Revolutionäre Ansätze für eine nachhaltige Ersatzteilplanung im Automobilsektor
Technologische Fortschritte in der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie befindet sich in einem ...
Urlaub ist gleichbedeutend mit schönem Wetter. So zeigen es sämtliche Kataloge von Reiseveranstaltern, alle Websites von Urlaubsregionen, jeder einzelne Clip, jedes Produktfoto der Wohnmobil- und Wohnwagenhersteller. Und natürlich sind auch wir es, die in solchen Kategorien denken. Flandern unter dichtem Wolkendach? Die Adria durch Bindfaden-artige Regengüsse nicht sichtbar? Das dürfte sich kaum jemand unter seinem persönlichen Traumurlaub vorstellen.
Die Realität sieht jedoch so aus: In sehr vielen europäischen Regionen regnet es statistisch an deutlich mehr als 150 oder sogar 200 Tagen im Jahr – längst nicht alle dieser Zonen liegen auf den britischen Inseln. Und außerdem häufen sich die Niederschläge in unseren Breiten zu allem Überfluss auch noch just in der sommerlichen Urlaubssaison.
Solches Wetter ist schon in einem normalen Hotel- oder Pensionszimmer anstrengend. Dort allerdings gibt es wenigstens noch etwas Platz und im Zweifelsfall kommt man auch trockenen Fußes ins hauseigene Restaurant, den Wellness-Bereich oder an die Bar. In der mobilen Urlaubsunterkunft, selbst wenn sie auf einem Campingplatz steht, wird es jedoch schnell ziemlich eng und öde. Dann ist es gut, wenn etwas Beschäftigung möglich ist – die aber auch schon bei der Urlaubsvorbereitung eingeplant werden sollte.
1. Entdeckungstour
Ganz gleich, ob die Behausung von einem normalen PKW gezogen wird oder über ihren eigenen Motor verfügt: wer auf diese Weise in den Urlaub reist, hat automatisch immer auch seinen eigenen automobilen Untersatz dabei. Und es steht nirgendwo geschrieben, dass dieser die ganze Urlaubszeit über stillstehen muss. Insbesondere mit dem PKW ist es ganz leicht: Handy zücken, Navigations-App starten, sich in der näheren Umgebung interessante Dinge anzeigen lassen. Praktisch alle großen Navi-Apps beherrschen dies, falls nicht, helfen Google sowie TripAdvisor, ViaMichelin und ähnliche Touristenseiten weiter. Dann heißt es nur noch Scheibenwischer einschalten und losrollen.
Übrigens: Wer sowieso schon einmal unterwegs ist oder auch nichts anderweitig Passendes in der Umgebung findet, kann das schlechte Wetter natürlich immer auch nutzen, um Vorräte und Co. aufzustocken. Als WoMo-Urlauber ist man schließlich in aller Regel Selbstversorger. Und was bei Regenwetter eingekauft wird, kann an den folgenden Sonnentagen ohne störende Trips genossen und genutzt werden.
2. Mini-Inspektion
Viele lassen ihr Fahrzeug vor der Urlaubsfahrt nochmal durchchecken, andere unterlassen es aber auch ganz. Allen gemeinsam ist, dass sie sich während des Urlaubs kaum Gedanken um den Zustand des Vehikels machen – obwohl sich genau das spätestens bei der langen Rückreise noch böse rächen kann.
Letztlich braucht es für diese Beschäftigung nur einen Regenponcho, einen alten Lappen, eine Taschenlampe und den batteriebetriebenen Kompressor, der sowieso bei den allermeisten Campern fest dabei ist: Reifendruck, Öl-, Kühlwasser- und Bremsflüssigkeitsstand werden kontrolliert. Keine schwierige Aufgabe und auch keine, die sonderlich lange dauert. Wenn jedoch etwas bemerkt wird, kann schnell gegengesteuert und nachgefüllt werden – bevor auf der Heimfahrt wirklich etwas Größeres passiert.
3. Fernsehen mit mehr
Dank WLAN oder zumindest mitgeführter Satellitenantenne ist der kleine Flachbildfernseher für viele sowieso die erste Wahl, um beim Camping regnerische Stunden zu überbrücken. Wenn jedoch die Bord-Videothek schon durchgeschaut ist, wird es oft langweilig. Dabei gibt es jedoch auch im Free-TV Möglichkeiten. Eine davon ist es, nach einer Sportveranstaltung seiner Wahl zu suchen. In Anbetracht der Tatsache, wie groß das heutige Wett-Wesen ist, ist es zudem sehr wahrscheinlich, dass bei einer der zahlreichen Anlaufstellen genau dieses Spiel, dieses Rennen von den digitalen Buchmachern angeboten wird. Ein paar Klicks später ist ein Tipp abgegeben und selbst ein völlig unverständliches Match im Ausland wird wieder spannend – und wirft vielleicht sogar etwas für die Urlaubskasse ab.
Keine Lust auf Sport? Auch dann gibt es noch TV-Optionen: Bei Sendungen wird die Stumm-Taste des Fernsehers betätigt. Dann denken sich alle Anwesenden Texte aus und versuchen, damit die Sendung auf ihre Art zu synchronisieren – ein großer Spaß, der wirklich bei jedem nur denkbaren TV-Format funktioniert und auch die Kids mit einbezieht. Wer mag, kann das mit Aufzeichnungen/DVDs sogar noch forcieren, indem er Szene für Szene regelrechte Texte schreibt.
