Fahrbericht

Subaru Impreza e-Boxer: Allradspezialist setzt auf Hybridlösung

17. Dezember 2021, 14:38 Uhr
Solveig Grewe 5
5Subaru Impreza e-Boxer: Allradspezialist setzt auf Hybridlösung
mid Groß-Gerau - Der Subaru Impreza verfügt über einen zeitgemäß elektrifizierten Boxermotor, CVT und serienmäßigen Allradantieb. Subaru
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Mit dem Subaru Mildhybrid-System kann der kompakte Impreza e-Boxer theoretisch bis zu 1,6 Kilometer rein elektrisch fahren. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat ihn mit dem immer serienmäßigen Allradantrieb und dem für den japanischen Autohersteller ebenso charakteristischen stufenlosen CVT getestet.


Mit dem Subaru Mildhybrid-System kann der kompakte Impreza e-Boxer theoretisch bis zu 1,6 Kilometer rein elektrisch fahren. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat ihn mit dem immer serienmäßigen Allradantrieb und dem für den japanischen Autohersteller ebenso charakteristischen stufenlosen CVT getestet.

Unvergessen sind die Zeiten, in denen Subaru mit dem dreifachen Rallye-Weltmeister Fahrzeug Impreza Turbo für Nervenkitzel in der Hersteller-Weltmeisterschaft (WRC) sorgte. Aber im Jahr 2008 hat sich das Werksteam von Subaru aus dem Rallyesport verabschiedet. Der Impreza von heute in seiner überarbeiteten, fünften Generation und in einem eher unauffälligen Blechkleid mag die enttäuschen, die angesichts des Namens an einen Boliden mit Heckflügeln und reichlich PS-Potenz denken.

Doch dem Geist der Zeit entsprechend setzt auch Subaru längst auf andere Talente, um die immer strenger werdenden Klimaschutzvorschriften einzuhalten. Seit 2020 ist der Impreza mit einem elektrifizierten Antriebsstrang erhältlich, bei dem ein 150-PS-Benziner und ein Elektromotor mit 17 PS für mehr und damit saubere Effizienz sorgen sollen.

Wären da nicht die Plaketten mit der Aufschrift "e-Boxer" an den Seiten und am Heck der knapp 4,48 Meter langen Stufenhecklimousine, könnte man den japanischen Golfgegner rein äußerlich kaum von seinem konventionell angetriebenen Bruder unterscheiden. Anders als der kann der mehr als 1,5 Tonnen schwere Japaner aber immerhin eine kurze Strecke rein elektrisch fahren und bekommt einen Extra-Schub beim Beschleunigen.

Der frei saugende Verbrennungsmotor und die E-Maschine leiten ihre Kraft über eine stufenlos schaltende "Lineatronic" an alle vier Räder. Reichen die 66 Newtonmeter maximales Drehmoment des Elektromotors nicht mehr aus, übernimmt der Benziner mit bis zu 194 Nm, erhöht aber unter Volllast deutlich seine akustische Präsenz.

Die Fahrleistungen lassen mit einem Sprint von 0 auf 100 km/h im 10,1 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h sportliche Gene allenfalls erahnen, was dem schweren und stets aktiven Allradantrieb geschuldet sein dürfte. Zur bestmöglichen Effizienz schaltet sich der Boxermotor ab, wenn er zum Ausrollen, zum Halten der Geschwindigkeit oder zum sanften Beschleunigen nicht gebraucht wird. Überschüssige oder beim Bremsen rekuperierte Energie speichert das System in einem 13,5 kWh-Batteriesystem, das in der Reserveradmulde platziert ist und somit nichts an Volumen von dem 340 Liter bis maximal 1.173 Liter fassenden Kofferraum raubt.

Subaru notiert für den Impreza e-Boxer einen kombinierten Normverbrauch von 6,3 Litern/100 km im Datenblatt. Trotz moderater Fahrweise wies der Bordcomputer des Testwagens einen deutlich höheren Verbrauch von kombiniert 7,5 Litern/100 km aus. Die Phasen, in denen man rein elektrisch unterwegs ist, lassen sich über das Display ablesen. So wird jede einzelne Fahrt eine Herausforderung für die Tiefe der ökologischen Spur, die man hinterlässt.

Über das angenehm in der Hand liegende Lenkrad reagiert der kompakte Subaru dabei spontan auf Änderungen in der Richtung. Die nicht zu straffe Fahrwerksabstimmung ermöglicht eine präzise Rückmeldung von der Strecke. Der Allradantrieb sorgt für eine ganze Portion von Sicherheit, wenn bei plötzlichem Starkregen Traktionsprobleme auftreten.

Serienmäßig ist der Subaru Impreza e-Boxer 2.0ie mit einem 6,5 Zoll großen Touchscreen, CD-Player, Digitalradio, USB-Anschluss und einer Möglichkeit zur Smartphone-Integration über Apple CarPlay sowie Android Auto ausgestattet. Immer mit an Bord sind eine Zweizonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Notbremssystem mit Personenerkennung sowie Kollisionswarner, eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, aktive Spurhalteassistenten sowie radargestützte Totwinkel- und Querverkehrsassistenten.

Die getestete Platinum-Ausstattung verfügt über ein Audio-System mit farbigem 8,0-Zoll-Display, ein Navigationssystem inklusive eines Multi-Touchscreen-Monitors und einer Karten-Update-Funktion und kostet fast wunschlos glücklich machende 32.990 Euro. Nur der Teppichmattensatz kostet einen Aufpreis von 44 Euro.

Solveig Grewe / mid

Technische Daten Subaru Impreza 2.0ie Platinum:

- Länge / Breite / Höhe: 4,48 / 1,78 / 1,52 Meter

- Motor: Vierzylinder-Boxer mit Direkteinspritzung

- Hubraum: 1.995 ccm

- Leistung: 110 kW/150 PS

- max. Drehmoment: 194 Nm

- Elektromotor: Permanent-Magnet AC-Synchronmotor

- Leistung: 12,3 kW/16,7 PS

- max. Drehmoment: 66 Nm

- Batterie-Kapazität: 13,5 kWh

- Getriebe: Stufenlose CVT-Automatik

- Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 10,0 Sekunden

- Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h

- Normverbrauch (NEFZ): 6.3 l/100 km

- CO2-Emissionen: 143 g/km

- Preis: ab 32.990 Euro

- Testwagenpreis: 33.606.60 Euro

Der Artikel "Subaru Impreza e-Boxer: Allradspezialist setzt auf Hybridlösung" wurde am 17.12.2021 in der Kategorie Fahrbericht von Solveig Grewe mit den Stichwörtern Fahrbericht, Praxistest, Importeur, Hybrid-Fahrzeug, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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