Automobil

Der Hyundai Tucson als Plug-in-Hybrid

17. Dezember 2021, 16:12 Uhr
Mike Neumann 12
12Der Hyundai Tucson als Plug-in-Hybrid
mid Groß-Gerau - das Design des Hyundai Tucson wirkt durch seine verspielten Kanten sehr futuristisch. Mike Neumann / mid
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Den Hyundai Tucson gibt es in der mittlerweile vierten Generation (NX4) seit 2020, seit dieser Baureihe werden nun auch erstmals Hybridantriebe für das SUV angeboten. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat den stattlichen Plug-in-Hybrid in der sportlichen N-Line zum Test ausgeführt.


Den Hyundai Tucson gibt es in der mittlerweile vierten Generation (NX4) seit 2020, seit dieser Baureihe werden nun auch erstmals Hybridantriebe für das SUV angeboten. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat den stattlichen Plug-in-Hybrid in der sportlichen N-Line zum Test ausgeführt.

Wer den Tucson in der Topmotorisierung fahren möchte, muss zum PHEV (englische Abkürzung für: plug-in hybrid electric vehicle - also Plug-in-Hybrid Fahrzeug) Modell greifen. Hier wird ein klassischer 1.6 Liter Hubraum fassender, Turboaufgeladener 4-Zylinder Benzinmotor mit einer Leistung von 132 kW/180 PS mit einem Elektromotor, der weitere 66,9 kW/91 PS leistet kombiniert, um eine Allrad-angetriebene Systemleistung von 195 kW/265 PS zu erreichen.

Die maximalen Drehmomente von 265 Nm bei 1.500 - 4.500 U/min des Verbrenners und die 304 Nm des Elektromotors kombinieren sich zu einer Systemleistung von 350 Newtonmetern und das merkt man beim Fahren. Man bedient sich aus den positiven Aspekten beider Welten, das Anfahren geht flink mit direkt anliegendem Drehmoment, Elektrofahrzeug-typisch vonstatten und der Koloss wirkt wesentlich agiler, als er auf den ersten Blick scheint. In 8,2 Sekunden werden die 100 km/h aus dem Stand erreicht, auf der Autobahn wird bei 191 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Ein weiterer Vorteil der Hybridlösung - die Reichweitenangst ist nicht gegeben. In der Not kann der Tankvorgang wie gewohnt in kurzer Zeit an der Zapfsäule stattfinden.
Die Batterie ist im Fahrzeugboden verbaut und nimmt somit keinen Platz in der Fahrgastzelle ein, sie hat eine Kapazität von 13,8 kW/h. Damit kommt der Tucson im rein elektrischen Fahrmodus maximal 62 Kilometer weit. Zum Aufladen gibt es ein mitgeliefertes Kabel für die Wallbox und der On-Board-Charger hat eine Ladeleistung von 7,2 kW. Es dauert mit diesem zirka 1,7 Stunden um den Akku von zehn auf 100 Prozent zu laden.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit die Batterie per 230 V Steckdose zu laden, dann liegt man beim gleichen Ladevorgang aber schon bei einer Zeit von sechseinhalb Stunden. Wer immer genug Strom getankt hat, kann sich auf einen sehr sparsamen Benzinverbrauch einstellen, laut WLTP Messung sind es nur 1,4 L/100 km bei einer CO2 Emission von 31 g/km und 17,7 kWh/100 km. Im Falle einer leeren Batterie, also klassisch mit fossilem Brennstoff unterwegs, liegt der Verbrauch bei rund 7,2 L/100 km.

Die 6-Gang-Automatik verrichtet unbemerkt ihren Dienst, wer es sportlicher mag kann wahlweise auch per Schaltpaddel am Lenkrad manuell schalten. Um auch bei schlechter Witterung mit dem Allradantrieb vom Fleck zu kommen, gesellen sich zu den klassischen Fahrmodi Eco, Normal und Sport noch weitere spezielle "Terrain" Modi: Matsch, Sand und Schnee. In der N-Line steht der Tucson auf 19 Zoll Leichtmetallfelgen, im Winter mit den passenden 235/50 R 19 Michelin Pilot Alpin Reifen und macht optisch von außen einiges her.

Auch im Innenraum wird auf Wertigkeit geachtet, die Türen sind alle verkleidet, gut gearbeitete Ziernähte in Rot ergänzen die Ambientbeleuchtung, welche sich in 64 Farben einstellen lässt. Die N Line Sport Komfortsitze mit Stoff-Leder-Kombination bieten guten Halt und lassen sich vollelektrisch einstellen.

Für das Mobiltelefon gibt es eine Ladeschale für kabelloses Laden, die Verbindung zum Fahrzeug kann über Android Auto oder Apple CarPlay eingerichtet werden.
Mechanische Tasten sucht man abseits des Multifunktions-Sportlenkrads vergeblich, das Infotainment mit Klimasteuerung wird auf einem 10,25 Zoll großen Touchscreen Bildschirm dargestellt, die Bedienung ist sehr intuitiv.

Für guten Klang sorgt ein DAB+ fähiges Radio mit schön klingendem Krell Soundsystem. Die Rückfahrkamera wird hochaufgelöst angezeigt und bietet zusätzlich eine 360 Grad Ansicht. Ein weiterer 10,25 Zoll großer Bildschirm begrüßt den Fahrer mit den digitalen Tacho-Anzeigen, ein Head-up-Display gibt es leider nicht.

Preislich startet der Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid 1.6 T-GDi bei 42.350 Euro. Unser Testwagen mit N Line Paket, schwarzer Dachlackierung, dem Adaptiven Fahrwerk und diversen Assistenzpaketen liegt bei 54.020 Euro, zieht man die Umweltprämie von aktuell 7.177,50 Euro ab ergibt sich ein Erwerbspreis von 46.842,50 Euro.

Mike Neumann / mid

Der Artikel "Der Hyundai Tucson als Plug-in-Hybrid" wurde am 17.12.2021 in der Kategorie Fahrbericht von Mike Neumann mit den Stichwörtern Automobil, Hybrid-Fahrzeug, Fahrbericht, Praxistest, Importeur, SUV, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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