Reportage

Mit dem Maserati MC20 auf der Teststrecke

4. Juli 2022, 14:20 Uhr
Lars Wallerang 3
3Mit dem Maserati MC20 auf der Teststrecke
mid Modena - Geht elegant und sportlich in die Kurve: der Maserati MC20. Maserati
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Die Schmetterlingstüren gehen hoch, der Fahrer sinkt umso tiefer: Der aufsehenerregende Einstieg in einen Supersportwagen wie den Maserati MC20 gehört zum Fahrerlebnis und lässt sogleich das Rennstrecken-Feeling entstehen. Der Motor-Informations-Dienst (mid) dreht ein paar Runden auf der Teststrecke im norditalienischen Modena - Heimat der Maserati-Fabrik.


Die Schmetterlingstüren gehen hoch, der Fahrer sinkt umso tiefer: Der aufsehenerregende Einstieg in einen Supersportwagen wie den Maserati MC20 gehört zum Fahrerlebnis und lässt sogleich das Rennstrecken-Feeling entstehen. Der Motor-Informations-Dienst (mid) dreht ein paar Runden auf der Teststrecke im norditalienischen Modena - Heimat der Maserati-Fabrik.

463 kW/630 PS schlummern unter der Haube, genauso viel wie unter dem legendären Vorgänger MC12. Dass der Aggregat des MC20 nur noch halb so groß ist wie das des MC12 ist ein kleines Downsizing-Wunder. Aus zwölf Zylindern wurden sechs und aus sechst Litern Hubraum schlanke drei. Über Kraft satt verfügt der Dreizack-Zweitürer trotzdem.

Es mag noch stärkere Hypercars geben als den schneidigen Norditaliener, doch der Beschleunigungswert von drei Sekunden von 0 auf 100 lässt bei den Fahrleistungswünschen nicht mehr so viel Luft nach oben. Der Fahrspaß ist riesig: Die Maserati-Ingenieure verzichteten bei vielen Antriebs- und Fahrwerkskomponenten wie dem Differenzial auf ein Übermaß an Elektronik. Allerhand funktioniert hier noch mechanisch, wodurch das Beschleunigungsverhalten sehr natürlich rüberkommt.

Bei den Proberunden verhält sich der MC20 angenehm agil beim Beschleunigen, Verzögern und beim Kratzen der teilweise ziemlich engen beziehungsweise bei hohem Tempo eng erscheinenden Kurven.

Der MC20 ist mit unter 1.500 kg ein Leichtgewicht unter den Sportwagen. Abstriche beim Komfort müssen die Insassen aber nicht machen. Der Clou: Die gesamte Karosserie besteht aus Kohlefaser und Verbundwerkstoffen, was sich in einem geringeren Gewicht, schnelleren Bearbeitungszeiten und einer größeren stilistischen Freiheit bei der Gestaltung der Formen niederschlägt. Kohlefaser ermöglicht Formen, die mit gepresstem Metall nicht möglich sind. Die Schmetterlingstüren sind dafür ein anschauliches Beispiel.

Zum dynamischen Fahrverhalten tragen auch die Reifen bei: Bridgestone hat mit seinen maßgeschneiderten Potenza Sport-Reifen einen beträchtlichen Beitrag zur Verbesserung der hohen Leistungsfähigkeit des MC20 geleistet. Die Potenza Sport-Reifen verfügen über ein asymmetrisches Profildesign für ein verbessertes Lenkansprechen und eine höhere Kurvenstabilität, eine neu entwickelte Laufflächenmischung, die den Grip erhöht, sowie eine innere Kronenstruktur, die den Auflagedruck in Kurven gleichmäßig verteilt. In Kombination ergeben diese Elemente einen Hochleistungsreifen, der eine optimale Mischung aus Kontrolle, Geschwindigkeit und Stabilität bietet und die Gesamtleistung des Sportlers verbessert.

Seit Sommer 2022 ist auch für Sonnenanbeter gesorgt: Denn den MC20 gibt es jetzt auch oben ohne. "Cielo" - "Himmel" nennt sich die Spyder-Version des Schmetterlings-Türers. Sie verbindet die Sportwageneigenschaften mit einem süßen Hauch von Dolce Vita.

Lars Wallerang / mid

Der Artikel "Mit dem Maserati MC20 auf der Teststrecke" wurde am 04.07.2022 in der Kategorie Fahrbericht von Lars Wallerang mit den Stichwörtern Reportage, Fahrbericht, Sportwagen, Rennstrecke, Praxistest, Luxus, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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