4. Ein gepflegtes Nickerchen
Regen muss nicht immer tagelang dauern. Und im Urlaub ist prinzipiell alles gestattet, was im Alltag nicht möglich ist, aber Erholung verspricht. Angesichts dessen ist eigentlich keine Tageszeit falsch, um den Wecker auf eine Stunde zu stellen und sich ein bisschen aufs Ohr zu legen.
Das hat auch für den Alltag praktische Vorteile: Es ist durchaus möglich – in gewissen Grenzen – Schlaf nachzuholen. Je mehr man davon im Urlaub bekommt, desto besser ist es.
5. Sportlich, sportlich
Selbst Menschen, die sich im Alltag regelmäßig sportlich betätigen, lassen im Urlaub gern die Zügel sehr locker – was selbst aus streng sportmedizinischer Sicht auch völlig in Ordnung ist, solange man danach wieder anknüpft.
Allerdings ist so ein verregneter Vor- oder Nachmittag eben auch die perfekte Gelegenheit, zumindest ein bisschen etwas gegen die urlaubstypische Schlemmerei zu tun. Zwar stimmt es, dass es in der mobilen Urlaubsunterkunft wirklich nur sehr wenig Platz gibt, das macht aber nichts. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Sträflinge ihre speziellen Tricks des „Knast-Workouts“ veröffentlicht. Die unterscheiden sich zwar voneinander, sind aber immer auf engstem Raum und ohne komplexe Sportgeräte möglich – aber dennoch im Höchstmaß effektiv, wie so manche der eingesperrten Muskelpakete beweisen.
6. Birdwatching
Ein Fernglas sollte eigentlich zur Standardausstattung eines jeden rollenden Urlaubsdomizils dazugehören. Nein, nicht um sich männliche und weibliche Strandschönheiten anzusehen, sondern weil es das perfekte Gerät für Schlechtwetterphasen ist.
Denn wenn es auf Campingplatz und Co. regnet, ziehen sich nur wir Menschen in unsere Behausungen zurück. Insbesondere Vögel bleiben jedoch bis auf echte Wolkenbrüche unterwegs, flüchten nicht in den Schutz dichter Bäume und Sträucher. Den Piepmätzen durchs Glas ungestört und nicht störend zuzuschauen, ist ein schöner Zeitvertreib – und Dank einer speziellen App des NABU können die Vögel auch noch via Handy bestimmt werden.
7. Kochen und planen
Bei bestem Urlaubswetter sehen die Mahlzeiten im Camping-Mobil meistens so aus: Möglichst schnell, damit alle rasch nach draußen kommen. Und abends wird häufig gern die „teutonische Tugend“ des Grillens gepflegt.
Dabei ist Regen eigentlich die perfekte Gelegenheit, nicht nur zusammen wirklich gemütlich zu speisen, sondern sich einmal die Zeit zu nehmen, wirklich herauszufinden, was in der Camping-Küche steckt und möglich ist. Passend dazu gibt es Webseiten und Apps, in die man seine Vorräte eingeben kann und die hernach verraten, was sich damit alles kochen lässt.
Wo man schon einmal dabei ist, könnte natürlich auch für die kommenden schönen Tage vorgeplant oder sogar -gekocht werden. Plus: Nach einer solchen Urlaubs-Schlemmerei wird das bereits erwähnte Nickerchen nochmals so angenehm.
8. Gemeinsam analoge Spiele spielen
Nicht nur, aber speziell in Familien sehen regnerische Campingstunden oft so aus, dass jeder im Trockenen seine eigene Art der Unterhaltung pflegt: Der Sohn mit der tragbaren Konsole, die Tochter mit Handy-Games, die Eltern vielleicht an der normalen Konsole. In jedem Fall spielt jeder für sich allein.
Muss das so sein? Nein, denn auch wenn man klassische Brett- und Kartenspiele völlig außeracht lässt, gibt es zwischen den Siedlern von Catan, Risiko und Tabu zahlreiche Brettspiele, die mindestens ebenso viel Spaß machen, wie ein sehr gutes Videospiel – aber eben alle an einen Tisch bringen, um den Regen gemeinsam abzuwettern.
9. Ordentlich aufräumen
Hand aufs Herz: Bei schönem Wetter haben Camper tausend andere Dinge im Kopf als einen picobello vorzeigbaren Innenraum ihrer mobilen Unterkunft. Und das natürlich auch völlig zurecht, wer macht schon Urlaub an sonnigen Gestaden, um dort den Putzlappen zu schwingen?
Bei Regen allerdings sieht es abermals etwas anders aus. Zumindest dann, wenn schon all die anderen Tipps aus dieser Liste abgearbeitet wurden, kann es eine durchaus sinnvolle Beschäftigung sein, mindestens oberflächlich „klar Schiff“ zu machen. Die Betten sind fix gemacht, auch ist Schmutzwäsche schnell sortiert. Und wer zu den Viel-Campern gehört, die pro Saison jedes Wochenende auf Achse sind, wird im Vorrats- und Kühlschrank vielleicht auch so manches finden, was das Mindesthaltbarkeitsdatum sehr deutlich überschritten hat.
Der Artikel "Wenn‘s mal wieder länger regnet: Beschäftigungen für trübe Wohnmobiltage" wurde am 01.06.2021 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Wenn‘s mal wieder länger regnet: Beschäftigungen für trübe Wohnmobiltage, Tipp & Infos, veröffentlicht.
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