Ratgeber

Aus Alt mach Neu

1. September 2020
Redaktion
Aus Alt mach Neu
@ MichaelGaida (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Jedes Fahrzeug kommt irgendwann in die Jahre und der Besitzer steht vor der schwierigen Entscheidung, ober er sein Gefährt verschrotten oder restaurieren lassen möchte. In vielen Fällen ist das Verschrotten mit anschließendem Neukauf die günstigere Alternative, denn mit den Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Schäden.

Handelt es sich jedoch um ein besonderes Auto, beispielsweise um einen Oldtimer oder ein Kult-Modell, sieht die Sache gleich schon wieder ganz anders aus. Ein solches Fahrzeug möchte man natürlich unter allen Umständen erhalten. Dennoch schlagen die Reparaturkosten deutlich zu Buche. Glücklich darf sich derjenige schätzen, der das nötige handwerkliche Geschick besitzt und die ein oder andere Arbeit selbst erledigen kann. So manch einem versierten Autotüftler gelingt es mit dem richtigen Know-how, beispielsweise einen Anhänger zu restaurieren oder diverse Reparaturen an seinem PKW auszuführen. Um die Arbeiten ordentlich und professionell erledigen zu können, benötigt der Bastler die hierfür erforderlichen Geräte. Wer bei der Anschaffung auf Qualität und technische Raffinesse achtet, spart auf lange Sicht teure Reparaturkosten in der gewerblichen Autowerkstatt.

Das richtige Handwerkszeug für den Autobastler

Ein wichtiges Utensil in der Autowerkstatt ist das Bolzenschweißgerät. Die Schweißverfahren für Bolzenschweißen bieten bei einer sehr kurzen Schweißzeit ein perfektes Ergebnis, wobei eine aufwändige Nachbearbeitung häufig entfällt. Es sind keine Zusatzwerkstoffe erforderlich. Der Wärmeeintrag ist gering und die Schmelzzone begrenzt. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für dünne Bleche.

Neben dem Schweißgerät, dem Lieblingsstück vieler Autobastler, gibt es etliche weitere Geräte und Werkzeuge, die zu den dringend benötigten Ausstattungsgegenständen gehören. Wichtig ist, dass es sich um qualitativ hochwertige Werkzeuge handelt, denn Geräte, die während des Einsatzes kaputt gehen, richten unter Umständen mehr Schaden an als dass sie nutzen. Ein aus der Bohrmaschine fliegender Bit oder ein sich lösender Schraubendrehergriff sorgen für mächtig Ärger in der heimischen Werkstatt.

Wichtig ist die Anschaffung eines kompletten Werkzeugsatzes. Dieser umfasst auf jeden Fall Steckschlüssel, Steckschlüsseleinsätze für den Schraubendreher, Zangen, Schraubenschlüssel, Ring-Maulschlüssel und Zangen in ausreichender Auswahl. Winkelschraubendreher, Schlag- beziehungsweise Maschinenschraubereinsätze, Bit-Sätze und Umschaltknarren erleichtern die Arbeit ebenfalls erheblich. Natürlich benötigt der Autobastler auch regelmäßig Schleifpapier, Feilen, Hammer, Sägen und Akkuschrauber. Eine Werkbank mit Schraubstock ist ein Segen für jeden Handwerker, denn etliche Autoteile lassen sich auch außerhalb des Fahrzeugs gut bearbeiten.

Da im privaten Umfeld in der Regel weniger Platz als in einer professionell eingerichteten Werkstatt zur Verfügung steht, bringt es Vorteile, die Geräte und Werkzeuge clever unterzubringen. Eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit bieten die Wände. An Magnetleisten und Lochplattensystemen lassen sich die Werkzeuge sicher befestigen und sind im Falle eines Falles immer sofort griffbereit. Regale zählen zu den weiteren Ordnungssystemen, die sich gut für kleine Werkstätten eignen. Schubladen in unterschiedlichen Größen bieten ausreichend Stauraum für die regelmäßig benötigten Kleinteile wie Muttern, Nägel und Schrauben. Um ein Chaos in der Werkstatt zu verhindern, ist die Anschaffung von Kabelrollen sinnvoll.

Natürlich sollte man auch im privaten Bereich auf eine sichere Arbeitsweise achten. Schweißer nutzen bei ihrer Tätigkeit die vorgeschriebene Schutzkleidung inklusive Brille und Handschuhe. Auch ein Gehörschutz gehört unbedingt in die Autowerkstatt. Wer mit giftigen Farben und Lacken arbeitet, braucht eine Staubschutzmaske mit passendem Filter. Ein verantwortungsbewusster Automonteur sorgt außerdem für eine ausreichende Belüftung. Eine gute Luftzirkulation ist vor allem dann wichtig, wenn Benzin und Öle für schlechte Luft sorgen.

Der Artikel "Aus Alt mach Neu" wurde am 01.09.2020 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Aus Alt mach Neu, Tipp & Infos, veröffentlicht.

Aus Alt mach Neu

Weitere Meldungen

23. Oktober 2020

Die mid-Zeitreise: Yamaha FZR 600 R: kaum Wünsche offen

Am 27. Juni 1994 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 39. Jahrgang über die Yamaha FZR 600 R. Ganz groß ...