Bahngesellschaften

Millionenstrafe für die Deutsche Bahn

21. April 2021, 09:41 Uhr
Ralf Loweg
Die Deutsche Bahn hat in der Corona-Krise ohnehin keinen leichten Stand. Jetzt kommt noch ein dickes Bußgeld obendrauf. Denn die Wettbewerbshüter der Europäischen Union verhängten gegen den Staatskonzern eine Strafe in Höhe von rund 48 Millionen Euro verhängt.


Die Deutsche Bahn hat in der Corona-Krise ohnehin keinen leichten Stand. Jetzt kommt noch ein dickes Bußgeld obendrauf. Denn die Wettbewerbshüter der Europäischen Union verhängten gegen den Staatskonzern eine Strafe in Höhe von rund 48 Millionen Euro verhängt.

Hintergrund sind Verstöße gegen europäisches Kartellrecht, wie die EU-Kommission dazu mitteilte. Neben der Deutschen Bahn sind den Angaben zufolge auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Societe Nationale des Chemins de fer belges (SNCB) betroffen, berichtet "tagesschau.de".

"Die Unternehmen waren an einem Kartell beteiligt, bei dem es um die Aufteilung von Kunden ging", teilte die EU-Kommission weiter mit. Die Unternehmen hätten ihre Beteiligung an dem Kartell eingeräumt. Konkret sei es um den Güterverkehr auf bestimmten Eisenbahnkorridoren gegangen.

Die Untersuchung der EU-Kommission habe ergeben, dass sich die besagten drei Unternehmen rechtswidrig über Kundenanfragen ausgetauscht und sich gegenseitig höhere Preisangebote verschafft hätten. Es habe zwischen 2008 und 2014 entsprechende Absprachen gegeben.

Die Deutsche Bahn erklärte in einer ersten Stellungnahme, den Kunden seien keine wirtschaftlichen Nachteile entstanden.

Der Artikel "Millionenstrafe für die Deutsche Bahn" wurde am 21.04.2021 in der Kategorie News von Ralf Loweg mit den Stichwörtern Bahngesellschaften, Bahnindustrie, Politik, Financial, News, veröffentlicht.