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Viele E-Bikes ohne Versicherungsschutz

31. Mai 2022, 16:53 Uhr
Jutta Bernhard
Ein beliebtes Fortbewegungsmittel ist derzeit das E-Bike. Leider verzichten viele Menschen auf den passenden Versicherungsschutz. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24.


Ein beliebtes Fortbewegungsmittel ist derzeit das E-Bike. Leider verzichten viele Menschen auf den passenden Versicherungsschutz. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24. 17 Prozent der Befragten besitzen mindestens ein E-Bike. Vor einem Jahr lag der Wert bei 15 Prozent, 2020 nur bei zehn Prozent.

Immerhin 39 Prozent der E-Bike-Besitzer geben an, ihr Rad im Rahmen einer Hausratversicherung gegen Diebstahl zu schützen, 32 Prozent tun das mit einer gesonderten Fahrradversicherung. Doch sind 26 Prozent völlig ohne Versicherungsschutz mit dem E-Bike unterwegs.

"Jedes vierte E-Bike in Deutschland ist nicht gegen Diebstahl versichert", sagt Braulio Dario Rissi, Geschäftsführer Sachversicherungen bei Check24. "Das ist überraschend, da ein E-Bike mittlerweile zu den teuersten Anschaffungen der Deutschen zählt."

Große Unterschiede gibt es beim Kaufpreis von E-Bikes je nach Großstadt. Das meiste Geld geben E-Bike-Fahrer in Münster aus. Bei Abschluss einer Fahrradversicherung über Check24 geben sie einen durchschnittlichen Kaufpreis von 2.702 Euro an. In Berlin haben die E-Bikes dagegen nur einen Wert von 1.738 Euro. Vergleichsweise hochpreisig sind die Elektroräder auch in München und Düsseldorf. Neben Berlin bleibt der Wert der E-Räder nur in Leipzig unter der 2.000 Euro Marke.

In Städten werden zwar mehr E-Bikes gekauft als in ländlichen Regionen, dafür die etwas günstigeren. 2019 lag der durchschnittliche Kaufpreis für E-Bikes bei 2.448 Euro, 2022 schon bei 2.857 Euro. Das ist ein Plus von 17 Prozent.

Gegen Diebstahl versichern Fahrradfahrer ihr Bike einfach und günstig entweder über die Hausratversicherung oder über eine gesonderte Fahrradversicherung. Die separate Fahrradversicherung ist in der Regel etwas teurer als der Schutz des Rades über die Hausratversicherung. Dafür zahlt sie nicht nur bei Diebstahl des Bikes, sondern auch, wenn einzelne, fest mit dem Rad verbundene Teile wie Sattel oder Akku gestohlen werden.

Die Fahrradversicherung kann darüber hinaus mit einem Reparaturpaket erweitert werden. Das kann sich insbesondere für E-Bike-Besitzer lohnen, da hier auch Elektronikschäden an Akku und Motor versichert sind. Einen entsprechenden Tarif gibt es für ein E-Bike (Neupreis: 2.857 Euro) bereits ab 4,62 Euro monatlich, so das Vergleichsportal.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von Check24, an der 2.041 Personen zwischen dem 9.3.2022 und 11.3.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Der Artikel "Viele E-Bikes ohne Versicherungsschutz" wurde am 31.05.2022 in der Kategorie News von Jutta Bernhard mit den Stichwörtern E-Bike, Versicherung, Umfrage, News, veröffentlicht.