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Deutschland ist immer noch Autoland

1. April 2020, 13:09 Uhr
Andreas Reiners
Das Auto steht in Zeiten von Umweltschutz und Klimakrise immer mehr in der Kritik, vor allem die traditionellen Verbrenner. Die Deutschen lassen sich die Liebe zu ihrem Auto allerdings nicht verhageln: Sie sind ihrem Fahrzeug gegenüber weiterhin positiv eingestellt. Das weist der aktuelle Report der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) aus.


Das Auto steht in Zeiten von Umweltschutz und Klimakrise immer mehr in der Kritik, vor allem die traditionellen Verbrenner. Die Deutschen lassen sich die Liebe zu ihrem Auto allerdings nicht verhageln: Sie sind ihrem Fahrzeug gegenüber weiterhin positiv eingestellt. Das weist der aktuelle Report der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) aus. Heißt konkret: Dem jüngsten DAT-Report zufolge ist Deutschland immer noch ein Autoland.

Die Zahlen sind ein Liebesbeweis: 80 Prozent der befragten privaten Neuwagenkäufer gaben an, sich zu freuen, wenn sie ihr Auto sehen. Mehr als 90 Prozent haben Spaß am Autofahren und fühlen sich ohne Auto in ihrer Mobilität eingeschränkt. Und 40 Prozent der Befragten erklärten, Auto auch nur zum Spaß zu fahren.

Auch von den durchschnittlichen Pkw-Haltern in Deutschland, die ihr Fahrzeug im Schnitt seit etwas über fünf Jahren besitzen, freut sich immerhin noch jeder Zweite über sein Fahrzeug. Von dieser Gruppe fährt zwar nur noch knapp jeder Fünfte zum Spaß Auto, aber fast 80 Prozent bestätigten, dass ihnen Autofahren immer noch Freude mache. Und auch von diesen Befragten äußerten 84 Prozent, dass sie sich ohne Auto in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen.

Die Sympathie fürs Auto lassen sich die Deutschen auch gern etwas kosten: Laut DAT-Report investierten die Bundesbürger 2019 für einen Neuwagen im Schnitt 33.580 Euro. Für einen Gebrauchtwagen legten sie im vergangenen Jahr im Mittel 12.470 Euro an. Das sei ebenfalls der höchste Preis seit dieser Erhebung, teilte die DAT mit. Beim Markenhandel wurden demnach für Gebrauchte durchschnittlich 16.470 Euro ausgegeben, auf dem Privatmarkt 8.530 Euro.

Dass die fortwährenden Debatten um die negativen Umwelt- und Klimaeffekte von Automobilen die deutschen Autofahrer nicht gänzlich unbeeindruckt gelassen haben, wird an einer gestiegenen Ausgabebereitschaft für emissionsärmere Pkw deutlich. Denn auf die Frage, ob sie bereit wären, mehr Geld für einen Pkw auszugeben, wenn dieser weniger Kraftstoff verbraucht, antworteten laut Goslar Institut im aktuellen DAT-Report 68 Prozent der Neu- und 58 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer mit ja.

Der Artikel "Deutschland ist immer noch Autoland" wurde am 01.04.2020 in der Kategorie News von Andreas Reiners mit den Stichwörtern Auto, Umfrage, News, veröffentlicht.