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Wechselwelle bei Kfz-Versicherungen steigt

23. November 2022, 12:58 Uhr
Solveig Grewe 2
2Wechselwelle bei Kfz-Versicherungen steigt
mid Groß-Gerau - Zwei von drei Kündigungen von Autoversicherungen werden im November ausgesprochen. Unsplash
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Die aktuellen Kündigungszahlen von Kfz-Versicherungen liegen neun Prozent über dem Vorjahreswert. Während der jährlichen Wechselwelle im November steigt das Kündigungsaufkommen rasant auf das Achtfache des Jahresdurchschnitts. Das meldet der Kündigungsdienst Aboalarm.


Die aktuellen Kündigungszahlen von Kfz-Versicherungen liegen neun Prozent über dem Vorjahreswert. Während der jährlichen Wechselwelle im November steigt das Kündigungsaufkommen rasant auf das Achtfache des Jahresdurchschnitts. Das meldet der Kündigungsdienst Aboalarm. Grund dafür ist, dass Autofahrer noch bis zum 30. November kündigen können.

So legt im November das Kündigungsvolumen um fast 700 Prozent zu, wie eine Auswertung von über 230.000 Kündigungen durch Aboalarm zeigt. Die Kündigungszahlen im laufenden Monat liegen um neun Prozent höher als im November 2021 (jeweils vom ersten bis zum 14. November).

Das hat seinen Grund: "Im Wettbewerb um neue Kunden senken Autoversicherer die Preise von August bis in den November hinein um rund vier Prozent," erklärt Felix Riesenberg, Pressesprecher von Aboalarm. Im Dezember stiegen die Preise dann erfahrungsgemäß wieder an, am höchsten seien sie in den Sommermonaten.

Mehr als die Hälfte der Autofahrer kündigt seine Kfz-Versicherung, weil sie zu teuer ist (59 Prozent), wie eine Aboalarm-Umfrage unter über 12.000 Kündigenden zeigt. Mit der Preiserhöhung ist ein weiterer Kostenfaktor der zweithäufigste Kündigungsgrund (26 Prozent). Unzufriedenheit mit dem Kundenservice oder dem Service allgemein ist beim Kündigen weniger wichtig (acht Prozent), ebenso wie ein Autokauf oder -verkauf (sechs Prozent).

Für die Mehrheit der Kunden lohnt sich der Wechsel der Kfz-Versicherung. Laut Aboalarm-Umfrage verringerte sich für 52 Prozent der Wechsler die Prämienhöhe, für 45 Prozent blieb der Preis ungefähr gleich, nur drei Prozent zahlten nach dem Versicherungswechsel mehr.

"Durch einen Wechsel können schnell ein paar hundert Euro pro Jahr eingespart werden", weiß Felix Riesenberg. Am meisten profitieren können treue Bestandskunden, die noch nie ihren Anbieter gewechselt haben - vor allem, weil auf viele eine Preiserhöhung zukommt.

"Auch wer seinen Versicherer eigentlich gar nicht wechseln möchte, kann mit einer strategischen Kündigung das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessern", erklärt Felix Riesenberg. Hintergrund ist laut Aboalarm, dass Anbieter neuen Kunden oft attraktive Angebote machen, die sie ihren Bestandskunden vorenthalten. "Nach der Kündigung melden sich viele Versicherer mit einem Rückgewinnungsangebot. Ansonsten kann man anrufen und einfach nach besseren Konditionen fragen", rät Felix Riesenberg.

Kunden, die ihren Versicherungsbeitrag weiter senken wollen, können beim Tarifwechsel verschiedene Sparmöglichkeiten nutzen: Ist das Auto älter, lohnt meist ein Wechsel von Voll- auf Teilkasko. Auch eine Selbstbeteiligung, eine jährliche Beitragszahlung oder ein kleiner Fahrerkreis können Einsparungen bringen.

Außerdem lässt sich durch einen Neuabschluss der Versicherungsschutz gezielt ergänzen: Der Versicherer sollte auf den Einwand grober Fahrlässigkeit verzichten. Leistungsstarke Policen decken Unfälle mit allen Tieren ab, ebenso Folgeschäden von Marderbissen.

Der Artikel "Wechselwelle bei Kfz-Versicherungen steigt" wurde am 23.11.2022 in der Kategorie News von Solveig Grewe mit den Stichwörtern Kfz-Versicherung, Kraftfahrzeug, Umfrage, Verbraucher, Kosten, News, veröffentlicht.

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