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Ratgeber: Vorbereitung auf die erste Fahrradtour - So kommt man voran

15. Mai 2024, 15:00 Uhr
Mario Hommen/SP-X
Ratgeber: Vorbereitung auf die erste Fahrradtour - So kommt man voran
Dank schönem Wetter und langen Wochenenden steigen viele Biker wieder für längere Ausflüge in den Sattel. Damit die erste große Tour auch gelingt, sollte man sich in einigen Punkten vorbereiten Foto: www.pd-f.de

Für viele Biker ist das lange Pfingstwochenende der ideale Zeitpunkt für die erste lange Fahrradtour. Wer mit dem Drahtesel auf große Fahrt gehen will, sollte sich ein wenig auf dieses Abenteuer vorbereiten.

Das teilweise schon sommerliche Wetter sowie verlängerte Wochenenden locken viele Radfahrer wieder auf die Straße. Wer den Saisonstart mit einer ausgedehnten Zweiradtour einläuten möchte, sollte sich nicht unvorbereitet ins Abenteuer stürzen. Damit unterwegs alles glatt läuft, gilt es im Vorfeld ein paar Dinge zu beachten.

Wer sein Fahrrad zum ersten Mal seit Monaten wieder aus dem Keller holt, führt idealerweise vor der ersten Tour einen kleinen Technik-Check durch. Geprüft werden Zustand und Luftdruck der Reifen sowie die Funktion von Licht und Bremsen. Außerdem kann ein wenig Öl kleine Wunder bewirken. Fahrräder mit Kettenantrieb fahren deutlich geschmeidiger, wenn die Kette leicht gefettet oder idealerweise sogar gereinigt ist. Wer sich einen Technik-Check nicht zutraut, sollte sich möglichst frühzeitig um einen Termin in einer Fahrradwerkstatt bemühen, denn gerade im Frühjahr sind die Zweiradexperten gefragt.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass während der Tour eine Nachjustierung erforderlich ist oder sich eine Schraube löst. Deshalb empfiehlt es sich, Werkzeug mitzunehmen. Hier gibt es clevere Mini-Tools, die für die meisten Probleme das richtige Gegenstück bieten. Flickzeug, Ersatzschlauch, Minipumpe, Lappen und Reifenheber sollten ebenfalls dabei sein. Apropos Reifenpanne: Wer auf Reifen mit Pannenschutz umsteigt, wird sich nur noch selten über einen Plattfuß ärgern. Die Bezeichnung ,,pannensicher" ist keineswegs übertrieben. Sollte es unterwegs ein unlösbares Technikproblem mit dem Fahrrad geben, kann unter Umständen der Pannendienst eines Automobilclubs helfen. Unter anderem ADAC, ACE oder ACV bieten ihren Mitgliedern einen kostenlosen Pannenservice für Radfahrende an.

Wer eine längere Tour plant, sollte auch auf die richtige Kleidung achten. Angenehm ist eine atmungsaktive Radbekleidung, die vor Wind und Auskühlung schützt. Lange Fahrten sind oft anstrengend für das Gesäß. Eine gepolsterte Radlerhose oder eine Gesäßcreme können gegen Schmerzen helfen. Leichte Regenkleidung ist ideal. Eventuell lohnt es sich, diese vor der ersten Fahrt noch einmal zu imprägnieren und auf Wasserdichtigkeit zu prüfen. Wer mit sich neue Fahrradschuhen zugelegt hat, sollte vor der ersten langen Tour noch ein wenig einlaufen. Gut ist auch ein trockenes Wechsel-T-Shirt. Oft schwitzt man so stark, dass feuchte Kleidung unangenehm kühlt. Ein Fahrradhelm sowie eine Fahrradsonnenbrille, Sonnencreme und ein Erste-Hilfe-Set sollten ebenfalls zum Reisegepäck gehören. Bei längeren Touren empfiehlt sich außerdem das Tragen von Fahrradhandschuhen. Um Zusatzkleidung, Werkzeug und Proviant mitnehmen zu können, ist es hilfreich, Packtaschen für den Gepäckträger oder eine Lenker- oder Satteltasche ans Rad zu montieren. Ein Rucksack geht auch, doch dieser wird bereits nach wenigen Stunden unbequem und sorgt zudem für eine feuchte Rückenpartie.

Ein paar Snacks und Getränke gehören auf jeden Fall ins Reisegepäck. Studentenfutter, Datteln oder Cashewkerne eignen sich gut als schnelle Mahlzeit zwischendurch. Auch Obst wie Äpfel oder Bananen sowie Wurst- oder Käsebrote sind ein guter Proviant. Auf jeden Fall sollte man mit einer soliden Grundlage starten. Ein ausgiebiges Frühstück vor einer langen Radtour ist selbstverständlich. Außerdem nimmt man mindestens eine Getränkeflasche mit einem Liter Fassungsvermögen mit, die man bei Bedarf unterwegs mit Leitungswasser auffüllen kann.

Wer eine Tour in unbekanntes Terrain plant, sollte auf jeden Fall sein Smartphone mitnehmen. Mit einer entsprechenden Lenkerhalterung dient es als Fahrradnavi. Eine aktivierte Navigation kann allerdings die Akkulaufzeit vom Handy stark verkürzen. Deshalb sollte der Akku vor der Tour vollständig aufgeladen werden. Pedelec-Nutzer, die über einen USB-Anschluss am Fahrrad verfügen, sollten unbedingt ein Ladekabel für das Smartphone mitführen. Alternativ oder zusätzlich empfiehlt sich die Mitnahme einer Powerbank. Als Alternative zur Smartphone-Navigation gibt es außerdem speziell für den Fahrradbetrieb optimierte GPS-Navigationsgeräte, die eine Outdoor-Nutzung besser vertragen und oft vergleichsweise lange Akkulaufzeiten bieten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zudem Kartenmaterial in Papierform dabeihaben, falls die Technik einmal versagt.

Wer Lust auf eine Radtour hat, sich aber körperlich nicht fit fühlt, für den könnte die Anschaffung eines Pedelecs eine gute Alternative sein. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Tour mit einem konventionellen Fahrrad schafft, sollte die Route idealerweise so planen, dass z.B. eine Rückfahrt mit dem Zug möglich ist, falls die Kräfte nachlassen.

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