Autonomes Fahren

"VanAssist": Zustellkonzept für die Zukunft

24. September 2021, 10:46 Uhr
Andreas Reiners
mid Groß-Gerau - Mit dem VanAssist wurde ein autonom fahrendes Zustell-Elektrofahrzeug entwickelt. DPD
Der erwartete Anstieg ist enorm: Bis zum Jahr 2025 sollen in Deutschland jährlich rund 5,7 Milliarden Pakete transportiert werden - ein Plus von 40 Prozent. Deshalb arbeitet der Paketzusteller DPD aktiv an neuen und nachhaltigen Zustellkonzepten. VanAssist heißt ein Kooperationsprojekt mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.


Der erwartete Anstieg ist enorm: Bis zum Jahr 2025 sollen in Deutschland jährlich rund 5,7 Milliarden Pakete transportiert werden - ein Plus von 40 Prozent. Deshalb arbeitet der Paketzusteller DPD aktiv an neuen und nachhaltigen Zustellkonzepten. VanAssist heißt ein Kooperationsprojekt mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, das personelle Ressourcen schonen, der Verkehrsdichte in Ballungsräumen entgegentreten und die Emissionsreduzierung vorantreiben soll. Entwickelt wurde ein autonom fahrendes Zustell-Elektrofahrzeug.

In der Entwicklung fokussierten sich die beteiligten Partner darauf, dass das autonome Fahrzeug den stetig steigenden Anforderungen auf der letzten Meile der Paketzustellung gerecht werden kann. Vor allem Lauf- und Fahrwege einer Pakettour sollen optimiert werden. Entsprechend ist das Versuchsfahrzeug dank intelligenter Navigationssoftware dazu in der Lage, selbstständig Haltepunkte anzusteuern und in Echtzeit auf Veränderungen im Straßenverkehr zu reagieren.

Das VanAssist-Versuchsfahrzeug arbeitet im sogenannten Rendezvous-Modus. Dieser sieht vor, dass das Fahrzeug die Strecke vom Depot zum Zustellgebiet autonom zurücklegen kann. Der Zusteller steigt erst an einem vordefinierten Treffpunkt zu. Wann immer der Zusteller anschließend ein Paket zustellt, steuert das Fahrzeug automatisch den nächsten festgelegten Haltepunkt an. So wartet der Van immer genau an der Stelle auf den Paketzusteller, an der dieser das nächste Paket benötigt oder aber zur nächsten Adresse mitgenommen werden möchte.

Ist der geplante Haltepunkt nicht verfügbar, teilt das Fahrzeug dem Zusteller über eine eigens programmierte Smartphone-App mit, an welchem alternativen Punkt es auf ihn wartet. Die App-Steuerung ermöglicht es zudem, Zustellrouten nach Bedarf flexibel anzupassen. Auch eine Indoor-Navigation wurde integriert, die den Zusteller in großen Büro- oder Industriekomplexen im Gebäudeinneren schnell zum ächsten Übergabepunkt führt.

Perspektivisch stellen diese Funktionen laut DPD "eine deutliche Erleichterung der täglichen Arbeit der Paketzusteller dar". Die Suche nach Parkplätzen und Adressen entfällt, stattdessen können sich die Arbeitskräfte voll und ganz auf die Zustellung konzentrieren.

Der Artikel ""VanAssist": Zustellkonzept für die Zukunft" wurde am 24.09.2021 in der Kategorie News von Andreas Reiners mit den Stichwörtern Autonomes Fahren, News, veröffentlicht.

Weitere Meldungen

26. Oktober 2021

Feiner Schwede mit Power

Limousinen laufen auf dem heutigen Fahrzeugmarkt nur mäßig. SUV-Modelle stehen dafür am höchsten im Kurs. Das gilt ...