Revolutionäre Ansätze für eine nachhaltige Ersatzteilplanung im Automobilsektor
Technologische Fortschritte in der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie befindet sich in einem ...
Insgesamt werden die Ermittlungen und Datenauswertungen rund 2 Monate in Anspruch nehmen. Klar ist aber bereits, dass Grosjean nur durch modernste Technik mit dem Leben und einer Verbrennung auf dem Handrücken aus der Flammenhölle entkommen konnte. Nur so oder mit Worten wie Zauberei oder Wunder lässt sich erklären, wie sich Grosjean in 28 Sekunden aus einem flammenden Inferno und einem nahezu vollkommen zerstörten und verbogenen F1-Rennwagen befreien konnte - und dabei nur leichte Verletzungen erlitt.
Von Todesfällen in Serie zu strikten Sicherheitsmaßnahmen
Die für die Sicherheitsstandards verantwortliche FIA war nicht immer so intensiv um die Gesundheit der Piloten sowie Zuschauer besorgt. In den 1960er und frühen 1970er Jahren zeigte die FIA in einer Zeit, in der es häufig zu Todesfällen kam und die Sicherheitsgurte relativ neu waren, wenig oder gar kein Interesse an Sicherheit. Barrieren waren oft nur Heuballen. Medizinische Hilfe bestand in der Regel aus schlecht ausgestatteten Krankenwagen und es gab Rennen, bei denen nicht ein Arzt an der Strecke zugegen war.
Dagegen begann sich die Fahrer zu wehren, angeführt vom dreifachen F1-Meister Jackie Stewart. Neue Technologien wie das Kohlefaser-Monocoque und die Brennstoffzellen veränderten die strukturelle Konstruktion von F1-Fahrzeugen, und die Risiken von Feuern oder der Totalzerstörung des Cockpits nahmen ab.
Der frühere F1-Chef Bernie Ecclestone rekrutierte 1978 Prof. Sid Watkins, um die medizinische Reaktion zu überwachen. In der Folge gab es eine Epoche ohne Tragödien, denn zwischen 1982 und 1994 starb kein F1-Fahrer in einem Grand-Prix-Auto.
Der Tod von Ratzenberger und Senna führte zu drastischen Sicherheitsmaßnahmen
Dann kam das Trauerjahr 1994 und mit ihm der Tod von Roland Ratzenberger sowie Ayrton Senna an einem einzigen Wochenende im italienischen Imola. Der damalige FIA-Präsident Max Mosley bat Watkins eine Forschungsgruppe einzurichten, um eine umfassende Überprüfung der gesamten F1-Sicherheit durchzuführen. Die Gruppe verfolgte einen evidenzbasierten Ansatz zur Lösung von Problemen. Diese folgten unaufhörlich, denn jede Saison kamen neue Vorschriften hinzu oder alte Vorgaben wurden geändert.
Auch unbeliebte Sicherheitsmaßnahmen werden durchgesetzt
Darunter fällt beispielsweise die Aufhängung der Räder, die durch ein zusätzliches Stahlseil vor unkontrollierten Ausflügen gehindert werden sollen. Zuletzt hatte sich 2001 in Melbourne ein Rad von Ralf Schumachers Rennwagen nach einem Unfall selbstständig gemacht und einen Streckenposten getötet. Nicht immer werden Neuerungen im Bereich Sicherheit mit Freude angenommen. 2003 wurde HANS eingeführt, der Head and Neck Support, denn die Fahrer anfangs nicht wirklich liebten. Und der sogenannte Heiligenschein über dem Cockpit musst mit aller Kraft vom FIA-Präsidenten Jean Todt durchgesetzt werden.
Sicherheitsentwicklungen finden Weg in Serienfahrzeuge
Eine gute Entwicklung ist es, dass zahlreiche Sicherheitssysteme nach eingehender Bewährungsphase im Rennsport, in modernen Autos verbaut werden. Das beginnt mit Carbon-Bremsen für rasante Modelle und Fahrassistenten, die ihren Ursprung in der Telemetrie von Rennwagen haben. Vor allem im Reifensektor haben Neuentwicklungen einen relativ kurzen Weg in den Herstellungsprozess von Serienfahrzeugen. Neue Gummimischungen, die Traktion verbessernde Materialien und die automatische Messung des Reifendrucks gehören dazu. Damit ein Auto bei einem plötzlich auftretenden Platten nicht zum Schleuderkarussell wird, haben sich Runflat-Reifen bewährt. Diese Pneu sparen das Reserverad ein, denn sie können selbst bei totalem Druckverlust noch rund 250 Kilometer weit fahren, allerdings mit verminderter Geschwindigkeit. Allerdings müssen Autofahrer diese besonderen Pneu in der Regel selbst nachrüsten, beispielsweise durch den günstigen Kauf der Runflat-Reifen bei Reifenleader.de.
Der Artikel "Wie im Rennsport Wunder möglich gemacht werden " wurde am 07.12.2020 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Wie im Rennsport Wunder möglich gemacht werden , Tipp & Infos, veröffentlicht.
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