Ratgeber

Einfache Auto-Reparaturen selbst erledigen und Geld sparen

5. Mai 2020
Redaktion
Zugegeben sind moderne Autos komplexe Systeme, von denen Hobbyschrauber lieber die Finger lassen sollten. Dennoch gibt es in Teilbereichen und vornehmlich bei älteren Fahrzeugen genügend Möglichkeiten, selbst Hand anzulegen und dadurch Geld zu sparen. Jeder muss nach seinen Fähigkeiten entscheiden, welche Arbeiten das betrifft. Die folgenden sind eine kleine Auswahl davon.

Lackschäden und Steinschläge beseitigen

Geringfügige Schäden an der Außenhülle des Autos zählen zu denen, die jeder gut und gerne selber beseitigen kann. So müssen beispielsweise kleine Kratzer nicht unbedingt Anlass für einen Werkstattbesuch sein. Meist genügt dafür ein exakt zur Wagenfarbe passender Reparaturfarbstift bzw. ein mit Pinsel aufgetragener Reparaturlack. Vorher sollte man jedoch die betreffende Stelle gründlich reinigen und vom Rost befreien. Auch kleine Steinschläge an der Frontscheibe lassen sich unter Zuhilfenahme eines Smart Repair Kits leicht entfernen. Mittels Saugnapf am entsprechenden Punkt befestigt, wird einfach Kunstharz eingelassen. Nach anschließender Aushärtung ist alles wieder ok. Ähnlich bei Steinschlägen am Unterboden: Vor der Reparatur wird die Stelle gesäubert und danach aus 20 bis 30 Zentimetern Entfernung mit einem speziellen Schutzspray eingesprüht. Nachdem das Ganze getrocknet ist, haben weder Schadstoffe noch Rost die geringste Chance. 

Reparaturen unter der Motorhaube

Direkt am Motor und seinen Anlagen sollten sich Laien besser nicht vergreifen. Dennoch gibt es unter der Haube ein paar Sachen, die Hobbyschrauber selbst erledigen können. Eine davon ist der Motorölwechsel. Dazu allerdings wird eine Hebebühne bzw. eine Grube gebraucht. In Ermangelung dieser könnte der Fahrzeugbesitzer eine Selbsthilfewerkstatt aufsuchen. Hier findet er die nötigen Werkzeuge und vor allem eine Ölwanne und die Gelegenheit, sein Altöl umweltgerecht zu entsorgen. Eventuell kriegt er hier auch den passenden Ölfilter sowie eine neue Dichtung für die Ablassschraube. Und wer höflich fragt, dem gibt das anwesenden Personal sogar den ein oder anderen Tipp. Das trifft selbstverständlich ebenso für das Wechseln von Zündkerzen (an älteren Modellen) und den Austausch des Luftfilters zu. Das alles sind Arbeiten, die Nichtfachleute nach Einlesen bzw. Einweisung gut allein in den Griff bekommen können. 

Zweimal im Jahr Räder wechseln 

Viele Autofahrer sparen gleich zweimal im Jahr, indem sie ihre Räder selber wechseln. Von A bis O heißt ein Sprichwort, was nichts anderes empfiehlt als: Im A wie April kommen die Sommerreifen drauf und zu O wie Ostern wieder runter. Egal wer sich in der Familie dafür verantwortlich fühlt, im Grunde können diese Arbeit Frauen wie Männer machen. Spezielle Kenntnisse brauchen sie dazu keine. Was sie benötigen, ist lediglich ein Radkreuzschlüssel und ein Wagenheber. Mit Letzterem heben sie das Auto an, lösen die Radmuttern, ziehen das Rad ab und wechseln es in umgekehrter Reihenfolge. Einige checken bei der Gelegenheit gleich ihre Bremsbeläge und tauschen sie bei Bedarf selber aus. Doch Vorsicht, das ist nichts für Anfänger! Diese Reparatur verlangt fundierte Kenntnisse, um im Nachhinein die Verkehrssicherheit des Autos nicht zu gefährden. Zudem sollte der Fahrzeugbesitzer hier (wie bei anderen Instandsetzungen) nur Qualitätsprodukte verwenden, die er gern auch online bestellen kann. Wer zum Beispiel einen Audi besitzt nur Original Audi Ersatzteile, wer BMW fährt die von BMW usw..

Reparaturen an der Elektronik für Laien kaum möglich

Kann der Besitzer an manchen Stellen seines Fahrzeuges Reparaturen noch allein ausführen, hat er bei der Elektronik bzw. Elektrik kaum Chancen. Es sei denn er ist Experte, ansonsten muss er im Schadenfall eine Fachwerkstatt aufsuchen. Davon ausgenommen ist das einfache Auswechseln von Leuchtelementen an Scheinwerfern und Rückleuchten. Alles was der Autobesitzer dazu braucht - Ersatzbirnen und Werkzeug - findet er im Bordzubehör. Ausgeschlossen sind Xenon-Scheinwerfer. Da die Anlagen unter hoher Spannung stehen, ist Fachpersonal gefragt. Nicht so, wenn die Batterie schlapp macht. Sie auszuwechseln ist ebenfalls kein Hexenwerk. Achten sollte man hierbei nur darauf, zuerst das Minuskabel (schwarz) und danach erst das Pluskabel (rot) abzuziehen. Beim Einbau muss das Ganze in umgekehrter Reihenfolge passieren, ansonsten ist der Besuch einer Fachwerkstatt vorprogrammiert.

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