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KÜS-Eiskratzertest: Nur einmal "sehr gut"

3. Januar 2022, 12:36 Uhr
Rudolf Huber 2
2KÜS-Eiskratzertest: Nur einmal
mid Groß-Gerau - Die Kandidaten beim KÜS-Eiskatzertest. Nur einmal gab es die Note "sehr gut". KÜS / Sven Krieger
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Laternenparker müssen vor dem morgendlichen Start im Winter oft mühselig die zugefrorene Autoscheibe freikratzen. Deshalb hat die KÜS mit Auto Bild und Carglass verschiedene Eiskratzer-Modelle in der Praxis getestet. Am Start: acht klassische Eisschaber und drei elektrische Modelle.


Laternenparker müssen vor dem morgendlichen Start im Winter oft mühselig die zugefrorene Autoscheibe freikratzen. Deshalb hat die KÜS mit Auto Bild und Carglass verschiedene Eiskratzer-Modelle in der Praxis getestet. Am Start: acht klassische Eisschaber und drei elektrische Modelle.

Testsieger mit großem Vorsprung und der Note "sehr gut" ist der Heyner Snowstar M Pro. Er überzeugt nicht nur bei dünner, sondern auch bei dicker Eisschicht "mit herausragenden Kratzleistungen", so die Tester. Außerdem ist die Länge des Eisschabers dank angeschlossenem Schneebesen ideal für große Fahrzeuge.

Ähnlich gute Ergebnisse bei dünner Eisschicht liefert das Produkt von Petex, das bei dickem Eis etwas hinter Heyner zurückbleibt, sich aber als Preis-Leistungs-Sieger mit der Note "gut" den zweiten Platz sichert. "Allerdings hinterlässt der Petex auf verschmutzen Scheiben vereinzelt Kratzer", heißt es bei der KÜS.

Mit nur mittelmäßigen Leistungen und der Note "befriedigend" schneiden die Eiskratzer von Auprotec, Kungs und Michelin ab. Auprotec hinterlässt mit seiner Messerklinge bei dünnem Eis zahlreiche Beschädigungen auf der Scheibe, bei dicker Eisschicht kann er aber punkten. Der Kungs MID-IS liefert bei dünner Eisschicht befriedigende Ergebnisse, schwächelt aber deutlich bei dickem Eis, ebenso wie sein großer Bruder, der TELE-IS. Der Michelin-Kratzer hingegen kann in keinem Fall überzeugen.

Schlusslicht im Eiskratzer-Test ist der Glart mit Handschuh, der während des Tests in zwei Teile zerbrach. Einhelliges Urteil der Experten: "mangelhaft". Mit gleich schlechter Note zählt der Eisfreund Premium Eiskratzer mit Handschuh ebenfalls zu den Verlierern. Er bleibt zwar ganz, scheitert aber schon an einer dünnen Eisschicht.

Auch die drei elektrischen Eiskratzer sind allesamt "mangelhaft". Der Kärcher EDI 4 und der 12-Volt-Eiskratzer von Lescars ähneln optisch einer Poliermaschine, verfügen aber an der Unterseite jeweils über eine rotierende Scheibe mit kleinen Plastikklingen. Der EDI 4 kann zwar beim Eisentfernen überzeugen, wegen einer Vielzahl an Kratzern, die das Elektro-Gerät schon auf einer nur eicht verschmutzten Scheibe hinterlässt, wird er aber abgewertet.

Enttäuschend ist die Kratzleistung des Lescars. Nur die äußeren Kanten der Plastikklingen durchbrechen die dünne Eisschicht. Das dritte elektrische Modell von Goods+Gadgets soll die vereiste Scheibe durch eine Heizspirale auftauen. Das dauert aber wegen des kleinen Heizelements sehr lange. Berührt dieses Teil die Scheibe, verursacht es viele Kratzer.

"Nicht jeder Eiskratzer eignet sich gut, um die Autoscheibe im Winter eisfrei zu bekommen", so das KÜS-Fazit. Viele Eiskratzer verursachen Spuren und tiefe Kratzer, die in der Scheibe bleibende Schäden hinterlassen. Der Grund dafür: schlechte Kratz-Eigenschaften und mindere Materialqualität. Elektrische Modelle sind nicht zu empfehlen.

Der Artikel "KÜS-Eiskratzertest: Nur einmal "sehr gut"" wurde am 03.01.2022 in der Kategorie Ratgeber von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Auto, Winter, Ratgeber, Autopflege, Eisenbahn, Tipp & Infos, veröffentlicht.

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