Automobil

Maxi unter Minis - Mini Cooper ALL4 Countryman

24. Juli 2021, 15:36 Uhr
Mike Neumann 7
7Maxi unter Minis - Mini Cooper ALL4 Countryman
mid Groß-Gerau - Schick ist das neueste Facelift des Mini Cooper ALL4 Countryman. Mike Neumann / mid
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Der Namenszusatz 'Countryman' geht bei seiner Erstvorstellung bis ins Jahr 1960 zurück. Seit 2001 unter der BMW-Group ansässig, wird das Lifestyle-SUV fleißig weiter gepflegt. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat das neueste Facelift des Countryman, in diesem Fall den Mini Cooper ALL4 Countryman, im Praxistest unter die Lupe genommen.


Der Namenszusatz "Countryman" geht bei seiner Erstvorstellung bis ins Jahr 1960 zurück. Seit 2001 unter der BMW-Group ansässig, wird das Lifestyle-SUV fleißig weiter gepflegt. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat das neueste Facelift des Countryman, in diesem Fall den Mini Cooper ALL4 Countryman, im Praxistest unter die Lupe genommen.

Was auf den ersten Blick auffällt, ist wie groß der Kleine im Vergleich zum Ur-Mini doch mittlerweile geworden ist. Die Designsprache des Exterieurs mit den markanten Scheinwerfern lässt aber sofort erkennen, dass man es mit einem Mini zu tun hat. Da er auf die gleiche technische Plattform wie der BMW X1 setzt, sind die Proportionen natürlich etwas gewachsen. Ganz genau 4.297 mm lang, 1.822 mm breit und 1.557 mm hoch steht der Countryman auf 18-Zoll-Alufelgen. Mit einem Radstand von 2.670 mm liegt der Wendekreis bei noch guten 11,4 Metern, eine scharfe Rückfahrkamera und diverse Parksensoren vorne und hinten erleichtern das Einparken enorm.

In den bequemen Ledersitzen sind auch längere Autobahnstrecken kein Problem, die recht hohe Sitzposition sorgt für einen guten Überblick. Der erweiterte Platz im Innenraum macht sich speziell im Fond positiv bemerkbar. Die Rücksitze des 5-Sitzers lassen sich in Längsrichtung und Lehnenneigung verstellen. Weiterhin sind zwei Kindersitzhalterungen vorhanden, in der Mittelkonsole finden sich zwei Getränkehalter und genügend Kopffreiheit ist auch gegeben. Wenn mal etwas mehr zu transportieren ist, lässt sich das Kofferraumvolumen von 450 auf maximal 1.390 Liter durch Umklappen der Rücksitze steigern, genug Stauraum also für die alltäglichen Dinge.

Mini-typisch ist im Cockpit alles ein weniger runder ausgelegt, das hervorragende Infotainment-System mit der intuitiven iDrive Bedienung (via Drehknopf, Touchbedienung oder Spracherkennung) kennt man aus den BMW-Geschwistern, hier angezeigt auf einem 8,8 Zoll großen Bildschirm. Der Tacho wird ebenfalls erstmalig über ein digitales Display realisiert. Der Sound des DAB+ Radios ertönt aus einer gut spielenden Harman-Kardon Anlage, das Navigationssystem startet schnell und führt ohne Schwierigkeiten ans Ziel. Gestartet wird über einen der Kippschalter in der Mittelkonsole, hier lassen sich auch zum Beispiel die verschiedenen Fahrmodi einstellen (zur Verfügung stehen Green, Normal und Sport), oder die Start-Stopp Automatik deaktivieren.

Ein Wehrmutstropfen ist das Headup-Display, welches über eine ausklappbare Scheibe realisiert wird, hier wäre ein System ohne Kunststoffscheibe empfehlenswert.

Angetrieben wird das Testfahrzeug über alle vier Räder, Mini nennt seinen Allradantrieb "ALL4". Der 1,5 Liter Hubraum Reihen-3-Zylinder-Motor leistet 100 kW/136 PS zwischen 4.400 - 6.000 Umdrehungen pro Minute. 220 Nm Drehmoment liegen zwischen 1.500 - 4.100 Umdrehungen pro Minute an und sorgen für den nötigen Vortrieb. Die Lenkung ist präzise und liefert gute Rückmeldung, durch seine Größe kommt aber das klassische Mini-GoKart Feeling nicht mehr so recht auf - zum Glück gibt es dafür ja noch die kleineren Modelle.

Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet sanft durch, 0-100 km/h schafft man in 10,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 205 km/h erreicht. Den angegebenen WLTP Verbrauch von kombiniert 7,1 Liter/100 Kilometer kann der Test bestätigen, die CO2-Emissionen liegen bei 163 g/km WLTP kombiniert. Im Idealfall kommt man mit dem 51 Liter fassenden Tank also runde 718 Kilometer weit. Wer andere Anforderungen an die Motorisierung des Countryman hat, wird aber ebenso fündig. Zur Verfügung stehen diverse Benziner, Diesel und ein Plugin-Hybrid Modell.

Preislich startet der Mini Cooper ALL4 Countryman ab 33.700 Euro, der Fahrzeugpreis des Testwagens lag bei 47.540 Euro. Echte Mini-Fans wird er begeistern, jedoch ist er kein Schnäppchen. Die Liste der Sonderausstattung ist lang und so kommen locker für das perfekt ausgestattete Traumfahrzeug noch einmal 13.840 Euro hinzu.

Mike Neumann / mid

Technische Daten Mini Cooper ALL4 Countryman:

- Länge / Breite / Höhe: 4,29 / 1,82 / 1,55 Meter

- Motor: Reihen-Dreizylinder

- Hubraum: 1.500 ccm

- Leistung: 100 kW/136 PS

- max. Drehmoment: 220 Nm

- Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

- Beschleunigung: 0 -100 km/h in 10,1 s

- Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

- Normverbrauch (NEFZ): 7,1 l/100km

- CO2-Emissionen: 163 g/km

- Preis: ab 33.700 Euro

- Testwagenpreis: 47.540 Euro

Der Artikel "Maxi unter Minis - Mini Cooper ALL4 Countryman" wurde am 24.07.2021 in der Kategorie Fahrbericht von Mike Neumann mit den Stichwörtern Automobil, Allrad, Praxistest, Fahrbericht, Test-Bericht, Pressevorstellung, Test, Bericht, Kurztest, Vorstellung veröffentlicht.

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