Elektroauto

Elektrischer Rolls-Royce im Langstrecken-Test

29. Juli 2022, 10:43 Uhr
Lars Wallerang 3
3Elektrischer Rolls-Royce im Langstrecken-Test
mid Groß-Gerau - Die klassische Kühlerfigur "Spirit of Ecstasy" darf natürlich auch auf der Haube des elektrischen Spectre nicht fehlen. Rolls-Royce
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Der elektrische Rolls-Royce 'Spectre' befindet sich in der Testphase. Das Programm soll sich über 2,5 Millionen Kilometer erstrecken.


Der elektrische Rolls-Royce "Spectre" befindet sich in der Testphase. Das Programm soll sich über 2,5 Millionen Kilometer erstrecken, was einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 400 Jahren entspräche. Allein in Südfrankreich will man mit dem Luxus-Stromer 625.000 Testkilometer absolvieren.

Sie sind in zwei Phasen geteilt und beginnen auf dem historischen Testgelände Autodrome de Miramas. Einst eine Rennstrecke, auf der 1926 ein Grand Prix stattfand, ist das Gelände heute ein hochmodernes Test- und Entwicklungszentrum mit mehr als 60 Kilometern und 20 Teststreckenumgebungen. Sie bieten eine Vielzahl von Testmöglichkeiten - etwa ein dreispuriges, fünf Kilometer langes Hochgeschwindigkeitsoval mit starker Querneigung, auf dem der Spectre bei kontinuierlich hohen Geschwindigkeiten getestet werden kann.

Die zweite Testphase in der Region findet in der provenzalischen Landschaft um Miramas und an der Cote d'Azur statt. Die Tests unter realen Bedingungen vor Ort wird in Schlüsselmärkten auf der ganzen Welt wiederholt.

Der Spectre ist bestens vernetzt: Jede seiner Komponenten ist intelligenter als je zuvor in jedem Rolls-Royce. Er verfügt über 141.200 Sender-Empfänger-Beziehungen, was etwa dreimal so viel ist wie bei einem bisherigen Rolls-Royce. Die hauseigenen Software-Spezialisten haben eine dezentralisierte Intelligenz entwickelt. Sie basiert darauf, dass die Daten näher an der Quelle verarbeitet werden und nicht vollständig von einer einzigen zentralen Einheit. Die Reaktionszeit soll daher deutlich schneller, die Prozesse detaillierter sein.

Neues liefert Rolls-Royce auch zum Thema Fahrwerk: Nach monatelangen Tests wurde eine neue Fahrwerkstechnologie freigegeben, die sicherstellen soll, dass auch der Spectre den berühmten "Magic Carpet Ride" liefert - das souveräne Dahingleiten unter allen Bedingungen. Die ausgeklügelte elektronische Wankstabilisierung verwendet eine Reihe neuer Hardware-Komponenten und nutzt die Hochgeschwindigkeitsdatenverarbeitung des Spectre. Sie verwendet Daten des Flagbearer-Systems, das die vorausliegende Straßenoberfläche liest, und vom Navigationssystem, das kommende Kurven erkennt.

Die absolute Kontrolle über ein so großzügig proportioniertes Automobil wird durch die Vollaluminium-Spaceframe-Architektur von Rolls-Royce ermöglicht. Diese Plattform ist ausschließlich der Marke vorbehalten und ermöglichte den Designern nicht nur, mit dem elektrischen Supercoupe eine neue Klasse bei Rolls-Royce zu schaffen, sondern mit dem Spectre die steifste Karosserie in der Markengeschichte zu erzielen.

Der Artikel "Elektrischer Rolls-Royce im Langstrecken-Test" wurde am 29.07.2022 in der Kategorie New Mobility von Lars Wallerang mit den Stichwörtern Elektroauto, Test, Neuheit, Luxus, New Mobility, veröffentlicht.

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