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Sportlicher Honda ZR-V im Praxistest

21. März 2024, 10:27 Uhr
Mike Neumann 16
16Sportlicher Honda ZR-V im Praxistest
mid Erlensee - Der Honda ZR-V ist Hondas mittelgroßes SUV im C-Segment zwischen HR-V und CR-V. Mike Neumann / mid
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Der Honda ZR-V positioniert sich als C-Segment SUV zwischen dem Honda HR-V und dem CR-V. Optisch gibt er sich sportlicher als seine beiden Konzernbrüder, für uns könnte er auch ein Civic als SUV-Variante sein. Wir starten unsere Testfahrt in der Honda Academy im hessischen Erlensee und sind gespannt, wie sich der Japaner im Alltag schlägt.


Der Honda ZR-V positioniert sich als C-Segment SUV zwischen dem Honda HR-V und dem CR-V. Optisch gibt er sich sportlicher, als seine beiden Konzernbrüder, für uns könnte er auch ein Civic als SUV-Variante sein. Wir starten unsere Testfahrt in der Honda Academy im hessischen Erlensee und sind gespannt, wie sich der Japaner im Alltag schlägt.

Unter der Haube des ZR-V kommt Hondas e:HEV Vollhybridtechnologie zum Einsatz. Ein 2,0 Liter Atkinson Vierzylinder-Direkteinspritzer Benzinmotor mit einem hohen Wirkungsgrad von 41 Prozent und zwei Elektromotoren stemmen eine Systemleistung von 135 kW/184 PS und 315 Nm Drehmoment. Auch hier wieder eine Gemeinsamkeit zum Honda Civic e:HEV. Das Vollhybridsystem wechselt während der Fahrt automatisch und nahtlos zwischen den Modi Elektro-, Hybrid- und Motorantrieb.

Ein ruckeln oder ähnliches bei Modiwechsel stellen wir während der Testfahrt nicht fest. Im Stadtverkehr fahren wir überwiegend emissionsfrei im reinen Elektrobetrieb. Im mittleren Geschwindigkeitsbereich schaltet sich der Benziner dazu und wir fahren Hybrid, dabei kommt die Kraft weiterhin aus dem Elektromotor, der Benziner dient hier als Generator um Strom für die Batterie zu erzeugen.

Bei längeren Autobahnabschnitten sind wir rein im Verbrennermodus unterwegs, eine Kupplung kann den Benziner direkt mit den Rädern verbinden, das macht im Bereich ab 110 km/h Sinn, da der Benziner hier sehr effizient arbeiten kann. Bei Bedarf schaltet sich aber auch hier der Elektromotor zu. Wird die maximale Leistung abgerufen ist man vom Fahrer unbemerkt wieder im Hybridmodus unterwegs. In allen Fahrmodi rekuperiert das System beim Bremsen und Verzögern automatisch und füllt so ebenfalls die Batterie.

Honda hat beim e-CVT Getriebe ein wenig getrickst und hat eine simulierte "natürliche Schaltung" programmiert, die sich "Linear Shift Control" nennt. Das System stimmt die Motordrehzahl mit dem Fahrzustand ab und lässt die Beschleunigung nicht wie bei Elektrofahrzeugen sehr künstlich, sondern echter und emotionaler wirken. Sogar Schaltvorgänge werden simuliert, obwohl kein Getriebe vorhanden ist.

Auch dynamische Kurvenfahrten werden erkannt und lassen den Verbrenner länger laufen, somit fühlt sich das Fahren gleichmäßiger an und lässt im Alltag dank der strafferen Federung und der direkten Lenkung sehr viel Fahrspaß aufkommen. Beim Thema Verbrauch gibt Honda einen WLTP-Wert von 5,8 l/100 km an, nach unserer nicht auf Effizienz ausgelegten Testfahrt liegen wir bei 6,2 l/100 km, also nur knapp darüber.

Im Innenraum wirkt der ZR-V übersichtlich und aufgeräumt. Sinnvolle, haptische Tasten an den Orten, an denen man sie erwartet (Klimasteuerung, Sound) und sogar die Gangwahl ist über einzelne Knöpfe zu bedienen. Ein übersichtliches, wenn auch von der grafischen Gestaltung recht einfach gehaltenes Infotainmentsystem mit 9 Zoll Bildschirm (Menüpunkte sind als Kacheln dargestellt, kennt man vom Smartphone) und ein Halbdigitales Cockpit mit 7 Zoll Bildschirm plus analoger Geschwindigkeitsanzeige fallen direkt ins Auge.

Apropos Smartphone, die Einbindung ist auf dem aktuellen Stand der Technik: Android Auto und Apple CarPlay funktionieren Kabellos, eine Induktive Ladeschale für das Smartphone ist neben USB-A und USB-C Anschluss vorhanden und unsere Navigationsanweisungen aus dem Smartphone werden uns sogar im Fahrerdisplay angezeigt! Ein Head-up-Display hat unser Testwagen nicht verbaut, dieses gibt es aber in der "Advance" Ausführung des ZR-V, hier bekommt man dann auch ein 10 Zoll großes volldigitales Cockpit spendiert.

Die Stoffsitze, eingefasst in Kunstleder, sind bequem und bieten in der vorderen Sitzreihe guten Seitenhalt, der Fahrersitz ist zudem elektrisch verstellbar. Pluspunkte sammeln außerdem die wertigen Rekuperationswippen am Lenkrad sowie das verbaute Soundsystem, einen Dämpfer erhält man bei der verbauten Rückfahrkamera, welche nicht auf dem aktuellen Stand der Technik ist.

Der Kofferraum fasst 370 Liter, klappt man die Rückbank um ergibt sich eine fast flache Fläche und es können bis zu 1.291 Liter und 445 kg verladen werden. Anhänger dürfen gebremst 750 kg schwer sein.

Der ZR-V startet in der Sportvariante ab 43.900 Euro, für 46.600 Euro gibt es den ZR-V Advance mit größerem digitalen Cockpit, Panorama-Schiebedach, Head-up-Display und 12-Lautsprecher Bose-Anlage.

Mike Neumann / mid

Technische Daten Honda Z-RV:

- Länge / Breite / Höhe: 4.568 / 2.093 (inkl. Spiegel) / 1.613 Meter
- Motor: 2,0 Liter V4 Benziner + Elektromotor
- Hubraum: 1.993 ccm
- Systemleistung: 135 kW/184 PS
- max. Drehmoment: 315 Nm
- Getriebe: Automatik
- Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 7,9 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: 173 km/h
- Kraftstoffverbrauch WLTP kombiniert laut Hersteller: 5,8 Liter/100 km
- C02-Emissionen: 131 g CO2/km (kombiniert)
- Basispreis: ab 43.900 Euro

Der Artikel "Sportlicher Honda ZR-V im Praxistest" wurde am 21.03.2024 in der Kategorie Fahrbericht von Mike Neumann mit den Stichwörtern Importeur, C-Segment, SUV, Plug-in-Hybrid, Neuvorstellung, Präsentation, Fahrbericht, Praxistest, Vollhybrid, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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