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Stromer aus Schweden Volvo EX40 im Test

25. März 2024, 19:53 Uhr
Mike Neumann 14
14Stromer aus Schweden Volvo EX40 im Test
mid Groß-Gerau - Der Volvo EX40 wirkt optisch etwas offroadiger als der zivilere EC40. Mike Neumann / mid
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Volvos EX40 war vorher unter dem Namen CX40 Recharge bekannt, da die Schweden nun aber für alle vollelektrischen Modelle ein 'E' voranstellen wurden der C40 Recharge und der CX40 Recharge passend zu EC40 und EX40 umbenannt. Wir haben den CX40 Recharge, also den jetzigen EX40 zwei Wochen lang in der Praxis erprobt.


Volvos EX40 war vorher unter dem Namen CX40 Recharge bekannt, da die Schweden nun aber für alle vollelektrischen Modelle ein "E" voranstellen wurden der C40 Recharge und der CX40 Recharge passend zu EC40 und EX40 umbenannt. Wir haben den CX40 Recharge, also den jetzigen EX40 zwei Wochen lang in der Praxis erprobt.

Der XC40 Recharge war Volvos Erstling, wenn es um reinelektrische Fahrzeuge geht. Mit dem Modelljahr 2024 geht der Name, das neue Modell wurde technisch überarbeitet und nennt sich fortan schlicht: EX40.

Was ist noch neu? Der EX40 kommt Standardmäßig nun mit Heck- statt Frontantrieb daher, in der großen Variante ist natürlich weiterhin eine Allradversion verfügbar. Wir sind den Hecktriebler mit der größeren Batterie (82 kWh) bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt gefahren. Volvo gibt als WLTP-Reichweite bis zu 575 km an, im Winter schaffen wir mit den üblichen Verbrauchern (Klimaanlage, Sitz/Lenkradheizung) mit mehreren Autobahnabschnitten und ohne bewusst auf das Fahrprofil zu achten realistische 400 Kilometer, das kann sich immer noch sehen lassen. 500 Kilometer Reichweite sind im Sommer realistisch, ohne sich bei der Fahrweise einzuschränken.

Eine Wärmepumpe hilft den Verbrauch zu reduzieren. Cool: den EX40 kann man im sogenannten One-Pedal-Mode fahren, er bremst beim Rekuperieren also bis auf den Stand ab, im Stadtverkehr reicht in der Regel ein Pedal zum Fahren. Die Ladezeiten halten sich im gewohnten Rahmen, bis zu 205 kW sind an der DC Schnellladesäule drin, hier ist man in rund 26 Minuten wieder auf 80 Prozent Batteriestand, an der Wallbox dürfen es maximal 11 kW Ladeleistung mit Mode-3 Kabel sein.

Der Vollständigkeithalber: der Permanentmagnet-Synchronmotor am Heck leistet 185 kW/252 PS, dank der 420 Nm Drehmoment, die sofort anliegen, fühlt sich der Schwede sogar ein wenig flotter an. Auf der Autobahn fährt man bis zu 180 km/h Höchstgeschwindigkeit, hier sind alle Volvos Firmenpolitikmäßig aus Gründen der Sicherheit abgeregelt. Da Volvo damals schon Vorreiter mit der Erfindung des Sicherheitsgurtes war und überhöhte Geschwindigkeit immer noch eine der häufigsten Unfallursachen darstellt, hat man sich auf diese maximale Geschwindigkeit geeinigt.

Durch die im Unterboden verbaute Batterie und der nahezu 50:50 Gewichtsverteilung liegt das knapp 2,1 Tonnen schwere SUV stabil auf der Straße, die Lenkung ist je nach Fahrmodi mal etwas weicher, oder härter abgestimmt. Die Bremse im EX40 packt ordentlich zu und fühlt sich weniger künstlich an, als in manch anderem Elektrokonkurrent.

Volvo steuert ebenso seinen Teil zur Nachhaltigkeit bei, das merkt man schnell beim Innenraum, der komplett auf Lederelemente verzichtet. Sitzpolster, Türverkleidungen, Lenkrad, Schalthebel und sogar die Fußmatten sind aus synthetischen Materialien hergestellt. Der Testwagen hat zusätzlich das "Tailored Wool Hellgrau" Paket verbaut. Die Sitze sind mit Wolle bezogen, der Dachhimmel ist in Anthrazit gehalten, der Schalthebel ist nun aus Kristallglas und das Lenkrad wirkt ein wenig sportlicher.

Volvo nennt es elegantes, skandinavisches Ambiente. Dazu trägt ebenfalls das große Panorama-Glasdach bei, das auch bei schlechtem Wetter mit viel Licht das Gemüt erhellt. Am Innenraum haben wir nichts auszusetzen, alles ist Volvos Premiumanspruch entsprechend verarbeitet und die Insassen haben eine Menge Platz. Kofferraumseitig gibt es nichts zu beanstanden, 452 bis 1.328 Liter lassen sich verstauen. Unter dem Kofferraumboden befindet sich ein weiteres Fach mit nochmals 75 Litern Stauraum, für das Ladekabel gibt es einen 31 Liter fassenden Frunk unter der Motorhaube (auch wenn hier natürlich kein Motor steckt).

Beim 9 Zoll großen Infotainmentsystem setzt man auf das mächtige und wirklich flotte Android Automotive Betriebssystem inklusive Google Maps Navigation (mit Ladesäulenplanung und Verfügbarkeitscheck), Google Assistant Sprachsteuerung und weiteren Applikationen wie zum Beispiel den Musikstreaming-Dienst Spotify. Bedienung und Integration von Smartphones gestalten sich einfach, eine Induktive Ladeschale kann das Smartphone kabellos laden.

Das Fahrerdisplay ist 12,3 Zoll groß und volldigital ausgelegt. Haptische Tasten sind zum Beispiel für die Lautstärkeregelung vorhanden, die Sprachsteuerung funktioniert Google-typisch sehr gut nur die Klimasteuerung versteckt sich an der unteren Leiste im Touchmenü, hier wünschten wir uns lieber haptische Bedienelemente. Wieder Punkten kann der EX40 mit der tollen 360 Grad Parkkamera und dem Premium Soundsystem.

Preislich startet der EX40 Single Motor mit der großen Batterie bei 60.290 Euro, der Testwagen mit einigen Extras liegt bei 65.270 Euro.

Mike Neumann / mid

Technische Daten Volvo EX40 Single Motor Extended Range Ultra:

- Länge / Breite / Höhe: 4.440 / 1.873 / 1.651 Meter
- Motor: Permanentmagnet-Synchronmotor Heck
- Batteriekapazität: 82 kWh
- Leistung: 185 kW/252 PS
- max. Ladeleistung: 210 kW
- max. Drehmoment: 420 Nm
- Getriebe: Automatik
- Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 7,3 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
- Kraftstoffverbrauch WLTP kombiniert laut Hersteller: 16,6 kWh/100 km
- C02-Emissionen: 0 g/km
- Preis: ab 60.290 Euro, Testwagenpreis 65.270 Euro

Der Artikel "Stromer aus Schweden Volvo EX40 im Test" wurde am 25.03.2024 in der Kategorie Fahrbericht von Mike Neumann mit den Stichwörtern Importeur, SUV, Elektroauto, Fahrbericht, Praxistest, Umwelt, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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