Ratgeber

Die Kündigung - lohnt es sich dagegen vorzugehen und was sind die richtigen Schritte?

1. Juni 2022
Redaktion
Vielleicht haben Sie es selbst schon einmal miterleben müssen, oder kennen zumindest eine Person, die überraschend gekündigt wurde. Mitunter arbeitet man schon jahrelang für ein Unternehmen und wird dann von heute auf morgen vor die Tür gesetzt. Mit Sicherheit ist dies eines der schlimmsten Erlebnisse, das ein Arbeitnehmer erleben kann. Doch was Vielen nicht bewusst ist: Ein Großteil der ausgesprochenen Kündigungen ist gar nicht rechtens. Einem Laien fällt dies nur leider zumeist nicht auf, weshalb sich eine Prüfung durch Experten lohnen kann. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über alle relevanten Dinge rund um das Thema Kündigung und abschließend noch eine Anleitung, damit Sie keinen wichtigen Schritt vergessen.

Welche Arten einer Kündigung gibt es?

Im Allgemeinen ist es noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Großteil aller Kündigungen selbstverschuldet und damit verhaltensbedingt sind. Denn beinahe drei Viertel aller ausgesprochenen Kündigungen haben einen betrieblichen Hintergrund und zählen damit zu der Gruppe der betriebsbedingten Kündigungen. Dies ist zumeist bei innovativen und wachsenden Start-ups eher seltener der Fall, als bei großen Unternehmen, die einen Umbruch einleiten müssen.

In jedem Fall aber darf eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber nicht einfach ohne Grund ausgesprochen werden. Sowohl bei einer fristlosen, aber auch bei einer ordentlichen Kündigung müssen die klar geregelten, gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Für einen Laien ist dies in aller Regel aber nicht so einfach zu überprüfen, weshalb Sie sich im Falle einer Kündigung unbedingt eine professionelle Beratung suchen sollten.

Warum ist eine Beratung durch Experten anzuraten?

Das deutsche Arbeitsrecht ist ungemein vielschichtig und hat zahlreiche Sonderfälle und Ausnahmen, die es für einen Laien praktisch unmöglich machen, zu erkennen, ob eine Kündigung rechtens ist, oder eben auch nicht.
Besonders wenn ein Vorgehen gegen die Kündigung angestrebt werden soll, muss die Beweisführung lückenlos und korrekt sein.

Ein Experte für Arbeitsrecht kann dies gewährleisten und Sie zudem auch bei eventuellen weiteren Schritten begleiten. Denn unter Umständen muss mithilfe einer Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung vorgegangen werden, oder es stehen noch Verhandlungen bezüglich einer Abfindung an.
In jedem Fall sind Sie mit einem Experten an der Seite besser gestellt und holen am Ende gemeinsam das beste für Sie heraus, sodass die Kündigung Sie mit ein wenig Glück vielleicht sogar finanziell besser stellt.

Was sind die richtigen Schritte nach dem Erhalt der Kündigung?

Sobald Sie die Kündigung erhalten haben, sollten Sie im besten Fall in einen "neutralen Modus" schalten und die Emotionen zunächst noch zurückhalten.
Bestätigen Sie dem Arbeitgeber lediglich kurz den Erhalt der Kündigung und gehen Sie dann am besten heim. Sollten Sie weitere Unterlagen, zum Beispiel einen Aufhebungsvertrag, erhalten haben, so unterschreiben Sie diese in keinem Fall.
Sobald Sie sich ein wenig gefangen haben, sollten Sie keine Zeit verlieren und sich Rat bei einem Experten für Arbeitsrecht suchen. Ebenfalls empfiehlt es sich, umgehend ein Arbeitszeugnis des bisherigen Arbeitgebers anzufordern.

In aller Regel benötigen Sie dieses für die Bewerbung auf eine neue Stelle. Auch beim Arbeitszeugnis sind seitens des Arbeitgebers diverse Vorschriften einzuhalten. Im Zweifel lassen Sie auch dieses von ihrem Rechtsbeistand prüfen. Ein fehlerhaftes oder ungünstig formuliertes Arbeitszeugnis kann den Verlauf einer Bewerbung erheblich beeinträchtigen oder sogar chancenlos werden lassen.

Der Artikel "Die Kündigung - lohnt es sich dagegen vorzugehen und was sind die richtigen Schritte?" wurde am 01.06.2022 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Die Kündigung - lohnt es sich dagegen vorzugehen und was sind die richtigen Schritte?, Tipp & Infos, veröffentlicht.