Historie

Eine Legende wird 50 - Opel Rekord D

8. Oktober 2021, 14:15 Uhr
Solveig Grewe
Eine Legende wird 50 - Opel Rekord D
mid Groß-Gerau - Mittelklasse mit Blitz: der Opel Rekord D kam vor einem halben Jahrhundert auf den Markt. Opel
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Der Rekord D feiert im Januar 2022 seinen 50. Geburtstag. Es waren beachtlich Fußstapfen, die die Mittelklasse mit dem Blitz im Jahr 1972 zu füllen hatte.


Der Rekord D feiert im Januar 2022 seinen 50. Geburtstag. Es waren beachtlich Fußstapfen, die die Mittelklasse mit dem Blitz im Jahr 1972 zu füllen hatte. Ihr direkter Vorgänger hatte sich mehr als 1,2 Millionen Mal verkauft und stand damit für ein Achtel aller bis dato gebauten Opel-Automobile in der sieben Jahrzehnte währenden Firmengeschichte. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an den Erfolg des Rekord D: "Die tragende Rolle, die der 66er Rekord fünf Jahre lang gespielt hat, überlässt er jetzt seinem jungen Nachfolger, der in den kommenden Jahren die Szene beherrschen wird", prophezeite damals die Presseinformation von Opel.

Schon optisch hebt sich der D-Rekord (auch Opel Rekord II genannt, um Verwechslungen mit dem "D" für Diesel zu vermeiden) deutlich vom Vorläufer ab. Das amerikanische "Coke-Bottle"-Design vor der C-Säule ist klaren, funktionalen Linien mit glatten Flächen sowie großen Fenster bei einer deutlich niedrigen Gürtellinie gewichen. Der Grad der Begeisterung über den Neuen lässt sich aus den schwärmenden Texten des damaligen Opel-Marketings noch heute erkennen. Der Rekord D kommt auf den Markt wie ein unerwarteter Besucher zu einer Party, der frischen Schwung in die Gesellschaft bringt.

Der neue Star aus Rüsselsheim kommt wie der Vorgänger in drei Karosserievarianten: Klassische Stufenheck-Limousine mit zwei oder vier Türen, das sportliche Coupe und die bei Opel immer Caravan genannte Komi-Version mit drei oder fünf Türen. In bester Tradition des legendären "Schnelllieferwagens" der 1950er und 1960er Jahre bietet Opel außerdem den Rekord für den gewerblichen Einsatz als dreitürigen Kombi ohne Seitenfenster im Fond an. Verstärkungen in den Flanken und im Dach sowie definierte Knautschzonen bieten für den Fall eines Unfalls vorbildlichen Schutz.

Die Benzinmotoren des Rekord II sind Weiterentwicklungen der bewährten, über zwei Millionen Mal gebauten Vierzylinder-Aggregate mit seitlich liegender Nockenwelle. Die Basis bildet ein 1,7-Liter-Triebwerk mit 66 PS, die S-Maschine lieferte 83 PS, das 1,9-Liter-Aggregat 97 PS. Zudem gibt der erste PKW-Diesel des Unternehmens sein Seriendebüt: Im Opel Rekord D leistet der neue Selbstzünder 60 PS, verbraucht im Schnitt 8,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer und sorgt für 135 km/h in der Spitze.

Ab März 1972 erweitert der Commodore B die Baureihe nach oben. Als Vertreter der oberen Mittelklasse schließt er die Lücke zwischen dem Rekord und den Oberklasse-Modellen Admiral und Diplomat. Im September 1972 erscheint das Top-Modell der Commodore-Familie: der 160 PS starke GS/E. Sein mit elektronischer Einspritzung ausgerüsteter 2,8-Liter-Motor sorgt für eindrucksvolle Fahrleistungen: Das Coupe erreiche eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h, die viertürige Limousine 195 km/h.

Anfang September 1976 feiert Opel das einmillionste Modell der Baureihe mit einer goldenen Rekord D-Limousine. Als im September 1977 die letzte Rekord-Generation startet, sind in Rüsselsheim 1.128.196 Einheiten des Rekord D und 140.827 Einheiten des Commodore B vom Band gelaufen.

Der Artikel "Eine Legende wird 50 - Opel Rekord D" wurde am 08.10.2021 in der Kategorie Neuheiten von Solveig Grewe mit den Stichwörtern Historie, Mittelklasse, Vorstellung, veröffentlicht.

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