Zweirad

Ausprobiert: Mit Beeline sicher ans Ziel

20. Juli 2021, 12:10 Uhr
Rudolf Huber 3
3Ausprobiert: Mit Beeline sicher ans Ziel
mid Groß-Gerau - Total Reduziert: Pfeil, Punkt und Streckenangabe führen nach kurzer Beeline-Nutzung problemlos ans Ziel. Rudolf Huber / mid
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Allzuviele Zweiräder mit 'eingebauter' Navigation wie dem Kymco-System Noodoe gibt es bisher noch nicht. Und es ist oft technisch nicht möglich oder schlicht lästig und hässlich, am Lenker ein ausgewachsenes Smartphone zu installieren. Ist Mini-Navigator Beeline aus England der Ausweg aus diesem Dilemma? Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat es ausprobiert.


Allzuviele Zweiräder mit "eingebauter" Navigation wie dem Kymco-System Noodoe gibt es bisher noch nicht. Und es ist oft technisch nicht möglich oder schlicht lästig und hässlich, am Lenker ein ausgewachsenes Smartphone zu installieren. Ist Mini-Navigator Beeline aus England der Ausweg aus diesem Dilemma? Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat es ausprobiert.

Was ist Beeline? Erst einmal besteht das System aus einem runden Monochrom-Display mit 240 x 240 Pixel und knapp fünf Zentimeter Durchmesser. Es wird mit drei Handgriffen sicher am Lenker montiert. Knopfdruck genügt - und Beeline ist einsatzbereit. Aber erst, wenn auch der zweite Teil des Systems in Aktion ist: Benötigt wird ein per Bluetooth mit dem Rundling verbundenes Smartphone mit Beeline-App, auf dem mit wenigen Klicks die Route (mittels Google Maps) ermittelt wird.

Das Ganze funktioniert sehr simpel und ist mit einigen Befehlen individualisierbar: Motorrad oder Fahrrad? Sollen Autobahnen, Mautstraßen und Fähren vermieden werden? Soll eine GPX-Datei importiert und kann die Fahrt getrackt werden? Soll das Beeline stur zum eingegebenen Ziel führen oder soll es automatisch die Route modifizieren, wenn man doch mal falsch abgebogen ist?

Ziel im Fahrrad-Modus ist es, die sichersten und angenehmsten Routen anzubieten. Und das funktioniert wiederum ganz simpel: Der große Pfeil im runden Display zeigt wie eine riesige Kompass-Nadel die korrekte Fahrtrichtung an. Darunter wird die Strecke zur nächsten Abzweigung angegeben. Und ein Punkt (er könnte gerne ein bisschen größer sein) signalisiert die Fahrtrichtung an der nächsten Abzweigung. Zwischen Pfeil und Entfernungsangabe gibt es noch das Symbol, welche Ausfahrt eines Kreisverkehrs oder einer kniffligen Kreuzung genommen werden soll.

Was im ersten Moment vielleicht etwas sehr theoretisch klingt, löst sich in der Praxis schnell in Wohlgefallen auf. Das System funktioniert sehr gut, weil man die Hinweise auf dem kleinen Display nach wenigen Minuten des Ausprobierens quasi intuitiv annimmt und umsetzt. Bei mehreren Bike- und Fahrrad-Touren führte das Beeline jedenfalls zuverlässig und stressfrei ans Ziel. Einziger kleiner Haken: Bei der Fahrrad-Navigation kommt Google Maps schnell an seine Grenzen, wenn es auf kleine Wirtschaftswege oder sogar Singletrails geht.

Wichtig zu wissen: Die App zieht Strom aus dem Handy, wenn dessen Akku eher zur schnellen Erschlaffung neigt, sollte vorsichtshalber eine Powerbank eingepackt werden. Den Akku fürs Anzeige-Gerät kann man dagegen (fast) vergessen: Er soll laut Beeline locker 30 Stunden durchhalten, das ist nach unseren Erfahrungen auch realistisch. Und der Preis? Bei beeline.co werden 177,95 Euro plus Versand in Rechnung gestellt - und wegen der großen Nachfrage kann die Lieferung etwas auf sich warten lassen.

Rudolf Huber / mid

Der Artikel "Ausprobiert: Mit Beeline sicher ans Ziel" wurde am 20.07.2021 in der Kategorie News von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Zweirad, Fahrrad, Motorrad, Navigation, Praxistest, News, veröffentlicht.

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