IAA 2021

VW: Erste ID. Buzz-Prototypen für autonomes Fahren

6. September 2021, 13:50 Uhr
Solveig Grewe
Volkswagen hat den ID. BUZZ AD1 vorgestellt. Die Serienversion des ersten der fünf selbstfahrenden Prototypen auf Basis des künftigen vollelektrischen Bulli von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) soll ab 2025 bei Mobilitätsdiensten wie MOIA eingesetzt werden. In München testet der Entwicklungspartner Argo AI zurzeit die darin verbaute Technik, die autonomes Fahren möglich macht - das Self-Driving-System (SDS).


Volkswagen hat den ID. Buzz AD1 vorgestellt: Die Serienversion des ersten der fünf selbstfahrenden Prototypen auf Basis des künftigen vollelektrischen Bulli von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) soll ab 2025 bei Mobilitätsdiensten wie MOIA eingesetzt werden. In München testet der Entwicklungspartner Argo AI zurzeit die darin verbaute Technik, die autonomes Fahren möglich macht - das Self-Driving-System (SDS).

Das selbstfahrende System umfasst eine Reihe von Sensoren, Software und Computerplattformen, die eine 360-Grad-Erkennung der Fahrzeugumgebung ermöglichen, um Aktionen von Fußgängern, Radfahrern und Fahrzeugen vorauszuberechnen und den Motor, die Bremsen und die Lenkung zu steuern. Die präzisen Daten für die intelligente Software liefert dabei eine Kombination aus Radar, Kamera und Lidarsystemen.

Der Argo Lidar Laserscanner auf dem Dach des ID. Buzz AD1 arbeitet im Gegensatz zu Radar-Systemen mit Lichtwellen und kann Objekte aus einer Entfernung von bis zu 400 Metern erfassen. Sein patentierter Geiger-Modus besitzt die Fähigkeit, selbst kleinste Partikel (ein Photon) zu erkennen, so dass auch sehr schwach reflektierende Objekte erfasst werden. Daraus entsteht ein sehr genaues Verkehrsbild der Innenstädte, in denen der selbstfahrende ID. Buzz AD1 seine Fahrgäste an ihr Ziel bringen wird.

Mit den Plänen für die Entwicklung autonomer Fahrdienste zeigen Volkswagen Nutzfahrzeuge, Argo AI und MOIA im IAA-Umfeld, wie der innerstädtische Verkehr durch Sammelfahrten entlastet und durch das fahrerlose System gleichzeitig sicherer werden soll. "Eine Umfelderkennung aus vierzehn Kameras, sechs Lidar- und elf Radar-Sensoren, über das gesamte Fahrzeug verteilt, kann wesentlich mehr erfassen als ein menschlicher Fahrer von seinem Sitzplatz aus", erklärt Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei VWN.

Der Artikel "VW: Erste ID. Buzz-Prototypen für autonomes Fahren" wurde am 06.09.2021 in der Kategorie News von Solveig Grewe mit den Stichwörtern IAA 2021, Autonomes Fahren, Prototyp, News, veröffentlicht.