E-Bikes

Ratgeber: Fahrradfahren mit dem Hund - Gassi gehen oder fahren

8. Februar 2022, 14:58 Uhr
Elfriede Munsch/SP-X

Manche Hunde benötigen viel Auslauf. Angemessen austoben können sich die Vierbeiner unter anderem, wenn sie neben ihrem fahrradfahrenden Besitzer herlaufen. Ein wenig Vorbereitung ist aber hilfreich. 

Angesichts des winterlichen Schauerwetters steht vielen Hundebesitzern noch nicht der Sinn nach langen Fahrradtouren mit dem Vierbeiner. Doch lassen sich jetzt bereits Vorbereitungen treffen, um bei passenden Bedingungen loslegen zu können.

Dass manche Hunde viel Auslauf benötigen, ist kein Geheimnis. Fahrradaffine Eigner solcher Tiere können Gassi gehen und Fahrradfahren kombinieren. Während der Mensch eifrig in die Pedale tritt, tobt sich der Vierbeiner an seiner Seite aus. Selbstverständlich muss das Tier ausgewachsen und gesund sein und Tempo, Streckenlänge- und -profil für den Hund passen. Alte, zu kleine, kranke oder auch übergewichtige Hunde sind als Begleiter neben dem Fahrrad nicht geeignet. Für einen möglichst reibungslosen Ausflug sollten Hundebesitzer im Vorfeld üben, so dass der Hund auf Kommandos reagiert und mit dem Fahrrad vertraut ist. Dies lässt sich auch in kleinen Übungseinheiten bei Schmuddelwetter trainieren.

Rechtlich ist das Führen von Hunden vom Fahrrad aus gemäß Paragraf 28, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubt. Wichtig: Man muss ,,ausreichend auf den Hund einwirken können", damit das Tier nicht den Straßenverkehr gefährdet.

Dies wird oft als Anleinpflicht ausgelegt. In den Bundesländern und Gemeinden gibt es zudem unterschiedliche Regeln zur Leinenpflicht. Auch in Hinblick auf bestimmte Hunderassen oder in Bezug auf Parks und Grünanlagen sowie zu bestimmten Jahreszeiten - etwa zur Brutzeit von Vögeln - gibt es vielerorts besondere Bestimmungen. Am besten man informiert sich im Vorfeld, welche Vorschriften vor Ort gelten.

Im Straßenverkehr ist ein Anleinen in jedem Fall dringend zu empfehlen. Idealerweise läuft der Hund rechts neben dem Fahrrad. Die Leine sollte keinesfalls am Lenker befestigt werden. Eine plötzliche Bewegung des Tieres kann zum Sturz des Radfahrers führen. Entweder wird die Leine in der Hand gehalten oder idealerweise an einem speziellen Fahrradhalter befestigt. Dieser sorgt für einen ausreichenden Abstand zwischen Tier und Fahrrad und kann auch ruckartige Bewegungen abfedern. Während Dämmerung oder Dunkelheit sollten Hunde zudem mit Reflektoren und Leuchthalsband zur besseren Sichtbarkeit ausgestattet sein. Grundsätzlich ist außerdem eine vorausschauende Fahrweise wichtig, damit man rechtzeitig auf andere Verkehrsteilnehmer oder plötzliche Bewegungen des Hundes reagieren kann. Auch die Außentemperaturen müssen berücksichtigt werden. Laufen auf heißen Asphalt oder Schotterwegen belastet Hunde. Das Tier kann sich die Ballen verbrennen oder verletzen.

Als Alternative zum Gassi ,,gehen" mit dem Fahrrad bietet sich auch die Option ,,Gassi fahren" an. Abhängig von der Größe des Tieres sind Lenkradkörbchen oder Hundeanhänger eine Möglichkeit, eine für Mensch und Tier entspannte Tour zu unternehmen. Alternativ kann der Hund auch auf einem Lastenfahrrad mitgenommen werden. Auch hier gilt es, vorab zu üben und das Tier mit den Transporthilfen vertraut zu machen. Ein Lenkradkörbchen sollte zudem mit einem Gitter verschließbar sein, so dass der Hund nicht während der Fahrt herausspringen, aber trotzdem die Aussicht genießen kann. Beim Anhänger gilt es, die Ausstiegsluke vor Fahrbeginn gut zu verschließen. Bei der Mitnahme auf einem Lastenrad ist es wichtig, dass der Vierbeiner so groß ist, dass er über den Rand der Lastenbox hinaussehen kann. Idealerweise verfügt die Box über einen flachen Einstieg, so dass der Hund selbst ein- und aussteigen kann.

Der Artikel "Ratgeber: Fahrradfahren mit dem Hund - Gassi gehen oder fahren" wurde am 08.02.2022 in der Kategorie E-Bikes von Elfriede Munsch/SP-X mit den Stichwörtern Ratgeber: Fahrradfahren mit dem Hund, E-Bikes, veröffentlicht.