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BMW kooperiert mit Apple an neuen

1. April 2020
Redaktion
BMW kooperiert mit Apple an neuen
@ kaboompics (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Findige Interessenten haben im Code von Apples neuem Smartphone Betriebssystem, dass vermutlich im September erscheinen wird, starke Hinweise auf ein „CarKey“ Feature gefunden.

Scheinbar arbeitet Apple gemeinsam mit BMW an neuartigen Methoden, das eigene Auto aufzuschließen. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf den Automobilmarkt: Zunächst gab es Gerüchte, dass Apple an einem eigenen autonomen Fahrzeug arbeite. Nun scheint es, als würde stattdessen die Symbiose zwischen Autoherstellern und großen Technologie-Unternehmen noch enger werden. Aber weshalb ist das wichtig für Neuwagen- und Jahreswagenkäufer? Und müssen Nicht-BMW-Käufer nun neidisch werden?

Intelligenter Schlüssel

Mit der neuen Funktion soll es für Nutzer, die ihr Auto mit dem Smartphone öffnen, möglich sein, ihre BMW-Fahrzeuge selbst dann zu entsperren, wenn das eigene Handy nicht aus der Tasche gezogen wird: Es reicht, zum Auto zu gehen und die Tür zu öffnen. Für Sicherheit sorgen schlaue Algorithmen und die neue Ultra-Breitband Technologie, mit welcher das Smartphone den eigenen Standort bis auf wenige Zentimeter genau teilen kann. Auch mit der Apple Watch, Apples intelligenter Uhr, wären die neuen Funktionen umsetzbar. Apples CarPlay, das es ermöglicht, Navigation und mehr direkt über das Smartphone zu schalten, ist bereits jetzt in vielen Modellen wie zum Beispiel dem neuen Toyota Yaris erhältlich.

BMW hat die Pläne der Presse gegenüber noch nicht bestätigt, verwies aber auf die Existenz des CCC: Das Car Connectivity Consortium beschäftigt sich mit der Standardisierung der Funktionen von digitalen Schlüsseln. Das kommt einer Bestätigung der Kooperation so nah wie nur möglich, ohne der offiziellen Enthüllung vorauszugreifen. Vermutlich werden die neuen CarKey Funktionen im Juni auf Apples WWDC Konferenz vorgestellt werden. Die Neuigkeiten sind deshalb brisant, weil die Symbiose von Auto und Smart-Geräten immer stärker voranschreitet.

Für Kunden ist die Einbindung von Funktionen wie CarPlay heute ein Muss: Das eigene Smartphone ist immer dabei, rund 57 Millionen Smartphone-Nutzer gab es bereits 2018 in Deutschland - das ist fast die gesamte erwachsene Bevölkerung. Falls BMW exklusiv mit Apple kooperiert, könnte dies für Neuwagenkäufer einen starken Anreiz darstellen, zu Modellen des Anbieters zu wechseln. Sollten Besitzer anderer Marken nun verzweifeln? Nein. Denn vermutlich gibt es Entwarnung: Technologie-Firmen wie Apple bedienen nämlich oft mehrere Hersteller.

Umwälzungen

Dennoch ist die Kooperation wichtig. Autohersteller wie BMW agieren nämlich äußerst clever, wenn sie Firmen wie Apple oder Google mit ins Boot holen: Denn ansonsten läuft die Autoindustrie in Gefahr, ebenso wie bereits viele andere Industrien vor ihr, von den Smartphone-Herstellern starke Konkurrenz zu erhalten. Das sieht man schon mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit. Bevor Smartphones am Markt etabliert waren, besaß beinahe jeder Haushalt eine Digitalkamera. Statt jedoch mit Google, Apple und Samsung zu kooperieren und beispielsweise für einfache Importe und Exporte von Digitalbildern zu sorgen, ließ die Digitalkamera-Industrie die Hersteller immer bessere Linsen in ihre Handys einbauen. Die Folge: Digitalkameras wurden überflüssig.

Die Armbanduhren-Industrie sieht sich aktuell der gleichen Disruption ausgesetzt. Vor wenigen Jahren noch verlachten gerade Schweizer Uhrenhersteller den Vorstoß der Technik-Giganten in den Sektor. Und heute? Heute ist die Apple Watch die meistverkaufte Uhr der Welt, viele Traditionshersteller fürchten um ihre Marktmacht. Ähnlich sieht es aus im Bereich der digitalen Unterhaltung. Marktführer Nintendo und Sony sahen die simplen, auf iOS und Android erhältlichen Videospiele, nicht als Konkurrenz zu ihren portablen Konsolen. Inzwischen spielt ein großer Teil der Spieler aber unterwegs lieber über das Netz oder in Apps wie Apple Arcade - mit dem Smartphone. Und Sony ist inzwischen komplett aus dem Handheld-Markt ausgestiegen. Aber auch in der Musikindustrie mussten die großen Labels sich in den vergangenen Jahren der Tatsache stellen, dass Nutzer Musik lieber vom Smartphone aus streamen, als digitale oder echte Alben zu kaufen.

Fazit: Cleveres Vorgehen

Hersteller wie BMW gehen durch die Symbiose mit Apple und Co. also einen intelligenten Weg, der zudem den Autokäufern zugutekommt. Wird das Handy zur Schaltzentrale im Auto, so sorgt das nicht nur für Vertrautheit bei der Bedienung, sondern spart auch bares Geld im Vergleich zu kompletten Bordcomputern. Mit Android Auto hat auch Google eine leistungsstarke Alternative, welche Android Smartphones ins Auto integriert. Ob Toyota Yaris, Hyundai i10, Mazda oder Mercedes: Beim Neuwagen und Jahreswagen-Kauf gehören Features wie CarPlay inzwischen zum Standard. Für Nicht-BMW-Käufer gibt es aber Entwarnung: Auch die neuen "CarKey" Funktionen werden mit Sicherheit auf andere Modelle ausgeweitet.

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