Verkehrsschilder

Schilder-Wirrwarr bei vielen Ladestationen

27. Januar 2022, 15:15 Uhr
Andreas Reiners
Schilder-Wirrwarr bei vielen Ladestationen
mid Groß-Gerau - Dieses Schild am Wiesbadener Sonnenberg lässt tagsüber das Parken für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen für maximal zwei Stunden zu. Die Fahrzeuge müssen sich nicht im Ladezustand befinden. ADAC Hessen-Thüringen e.V.
Das Aufladen des eigenen Elektroautos an öffentlichen Parkplätzen ist nicht immer ganz einfach. Denn vielerorts muss man unterschiedliche Regeln beachten. Laut einer aktuellen ADAC-Umfrage in den 16 Landeshauptstädten weisen die örtlichen Vorschriften erhebliche Unterschiede auf.


Das Aufladen des eigenen Elektroautos an öffentlichen Parkplätzen ist nicht immer ganz einfach. Denn vielerorts muss man unterschiedliche Regeln beachten. Laut einer aktuellen ADAC-Umfrage in den 16 Landeshauptstädten weisen die örtlichen Vorschriften erhebliche Unterschiede auf.

Dementsprechend sieht es auch bei der Beschilderung aus, die teilweise für Verkehrsteilnehmer unklar und missverständlich ist. Nicht immer geht eindeutig hervor, wie lange tatsächlich geparkt und geladen werden darf. Übereinstimmung gab es lediglich darin, dass in keiner Stadt Gebühren für das Parken an der Ladesäule verlangt wurden.

In Wiesbaden ist die Beschilderung zumindest an den öffentlichen Ladestationen relativ eindeutig. Tagsüber geparkt werden darf nur mit E-Kennzeichen für maximal zwei Stunden. Das ist meist ausreichend für einen notwendigen Ladevorgang. Ab 20 Uhr bis acht beziehungsweise neun Uhr am nächsten Morgen darf dort hingegen durchgehend geparkt werden. Eine Sonderregel für Carsharing-Fahrzeuge gibt es nicht.

Die Zeiterfassung erfolgt simpel über die Parkscheibe. Allerdings verpflichtet diese Beschilderung nicht zum aktiven Laden des Autos. Dazu fehlt in Deutschland bisher noch ein rechtsverbindliches Verkehrs- oder Zusatzzeichen, das zum Laden während des Parkens verpflichtet.

"Wiesbaden zeigt sich auf dem richtigen Weg, sowohl was die Beschilderung als auch die Möglichkeiten zum Laden an öffentlichen Stationen angeht", so Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen. "Wenn bis 2030 jedoch 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen, darf der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht ins Stocken geraten, sonst wird es an den Ladesäulen eng."

Laut lokalem Versorger ESWE werden über 130 öffentliche Ladestationen in Wiesbaden und Region betrieben (Stand: November 2020). Es gibt verschiedene Tarife mit und ohne Kundenkarte. Die Kosten liegen zwischen 0,32 Euro und 0,50 Euro pro Kilowattstunde zuzüglich Start- bzw. Grundgebühr.

Der Artikel "Schilder-Wirrwarr bei vielen Ladestationen" wurde am 27.01.2022 in der Kategorie New Mobility von Andreas Reiners mit den Stichwörtern Verkehrsschilder, Ladestationen, Elektromobilität, New Mobility, veröffentlicht.

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