Reise

Ratgeber Urlaub: Was tun bei Flugangst?

11. Juni 2015, 17:41 Uhr
Ralf Loweg (vm)
Karibik, Südsee oder Hawaii: Wer hat noch nicht von diesen Urlaubszielen geträumt? Doch für viele Menschen ist allein der Gedanke an diese weiten Reisen ein Albtraum. Wieso das denn?


Karibik, Südsee oder Hawaii: Wer hat noch nicht von diesen Urlaubszielen geträumt? Doch für viele Menschen ist allein der Gedanke an diese weiten Reisen ein Albtraum. Wieso das denn? Ganz einfach: Diese Ferien-Paradise sind nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Und 60 Prozent der deutschen Flug-Passagiere empfinden laut einer ADAC-Umfrage ein leichtes Unbehagen, Angst oder gar Panik.

Flugangst ist ein ernsthaftes Problem und kann viele Ursachen haben. Wer unter Platzangst leidet, fürchtet sich vor der Enge und der röhrenartigen Form von Flugzeugen. Andere haben Schwierigkeiten, die Kontrolle an die Piloten abzugeben. Wieder andere haben Angst vor Flugzeugunglücken. Das beginnt bei der Furcht vor starken Turbulenzen bis hin zu Flugzeugabstürzen.

Und wie macht sich die Flugangst bei den Betroffenen bemerkbar? Das Gefühl, sich im Flugzeug in einer Stresssituation zu befinden, wird von Symptomen wie starkem Schwitzen und verkürzter Atmung begleitet. Sobald man diese körperlichen Reaktionen wahrnimmt, verschlimmern sie sich oft, wodurch die Angst noch größer wird.

Der Rat der Experten: Flugangst-Leidende sollten sich immer wieder mit dem Fliegen auseinandersetzen. Wer es häufig vermeidet, mit dem Flugzeug zu reisen, verschlimmert seine Angst beim nächsten Flug. Mit jedem Flug, auf dem nichts passiert, steigern sich dagegen die positiven Erlebnisse. Für Betroffene ist es wichtig, sich diese guten Erfahrungen im Nachhinein noch einmal bewusst zu machen.

Bei der Flugangst handelt es sich laut Experten um eine "irrationale Form der Angst". Denn Flugzeuge sind nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel. Doch Statistiken helfen den Betroffenen nicht. Wenn die Angst sehr stark ausgeprägt ist, sollte der Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt eine Angststörung vor, die therapeutisch behandelt werden muss. Außerdem bieten viele Fluggesellschaften Seminare an, bei der auf technische und psychologische Aspekte der Angst eingegangen wird. Am Ende des Seminars findet oft ein Flug in Begleitung von Psychologen statt.

Und wenn alles nicht hilft, kann man es so machen wie einst der niederländische Fußball-Nationalspieler Dennis Bergkamp: Anstatt in drei Stunden mit dem Flieger zum Europapokalspiel ans Schwarze Meer zu reisen, ist er drei Tage lang mit dem Auto quer durch Europa gefahren.

Der Artikel "Ratgeber Urlaub: Was tun bei Flugangst?" wurde am 11.06.2015 in der Kategorie Reise von Ralf Loweg (vm) mit den Stichwörtern Flug, Reisen, Ratgeber, Reise-Tipp, Caravan, Wohnwagen, Wohnmobil, Camper, Bahn veröffentlicht.