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Fixkosten senken und das Haushaltsbudget entlasten

12. März 2020
Redaktion
Fixkosten senken und das Haushaltsbudget  entlasten
@ stevepb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Bei vielen bleibt am Ende des Monats nur wenig Geld übrig, und das obwohl sie Vollzeit arbeiten. Zehn Prozent der Deutschen sind sogar überschuldet und haben ausständige Verpflichtungen. Woran es liegt, dass mehr als 6,9 Millionen Bundesbürger ihre Rechnungen nicht bezahlen können?

Einerseits spielen die ständig steigenden Lebenshaltungskosten eine Rolle. Im ersten Halbjahr 2019 zum Beispiel stiegen die Mietpreise um satte 4,4 Prozent. Da die Durchschnittslöhne nicht im selben Ausmaß erhöht werden, bleibt unterm Strich weniger Geld zum Wohnen übrig. Doch auch unüberlegte Anschaffungen führen in die Schuldenfalle. Nicht zu vergessen die Fixkosten, die jeden Monat vom Konto abgezogen werden. Doch gerade in diesem Punkt gibt es enormes Sparpotential.

Wofür Deutsche am meisten Geld ausgeben

Zugegeben Geschmäcker sind verschieden und das zeigt sich auch bei den Ausgaben. Während den einen beim Lieblingshobby nichts zu teuer ist, fahren die anderen ein Luxusauto oder gönnen sich regelmäßig eine Reise in die Karibik oder in andere ferne Destinationen. Was können sich Deutsche leisten und wofür geben sie Geld aus? Die Statistik liefert für den Durchschnittsbürger Antworten dazu:

- 2018 betrug der durchschnittliche Bruttoverdienst pro Monat 3.880 Euro brutto. Im Jahr 2017 waren es 3.771 Euro, zur jahrtausendwende musste der Durchschnittsbürger mit 2.551 Euro auskommen
- Die Inflationsrate, also der Preisanstieg eines vom Statistischen Bundesamt zusammengestellten Produktwarenkorbs, betrug 2019 1,4 Prozent, 2018 1,8 Prozent. Seit 2000 sind die Preise um fast 25 Prozent gestiegen
- Bei Neubauwohnungen sind die Preise seit 2010 um 9,6 Prozentpunkte gestiegen
- 71,4 Prozent aller Deutschen leben in Mietwohnungen
- Mehr als ein Viertel ihres Einkommens geben sie für die Miete aus, dabei sind jedoch die Energiekosten nicht mit eingerechnet

Bei Single Haushalten verschlingt ein noch größerer Anteil des Einkommens die Miete: Rund 30 Prozent des gesamten Einkommens werden dafür aufgewendet. Bei rund 15,6 Prozent der Deutschen beträgt der Anteil der Wohnungskosten 40 Prozent des Nettoeinkommens. Bei diesem Personenkreis spricht man von einer Überbelastung durch Wohnkosten. Dazu kommen noch Versicherungen, die Kosten für das Auto, das Smartphone und Lebensmittel. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche in die Schuldenfalle tappen. Doch es gibt Auswege aus der Misere, wenn man sich nicht davor scheut die aktuelle finanzielle Situation genau zu analysieren.

Erster Schritt: den Ist-Zustand feststellen

Viele Menschen wissen zwar, dass sie mit ihrem Geld nicht auskommen, ihnen fehlt jedoch ein Plan wo sie ansetzen könnten. Daher ist als erster Schritt ein Haushaltsplan Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen. Die Einnahmen festzuhalten ist meistens keine große Herausforderung: Darunter fallen der Lohn, mögliche Alimente und andere Unterhaltszahlungen, die Rente und Einnahmen aus vermieteten Objekten. Auch Familienbeihilfe und andere staatliche Zahlungen, die regelmäßig überwiesen werden, können auf der Einkommensseite angegeben werden.

Der weit schwierigere Part ist die Aufzeichnung aller Ausgaben. Dabei lohnt es sich zunächst einmal die Kontoauszüge der letzten Monate zur Hand zu nehmen. Vermutlich werden viele Beträge automatisch abgebucht. Dazu zählen die Miete, die Kosten für den Handyvertrag, Ausgaben für Strom und Heizung sowie die Versicherungen. Auch mit der Bankomat- und Kreditkarte bezahlte Beträge scheinen auf dem Kontoauszug auf. Dazu kommen jedoch noch die Kleinigkeiten, die man zwischendurch in bar bezahlt. Um sich einen umfangreichen Überblick zu verschaffen sollte man für die Erstellung eines Haushaltsplans für einen Monat jede noch zu kleine Rechnung aufgeben und in ein Haushaltsbuch eintragen. Dabei darf man nicht auf den Snack, den man schnell auf dem Weg zur Arbeit beim Bäcker kauft, das Auftanken des Autos und den Kinobesuch vergessen. Am Ende des Monats sind die meisten überrascht, wie viel Geld sie tatsächlich ausgeben.

Sparstift ansetzen – Versicherungen checken

Wer sich den Haushaltsplan ganz genau ansieht wird bemerken, dass ein signifikanter Teil des Geldes in Versicherungen fließt. Da sich jedoch die Polizzen und die Beträge ständig ändern lohnt es sich über einen Wechsel nachzudenken. Doch die Konditionen für die Kündigungen sind unterschiedlich: Bei manchen Versicherungen muss der Vertrag drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit storniert werden. In diesem Punkt unterscheidet sich Lemonade von anderen Versicherungsunternehmen: Die Verträge laufen nämlich jeweils nur einen Monat und werden automatisch verlängert. Praktische für den Kunden ist jedoch, dass man jederzeit kündigen kann und nicht im schlimmsten Fall ein Jahr auf einen möglichen Wechsel warten musst. Hausratversicherung - alles, was du wissen musst erfahren Interessenten auf der Webseite des Unternehmens. Außerdem zeigt Lemonade ein soziales Gewissen. Ein Teil der nicht für die Bezahlung von Schäden verwendeten Prämien kommt nämlich karitativen Zwecken zugute. Welche NGO als Begünstigter davon profitiert, entscheiden Kunden beim Abschluss des Vertrags selbst.

Bei der KFZ-Versicherung läuft der Vertrag meistens mit Ende des Jahres aus. In der Regel ist eine Kündigungsfrist von einem Monat vorgesehen. Das bedeutet, dass das Kündigungsschreiben spätestens am 30. November bei dem Unternehmen eintreffen muss. Doch Achtung, ohne Versicherungsschutz darf in Deutschland kein Auto in Betrieb genommen werden. Es ist also bei einem Wechsel darauf zu achten, dass die neue Versicherung schon gilt, wenn die andere erlischt.

Ein weiterer Tipp, um bei Versicherungen zu sparen ist Doppeltversicherungen zu meiden. Wenn zwei Menschen zum Beispiel zusammenziehen sollten sie prüfen ob die Polizze nur auf eine Person oder den gesamten Haushalt gilt. Bei einer Doppeltversicherung wird der Schaden nämlich nicht zweimal bezahlt. Auch bei Reisen sind Doppeltversicherungen häufig. Oft ist bei Kreditkarten ein gewisser Schutz für das Reisegepäck inkludiert, auch Schutzbriefe von Automobilclubs enthalten ähnliche Leistungen.

Der Artikel "Fixkosten senken und das Haushaltsbudget entlasten" wurde am 12.03.2020 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Fixkosten senken und das Haushaltsbudget entlasten, Tipp & Infos, veröffentlicht.

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