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Colmar ist ganzjährig eine Auto-Reise wert

17. Juli 2015, 13:09 Uhr
Lars Wallerang (vm)
Im Dreiländereck von Frankreich, der Schweiz und Deutschland liegt das elsässische Colmar. Vor allem mit dem Auto ist die historische Stadt gut zu erreichen. Besonders viel zu bieten hat Colmar im Juli. Denn dann findet Jahr für Jahr ein internationales Musikfestival statt. Aber die Region bietet noch viel mehr, etwa Rundfahrten mit einer roten 'Ente' dem kultigen Citroen 2 CV.


Im Dreiländereck von Frankreich, der Schweiz und Deutschland liegt das elsässische Colmar. Vor allem mit dem Auto ist die historische Stadt gut zu erreichen. Besonders viel zu bieten hat Colmar im Juli. Denn dann findet Jahr für Jahr ein internationales Musikfestival statt. Aber die Region bietet noch viel mehr. Gewiss hat die kleine französische Stadt mit deutschen Wurzeln auch einen Bahnhof. Doch motorisiert lässt sich der Ort leichter bereisen; außerdem bietet das Umland reizende Ausflugsziele beispielsweise zu hervorragenden elsässischen Winzern, die ihre Weine ab Hof verkaufen. Wohl dem, der dann einen großen Kofferraum hat.

Das Tourismus-Büro hält für Auto-Nostalgiker ein Spezialangebot bereit: Rundfahrten mit einer roten "Ente" dem kultigen Citroen 2 CV. Der knuffige Kleinwagen passt herrlich zu Land und Leuten. Inbegriffen sind eine Tour durch die berühmten elsässischen Weinberge. Gültig ist das Angebot allerdings nicht während der Weinlesezeit im Herbst und auch nicht zur Weihnachtszeit. Nähere Infos hierzu gibt auf der Internetseite des Tourismus-Büros von Colmar: www.ot-colmar.fr/de.

Das mittelalterliche Zentrum mit seinen vielen windschiefen Fachwerkhäusern zeigt sich allerdings nahezu autofrei. Doch unweit der Altstadt befindet sich sowohl die große Tiefgarage unter der Place Rapp sowie zahlreiche Hotels mit Parkplatz-Angebot. Von dort aus lässt sich der romantische Stadtkern mit seinem reichen kulturellen und gastronomischen Leben leicht auf Schusters Rappen erkunden.

Alle Jahre wieder widmet sich das Internationale Musikfestival von Colmar einem legendären Musiker. In diesem Sommer war es der Jahrhundert-Trompeter Maurice André (1933-2012). Dessen Sohn Nicolas André, der auch Trompete spielt, sowie zwei weitere Trompeter gestalteten in der großen alten Franziskaner-Kirche Saint Matthieu eine musikalische Hommage, begleitet vom renommierten Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Die Akustik in der Kirche ist berühmt, und nur sehr namhafte Musiker treten bei Frankreichs bedeutendsten Klassik-Festival auf. Kein Wunder, dass die Karten für die Konzerte immer schnell ausverkauft sind.

Nun steht auch eine der größten Attraktionen Colmars nach langjährigem Umbau wieder in ganzer Lebensgröße Besuchern offen: das Unterlinden-Museum mit dem berühmten Isenheimer Altar des Künstlers Matthias Grünewald aus dem 16. Jahrhundert. Hier spielt die Musik freilich das ganze Jahr über. Und wer in der Adventszeit Colmar besucht, den erwartet einer der romantischsten und märchenhaftesten Weihnachtsmärkte Europas.

Geheimtipp für Naschkatzen: Das Dorf Niedermorschwihr mit der Patisserie und Marmeladen-Manufaktur der deutschstämmigen Christine Ferber. Für die feinen Konfitüren werden auf der ganzen Welt hohe Preise gezahlt, vor allem in Asien. Nirgendwo sind die fruchtigen hausgemachten Delikatessen so erschwinglich wie im Laden des Dorfes, das nur acht Kilometer bzw. 20 Autominuten über grün umflorte Landstraßen von Colmar entfernt liegt. Und wer mal eben eine Großstadt sehen will, der erreicht in einer Dreiviertelstunde das schweizerische Basel. Größere Vielfalt als rund um Colmar kann ein Auto-Reisender europaweit kaum finden.

Lars Wallerang

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