Autofahren

Online-Theorieunterricht: Eine Petition soll helfen

3. Juni 2020, 17:43 Uhr
Rudolf Huber
Online-Theorieunterricht: Eine Petition soll helfen
mid Groß-Gerau - Kämpfen für die Anerkennung von Online-Theorieunterricht: Robin Stegmann (l.) und Lasse Schmitt von der Online-Fahrschul-Plattform drivEddy. drivEddy
Online-Lehrangebote von Fahrschulen sind noch immer nicht zugelassen. Doch wo der Vor-Ort-Theorieunterricht wieder aufgenommen wird, ist es wegen der reduzierten Teilnehmerzahl für die Fahrschulen schwierig, ihre hohen Fixkosten zu decken. Und: Fahrschüler sind beim ortsgebundenen Unterricht einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als vor dem Tablet.


Online-Lehrangebote von Fahrschulen sind noch immer nicht zugelassen. Doch wo der Vor-Ort-Theorieunterricht wieder aufgenommen wird, ist es wegen der reduzierten Teilnehmerzahl für die Fahrschulen schwierig, ihre hohen Fixkosten zu decken. Und: Fahrschüler sind beim ortsgebundenen Unterricht einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als vor dem Tablet. Die Online-Fahrschul-Plattform drivEddy möchte deshalb mit Hilfe einer Online-Petition eine Ausnahmeregelung erwirken und "einen zeitgemäßen und geschützten Online-Theorieunterricht sicherstellen".

In einem Pilotprojekt können Fahrschüler seit dem 11. Mai deutschlandweit über die Blended-Learning-Plattform von drivEddy ihren Theorieunterricht online absolvieren. Dieser wird per Video-Livestream von einem erfahrenen Fahrlehrer abgehalten. Wo die Fahrschüler ihren Praxisunterricht abhalten, bleibt ihnen selbst überlassen. "Fahrschulen, die ihren Theorieunterricht an drivEddy auslagern, könnten ihre Fixkosten senken, eine gleichbleibend hohe Unterrichtsqualität garantieren und sich zugleich auf die fahrpraktische Ausbildung konzentrieren", so die Online-Plattform.

Das Ziel der Petition: Wenn eine Ausnahmegenehmigung erwirkt ist, können sich die Teilnehmer ihre Online-Theoriestunden anrechnen lassen und ihre Prüfung absolvieren. Lasse Schmitt, CMO und Mitgründer von drivEddy: "Bedingt durch die Corona-Krise stehen 30 Prozent der deutschen Fahrschulen vor dem Aus. Außerdem fehlten Deutschland bereits vor der Pandemie fast 17.000 Fahrlehrer, was im letzten Jahr zu langen Wartezeiten vor der Prüfung führte. Obwohl die Branche dringend eine digitale Infrastruktur benötigt, die das Fahrschulwesen hierzulande modernisiert, fehlt ein Gesetzesentwurf, der Online-Learning in Fahrschulen für gesetzmäßig erklärt, hierzulande immer noch."

Der Artikel "Online-Theorieunterricht: Eine Petition soll helfen" wurde am 03.06.2020 in der Kategorie News von Rudolf Huber mit den Stichwörtern Autofahren, Führerschein, Fahrschule, Digitalisierung, Corona-Krise, News, veröffentlicht.

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