Auto

ADAC-Test: So steht es um die Kindersitze

20. Oktober 2020, 11:45 Uhr
Ralf Loweg
ADAC-Test: So steht es um die Kindersitze
mid Groß-Gerau - Kindersitze werden im ADAC-Test auf Herz und Nieren geprüft. ADAC
Kindersitze müssen im Ernstfall einiges wegstecken können. Schließlichlich sollen sie bei einem Verkehrsunfall eine Lebenversicherung für unsere Kleinen sein. Doch wie ist es um die Qualität wirklich bestellt? Das wollte jetzt der ADAC wissen.


Kindersitze müssen im Ernstfall einiges wegstecken können. Schließlichlich sollen sie bei einem Verkehrsunfall eine Lebenversicherung für unsere Kleinen sein. Doch wie ist es um die Qualität wirklich bestellt? Das wollte jetzt der ADAC wissen.

Fazit: Alle getesteten Sitze übertreffen sogar die gesetzlichen Vorschriften. Insgesamt wurden 14 in Deutschland erhältliche Kindersitze in allen Größen auf die Kriterien Sicherheit beim Frontal- und Seitenaufprall, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt getestet.

Acht Sitze erhalten das ADAC-Urteil "gut", sechs werden mit "befriedigend" bewertet. Dabei konnte der Joie i-Spin Safe am meisten überzeugen. Er ist für Kinder bis etwa vier Jahre geeignet und bekommt die Bestnote 1,6. Ebenfalls "gut" abschneiden konnte mit einer Gesamtnote von 1,7 der Cybex Aton B i-Size + Base M, für Kinder bis etwa eineinhalb Jahre.

Doch der Kauf eines guten Sitzes allein reicht nicht aus, betonen die ADAC-Experten. Das richtige Einbauen eines Kindersitzes und das richtige Anschnallen sind besonders wichtig - das zeigen Crashversuche, bei denen typische Fehler nachgestellt wurden.

Fehlbedienungen können bei einem Unfall schnell zu starken oder sogar lebensgefährlichen Verletzungen des Kindes führen. Beim Einbau des Sitzes und beim Anschnallen des Kindes sollten Eltern immer darauf achten, den Gurt nicht zu verdrehen. Außerdem müssen die Gurte in die vorgesehenen Führungen eingelegt und straff gezogen werden, nur so kann bei einem Aufprall das Kind sicher zurückgehalten werden.

Jacken sollten beim Anschnallen unter dem Beckengurt herausgezogen werden, damit der Gurt möglichst nah am Körper anliegt. Um Sitz und Kind richtig zu sichern, sollten sich Verbraucher nach dem Kauf des Sitzes daher ausführlich mit der Handhabung auseinandersetzen.

Der ADAC empfiehlt Eltern, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes über das Angebot zu informieren. Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in alle Autos und auch die persönlichen Vorlieben von Eltern und Kindern unterscheiden sich.

Wichtig: Kind und Fahrzeug zum Kauf mitnehmen und die zur Auswahl stehenden Modelle ausprobieren.

Der Artikel "ADAC-Test: So steht es um die Kindersitze" wurde am 20.10.2020 in der Kategorie News von Ralf Loweg mit den Stichwörtern Auto, Kinder, Kindersitze, Sicherheit, Test, News, veröffentlicht.

Auto, Kinder, Kindersitze, Sicherheit, Test

Weitere Meldungen

2. Dezember 2020

Die Fahrprüfung wird zur OPFEP

Die praktische Fahrerlaubnisprüfung wird ab dem 1. Januar 2021 nicht nur in allen Klassen zehn Minuten länger dauern ...