Buchbesprechung

Buchtipp: "Cars and Crimes"

22. Oktober 2021, 15:34 Uhr
Jutta Bernhard
Buchtipp:
mid Groß-Gerau - In der Serie "Motor Legenden" ist das Werk "Cars and Crimes" im Motor Buch Verlag erschienen. Die Leserschaft erwartet auf 250 Seiten mit vielen Originalfotos eine spannende Lektüre. Motor Buch Verlag
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Würden wir uns an Bonnie und Clyde erinnern, wenn sie nicht in jedem Provinzkaff einen Ford V8 zum Flüchten gefunden hätten? Und wäre Rosemarie Nitribitt auch ohne ihren schwarzen Mercedes 190 SL so berühmt geworden? Fest steht: Jeder dieser großen Kriminalfälle wäre ohne Autos ein anderer gewesen. Der Autor Christian Steiger beschreibt anhand zwölf typischer Kriminalfälle aus der Zeit von 1930 bis 1985, wie der Kraftwagen auf die schiefe Bahn geriet.


Würden wir uns an Bonnie und Clyde erinnern, wenn sie nicht in jedem Provinzkaff einen Ford V8 zum Flüchten gefunden hätten? Und wäre Rosemarie Nitribitt auch ohne ihren schwarzen Mercedes 190 SL so berühmt geworden? Fest steht: Jeder dieser großen Kriminalfälle wäre ohne Autos ein anderer gewesen. Der Autor Christian Steiger beschreibt anhand zwölf typischer Kriminalfälle aus der Zeit von 1930 bis 1985, wie der Kraftwagen auf die schiefe Bahn geriet.

Das Auto hat nicht nur die Welt verändert, sondern auch die Halbwelt. Natürlich haben die Amerikaner das Auto nicht erfunden, aber sie machen es zum Verkehrsmittel der Massen. Henry Ford und sein T-Modell motorisieren in den 1920er Jahren nicht nur die bürgerliche Mitte der Vereinigten Staaten, sondern auch die Verbrecher, denen sich hinter dem Lenkrad ganz neue Möglichkeiten erschließen. Banküberfälle und Kidnapping zählen neben den Schmuggler- und Schwarzbrenner-Touren der Prohibition zu den neuen Delikten, die das Auto begünstigt.

In Deutschland dauert es dagegen etwas länger, bis der Kraftwagen auf die schiefe Bahn gerät: Junge "Autobahnspringer" gehören zu den typischen Verbrechern der frühen Nachkriegszeit, Taximorde und Übergriffe auf Liebespaare lassen später selbst aufrechte Demokraten nach Wiedereinführung der Todesstrafe schreien.

Die Chronik des Automobils ist nicht komplett ohne die Achsen der Bösen. Und es sind nicht nur die großen Schlagzeilen-Fälle, in denen sich die Zeitgeschichte spiegelt. Deshalb berichtet das Buch "Cars and Crimes" auch von einigen Verbrechen, deren Akten schon seit Jahrzehnten ganz hinten in den Archiven lagen. Aber gerade ihre Wiederentdeckung zeigt, dass die Sozialgeschichte des Automobils noch lange nicht auserzählt ist.

In der Serie "Motor Legenden" ist das Werk "Cars and Crimes" im Motor Buch Verlag erschienen. Die Leserschaft erwartet auf 250 Seiten mit vielen Originalfotos eine spannende Lektüre. Der Preis beträgt 29,90 Euro.

Der Artikel "Buchtipp: "Cars and Crimes"" wurde am 22.10.2021 in der Kategorie Neuheiten von Jutta Bernhard mit den Stichwörtern Buchbesprechung, Luxus, Automobil, Historie, Vorstellung, veröffentlicht.

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