Präsentation

Erste Fahrt im Audi SQ8 e-tron

19. Dezember 2022, 16:27 Uhr
Mike Neumann 15
15Erste Fahrt im Audi SQ8 e-tron
mid Lanzarote - Dank Black-Package-Plus steht der SQ8 e-tron bullig da. Mike Neumann / mid
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Nach der statischen Präsentation im September ist es nun soweit, wir können Audis neues Elektro-SUV Flaggschiff, den SQ8 e-tron, endlich im Straßenverkehr bewegen. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat die Reise nach Lanzarote auf sich genommen und konnte die ersten Eindrücke sammeln.


Nach der statischen Präsentation im September ist es nun soweit, wir können Audis neues Elektro-SUV Flaggschiff, den SQ8 e-tron, endlich im Straßenverkehr bewegen. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat die Reise nach Lanzarote auf sich genommen und konnte die ersten Eindrücke sammeln.

Aus dem seit 2018 gebauten e-tron wird mit der Produktaufwertung der Q8 e-tron, wer das aktuell stärkste Elektro-SUV von Audi fahren möchte muss noch einen Buchstaben dranhängen und greift zum SQ8 e-tron. Auf technischer Seite hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges getan, im Topmodell sind ganze drei Asynchrone Elektromotoren verbaut, die zusammen auf eine Systemleistung von 370 kW/503 PS kommen und die Insassen mit 973 Nm Drehmoment in die Sitze drücken.

Bei so viel Leistung fällt es erstmal nicht auf, dass der SQ8 e-tron ein Leergewicht von 2.695 kg auf die Waage bringt. Warum er so schwer ist? Audi hat eine riesige 114 kWh (106 kWh Netto) Batterie verbaut und verspricht eine Reichweite von 494 km im SQ8 e-tron SUV (der Sportback kommt mit 513 km etwas weiter). Wer auf etwas Leistung verzichten kann und eine Motorisierung kleiner wählt, kommt sogar auf bis zu 600 km Reichweite nach WLTP Messung.

Geladen werden kann an der heimischen Wallbox mit 22 kW, am DC-Schnelllader sind es maximal 170 kW (+20 kW im Vergleich zum Vorgänger), ein 800 V Netz wie im RS e-tron GT wird leider nicht angeboten. Die Ladezeit ist mit 31 Minuten am Schnelllader und sechs Stunden an der 22 kW Wallbox trotzdem im normalen Rahmen. Ein kleines nettes Detail am Rande: die Ladeklappe öffnet (und schließt) nach Knopfdruck automatisch und ist beleuchtet.

Wir starten die Fahrt auf traumhaft guten Straßen in Lanzarote im Komfort-Modus. Der SQ8 e-tron kommt serienmäßig mit Luftfederfahrwerk mit geregelten Dämpfern und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten von Komfort bis sportlichem Fahren. Was direkt auffällt ist, wie leicht die Lenkung agiert. Hier hat Audi eine neue Progressivlenkung mit veränderter Übersetzung verbaut, das soll in direkterem Ansprechen und höherer Agilität resultieren - funktioniert schonmal super in der Praxis.

Die Gewichtsverteilung ist nahezu 50/50 zwischen Vorder- und Hinterachse und dank im Unterboden verbauter Batterie haben wir einen niedrigen Schwerpunkt, das reduziert Rollbewegungen beim Fahren. Dass er auf guten Straßen gut fährt wissen wir jetzt, auf dem Weg zum Foto-Spot sah die Fahrbahnsituation dann schon wieder ganz anders aus. Hier wurde gefühlt der Teer einfach in Fahrrichtung geklatscht und dann am Ende nicht gerade gezogen, entsprechend sah der mit Schlaglöchern übersäte "Weg" aus.

Wir waren froh in einem SUV und nicht in einem Sportwagen zu sitzen, schockt den SQ8 e-tron weniger als den Fahrer, dank Allrad und guter Federung stellte auch diese Situation kein Problem dar. Am Anfang etwas ungewohnt waren die neuen Kameraspiegelsysteme, man sieht das Spiegelbild in kleinen OLED-Bildschirmen, die in die Türen integriert sind. Nach einer gewissen Eingewöhnung kommt man auch damit zurecht. Wer kein Fan dieser optionalen Technik ist, bekommt natürlich auch normale Spiegel.

Trotz etwas zügigerer Fahrweise standen nach der dreistündigen Teststrecke 27 kWh/100 km auf der Verbrauchsseite, das entspricht etwa dem gemessenen WLTP-Verbrauch von 28-24,6 kWh/100 km und kann sich in der Schwergewichtsklasse sehen lassen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte: im Boostmodus ist man in 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt (bei immer noch knappen 2,7 Tonnen Leergewicht - Wahnsinn) und die maximale Geschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Einen Fake-Motorsound gibt es ebenfalls nicht, hier ist noch Elektro-Ruhe angesagt.

Was bei Audi Spaß macht: einfach einsteigen und losfahren. Die Bedienung und das Infotainmentsystem funktionieren zügig, die Menüs sind durchdacht und man benötigt keine IT-Schulung um das Fahrzeug zu bedienen. Die Touchdisplays können mit einem "Klick"-Ton konfiguriert werden, fühlt sich dann fast so an, als würde man eine Taste drücken, dies erleichtert die Bedienung in der Praxis enorm.

Bei der Fahrzeugklasse muss man eigentlich nicht erwähnen, dass das Head-up-Display, die Scheinwerfer, die Parkassistenten mit diversen Kameras, der Komfort/Platz und die Verarbeitung im Innenraum keinen Grund zur Klage übrig lassen. Klagen kann man höchstens beim Preis, wer den schnellsten Q8 e-tron, den SQ8 kaufen möchte, muss mit einem Grundpreis ab 95.800 Euro rechnen, je nach Zusatzoptionen kann es also schnell SUV-Luxusklasse typisch in sechsstellige Sphären wandern.

Mike Neumann / mid

Technische Daten Audi SQ8 e-tron:

- Länge / Breite / Höhe: 4.920 / 1.940 / 1.630 Meter
- Motor: drei asynchrone Elektromotoren
- Leistung (Systemleistung): 370 kW/504 PS
- max. Drehmoment (Systemleistung): 973 Nm
- Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 4,5 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
- Kraftstoffverbrauch WLTP kombiniert laut Hersteller: 28-24,6 kWh/100 km
- C02-Emissionen: 0 g/km
- Preis: ab 95.800 Euro

Der Artikel "Erste Fahrt im Audi SQ8 e-tron" wurde am 19.12.2022 in der Kategorie Fahrbericht von Mike Neumann mit den Stichwörtern Präsentation, Praxistest, Neuheit, Luxus, Elektroauto, SUV, Premiumfahrzeug, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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