugen.

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