Formel 1

Vettel und Aston Martin: Alles auf Anfang

13. Januar 2021, 10:50 Uhr
Andreas Reiners
Vettel und Aston Martin: Alles auf Anfang
mid Groß-Gerau - Sebastian Vettel wechselt zur neuen Saison von Ferrari zu Aston Martin. Ferrari
Einmal durchschütteln. Das Vergangene abschütteln. Ein Neustart also. Ein neues Team, ein neues Auto, ein neues Umfeld. Sprich: Zahlreiche Impulse, die die Karriere von Sebastian Vettel noch einmal entscheidend anschieben sollen. Der viermalige Weltmeister will es sich und der Formel 1 nach einem äußerst schwachen letzten Jahr mit Ferrari beweisen, dass er es immer noch kann.


Einmal durchschütteln. Das Vergangene abschütteln. Ein Neustart also. Ein neues Team, ein neues Auto, ein neues Umfeld. Sprich: Zahlreiche Impulse, die die Karriere von Sebastian Vettel noch einmal entscheidend anschieben sollen. Der viermalige Weltmeister will es sich und der Formel 1 nach einem äußerst schwachen letzten Jahr mit Ferrari beweisen, dass er es immer noch kann. Der Wechsel zu Aston Martin soll dabei ein klassischer Win-Win-Deal werden: Vettel soll das Team zu neuen Erfolgen tragen und die Mannschaft wiederum dem 33-Jährigen Vertrauen und Rückhalt geben. Dinge, die Vettel für Top-Leistungen benötigt und die er bei Ferrari zuletzt nicht mehr vorfand.

"Ich kann es kaum erwarten, die Arbeit mit dem Aston Martin Cognizant Formula One Team zu beginnen. Es gibt so viel für mich in den nächsten Monaten zu entdecken und ich bin unglaublich entschlossen, dazu beizutragen, dass dieses Team noch erfolgreicher wird", sagte Vettel. "Bevor wir uns versehen, werden wir beim ersten Rennen dabei sein und diesen berühmten Namen wieder dort sehen, wo er hingehört. Ich bin stolz darauf, Teil dieser Reise zu sein."

Diese Reise soll das Team zu weiteren Erfolgen führen. 2020 sorgte Aston Martin als Racing Point zunächst mit einem kontroversen Nachbau des Weltmeister-Mercedes für Aufsehen und Diskussionen, dann mit einem Sieg und einem Podiumsplatz durch Vettel-Vorgänger Sergio Perez sowie zwei Podiumsplätzen durch Vettels neuen Teamkollegen Lance Stroll für sportliche Highlights. Platz vier in der Konstrukteurswertung hinter Weltmeister Mercedes, Red Bull Racing und McLaren war ein Schritt nach vorne und soll nicht der letzte gewesen sein.

"Ich will dort weitermachen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben, nur stärker", sagte Team-Mitbesitzer Lawrence Stroll der BBC: "Wir hatten einige Podestplätze, wir hatten einen Sieg. Ich will diese Saison ein paar Podestplätze mehr und ein oder zwei weitere Siege haben. Wir wollen Schritt für Schritt um immer mehr Siege kämpfen."

Das ist jedoch nur das kurzfristige Ziel. Mittelfristig will Stroll, Vater von Vettels Teamkollegen Lance, mehr. Die ab der anstehenden Saison schrittweise eingeführte Budget-Obergrenze und das neue technische Reglement ab 2022 in Verbindung mit Strolls Investitionen machten einen Titelgewinn für Aston Martin "sehr realistisch", sagte der 61-Jährige. Gerade der Ausgabendeckel "spielt uns in die Hand", so Stroll, weil sein Team anders als die Branchenriesen Mercedes, Red Bull und Ferrari nicht schrumpfen müsse, um diesem gerecht zu werden.

Und dann ist da ja auch noch Vettel. "Er wird uns führen", sagte Stroll: "Um Weltmeister zu werden, müssen meine Leute denken und handeln wie Weltmeister. Das schafft man, indem man einen viermaligen Champion ins Team holt. Er hat gewiss nicht vergessen, wie man einen Rennwagen fährt. Seine Arbeitsethik ist vorbildlich, jeder weiß im Fahrerlager, wie sehr er sich ins Zeug legt." Alles auf Anfang, alles bereit für einen Neustart also.

Andreas Reiners / mid

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