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Ratgeber – Warum Sie Stoßdämpfer regelmäßig prüfen lassen sollten

16. Mai 2021
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Die Stoßdämpfer gehören zu den Autoteilen, deren Laufleistung vom Alter, den Straßen und der Fahrweise abhängt. Sind sie verschlissen oder undicht, neigt das Auto zu unangenehmen oder gefährlichen Manövern, besonders in Extremsituationen. Doch worauf achten beim Prüfen der Stoßdämpfer? Die Beurteilung dieser wichtigen Fahrzeugteile überlassen Sie im Zweifel dem Fachmann in der Werkstatt. Dieser kurze Ratgeber erläutert die Aufgabe, Funktion und mögliche Verschleißerscheinungen.

Die Funktion der Stoßdämpfer wird in vielen Ratgebern ausführlich erklärt: Sie fangen Stöße durch Unebenheiten und Schäden in der Fahrbahn ab, indem sie federn und damit das ständige Auf und Ab ausgleichen. Auch bei Kurvenfahrten spielen die Dämpfer eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass der Reifen zu jeder Zeit engen Kontakt mit der Straße und damit eine optimale Bodenhaftung hat. Außerdem halten sie das Fahrzeug im Gleichgewicht. Dazu sind sie an der Vorderachse und Hinterachse des PKW verbaut.

Die Stoßdämpfer müssen bei jeder Fahrt große Belastungen aushalten. Generell sind Stoßdämpfer Verschleißteile, aber die Abnutzung richtet nach der Straßenart und dem Fahrstil. Generell gilt: Je größer die Belastung für die Dämpfer ist, umso eher treten Verschleißerscheinungen auf. Verschlissene oder kaputte Stoßdämpfer können den Kontakt der Reifen zur Straße nicht mehr sauber aufrechterhalten.

Kaputte Stoßdämpfer beeinträchtigen viele Eigenschaften des Fahrzeugs. Das Auto verliert an Stabilität und Spurtreue, das Lenkrad flattert, ruckelt oder vibriert und die Lenkung reagiert schwammig. Bei Kurvenfahrten entsteht durch das gestörte Gleichgewicht ein „schwimmendes“ Verhalten. Weitere Auswirkungen des schlechten Fahrbahnkontakts sind ein längerer Bremsweg und vermehrtes Aquaplaning. Auch der TÜV prüft die sicherheitsrelevante Dämpferwirkung bei der Hauptuntersuchung. Mit kaputten Dämpfern besteht das Auto die HU nicht. Vorher müssen Sie neue Autoteile passend zum jeweiligen Fahrzeug einbauen lassen.

Besonders gefährlich ist dieses schwammige Verhalten des Autos in Extremsituationen. Bei einer Notbremsung oder einem ruckartigen Ausweichmanöver kann sich der PKW aufschaukeln und dadurch unkontrollierbar ausbrechen. Die Sicherheit während der Fahrt ist zusätzlich beeinträchtigt, da auch ABS und ESP nicht mehr zuverlässig arbeiten können. Durch den langsamen Verschleiß treten die Wirkungen langsam und schleichend auf, wodurch sie von vielen Fahrern nicht oder erst spät bemerkt werden. Unser Ratgeber empfiehlt daher klar: Achten Sie auf die Symptome Ihres Fahrzeugs! So können Sie die Dämpfer prüfen, bevor diese völlig versagen.

Autofahrer können verschlissene Stoßdämpfer frühzeitig erkennen, indem sie auf die Warnsignale achten. Offensichtliche Schäden an den Dämpfern sorgen dafür, dass diese undicht werden. In diesem Fall ist Flüssigkeit im Bereich der Stoßdämpfer sichtbar. Ungleichmäßig abgenutzte Reifen deuten ebenfalls auf einen Defekte der Stoßdämpfer hin. Diese beiden Punkte lassen sich innerhalb weniger Sekunden beim Reifenwechsel prüfen. Stark verschlissene Stoßdämpfer lassen sich durch manuelles Herunterdrücken und Loslassen der Karosserie aufdecken. Das Fahrzeug sollte sich innerhalb kurzer Zeit wieder im Gleichgewicht befinden. Ungewöhnlich langes Nachwippen deutet auf defekte Dämpfer hin. In diesem Fall ist der Besuch der Werkstatt angebracht, die dann neue Autoersatzteile einsetzt.

Stoßdämpfer sind Verschleißteile, haben aber eine recht unterschiedliche Laufleistung. Je nach Straßenzustand und Fahrweise halten sie durchschnittlich zwischen 20.000 und 150.000 Kilometern. Auf der Autobahn bei moderaten Geschwindigkeiten erreichen Sie eine hohe Laufleistung über 100.000 Kilometer. Auf Feldwegen und Pflasterstraßen hingegen sind sie manchmal schon nach 20.000 Kilometern verschlissen. Dennoch müssen Sie nicht gleich Panik bekommen: Das regelmäßige Prüfen im Zuge des normalen Service bei scheckheftgepflegten Wagen reicht in der Regel aus, um verschlissene Dämpfer rechtzeitig zu entdecken und neue Autoersatzteile einzubauen.

Bei Verdacht auf Verschleiß oder einen Schaden sollten Sie die Stoßdämpfer prüfen und bei Bedarf den Austausch vornehmen. Stoßdämpfer werden immer achsweise durch neue KFZ-Teile ersetzt, um gleichmäßige Wirkung zu gewährleisten. Den Austausch können Sie entweder in der Werkstatt erledigen lassen oder nach einem Ratgeber selbst vornehmen. Die Vorteile beim Tausch in der Werkstatt sind die schnelle Abhilfe und die Verwendung hochwertiger Autoteile. Nachteile sind höhere Preise für KFZ-Teile und Arbeitszeit. Das selber Wechseln ist günstiger, Voraussetzung hier ist allerdings Werkzeug, ein Arbeitsplatz und etwas Kenntnis von der Technik.

Der Artikel "Ratgeber – Warum Sie Stoßdämpfer regelmäßig prüfen lassen sollten" wurde am 16.05.2021 in der Kategorie Ratgeber von Ratgeber mit den Stichwörtern Ratgeber – Warum Sie Stoßdämpfer regelmäßig prüfen lassen sollten, Tipp & Infos, veröffentlicht.