Sicherheit

Assistent gleicht Fahrerschwäche aus

22. September 2022, 12:20 Uhr
Lars Wallerang
Assistent gleicht Fahrerschwäche aus
mid Groß-Gerau - Unter Beobachtung: Das Volvo-System registriert, wie lange der Fahrer auf die Straße schaut - und ob und wann der Blick abschweift. Volvo
Ein neues Sicherheitssystem im Volvo EX90 springt ein, wenn der Fahrer nicht in Bestform ist.


Ein neues Sicherheitssystem im Volvo EX90 springt ein, wenn der Fahrer nicht in Bestform ist. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr reagiert Volvo Cars damit auf eine der häufigsten Unfallursachen: menschliches Fehlverhalten. Im neuen EX90, der im November 2022 vorgestellt wird, debütiert ein Fahrer-Monitoring System. Es registriert, wie es dem Autofahrer geht - und greift notfalls ein, um Unfälle zu vermeiden und gegebenenfalls Hilfe zu holen.

Selbst die besten Fahrer machen Fehler: Menschen sind abgelenkt, gestresst, müde oder in einem anderen Zustand, der das Fahren negativ beeinflusst oder beeinträchtigt. Nachdem sich der schwedische Premium-Automobilhersteller bislang verstärkt auf die Fahrzeugumgebung konzentriert hat, um die Menschen an Bord zu schützen, widmet sich das Unternehmen nun dem Fahrer selbst.

"Wir beobachten, wohin der Fahrer schaut und wie oft und wie lange seine Augen geschlossen sind", erklärt Emma Tivesten, Senior Technical Expert im Volvo Cars Safety Center. Dadurch könne man viel über seinen aktuellen Gemüts- und Gesundheitszustand erfahren. "Auf Grundlage unserer Forschungsergebnisse erkennt das Sensorsystem, ob die Leistungsfähigkeit des Fahrers durch Schläfrigkeit, Ablenkung oder andere Formen von Unaufmerksamkeit beeinträchtigt ist, und bietet situationsgerecht zusätzliche Hilfe an."

Als Ergänzung zu den Sensorsystemen aus Kamera, Radar, Ultraschall und LiDAR außen verfügt der Volvo EX90 auch über Echtzeit-Innenraumsensoren. Das Fahrer-Monitoring System nutzt zwei Kameras, um den Fahrer zu beobachten. Dabei registriert es, wie lange der Fahrer auf die Straße schaut - und ob und wann der Blick abschweift.

Schaut der Fahrer zu wenig auf die Straße, kann dies ein Anzeichen für Ablenkung sein - beispielsweise durch sein Handy. Aber auch ein zu intensives Starren auf die Fahrbahn kann ein Alarmzeichen sein: dafür, dass der Fahrer mit seinen Gedanken woanders ist - also kognitive Ablenkung.

Volvo nutzt für das patentierte System Algorithmen zur Echtzeit-Erkennung von Blickmustern und Lenkverhalten. Dadurch kann das Fahrzeug bei Bedarf geeignete Unterstützungsmaßnahmen ergreifen. Es beginnt mit einem einfachen akustischen Warnsignal, dessen Lautstärke mit dem Gefahrenpotenzial der Situation zunimmt. Reagiert der Fahrer nicht auf die immer deutlicher werdenden Warnungen, kann das Auto sogar selbstständig am Straßenrand anhalten und andere Verkehrsteilnehmer durch Einschalten des Warnblinklichts warnen.

Der Artikel "Assistent gleicht Fahrerschwäche aus" wurde am 22.09.2022 in der Kategorie News von Lars Wallerang mit den Stichwörtern Sicherheit, Assistenzsystem, Autofahren, Neuheit, Auto, Importeur, News, veröffentlicht.

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