Automarke

Bei Opel wird der Gürtel noch enger geschnallt

14. Januar 2020, 15:50 Uhr
Andreas Reiners
Bei Opel wird der Gürtel noch enger geschnallt
mid Groß-Gerau - Bei der Marke mit dem Blitz droht ein personeller Kahlschlag. Opel
Die Nachricht klingt zunächst gut: Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wurde bei Opel um weitere zwei Jahre bis Juli 2025 verlängert. Die Jungfacharbeiter, die sich in der Ausbildung befinden, werden unbefristet übernommen. Außerdem hat das Unternehmen weitere Investitionen in das Werk in Rüsselsheim beschlossen. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten.


Die Nachricht klingt zunächst gut: Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wurde bei Opel um weitere zwei Jahre bis Juli 2025 verlängert. Die Jungfacharbeiter, die sich in der Ausbildung befinden, werden unbefristet übernommen. Außerdem hat das Unternehmen weitere Investitionen in das Werk in Rüsselsheim beschlossen: Die nächste Generation des Opel Astra ab 2021 als Fünftürer und ab 2022 als Kombi wird in Rüsselsheim produziert. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten: Es werden weitere Stellen abgebaut, ein Kahlschlag droht.

Denn es werden in Absprache mit dem Betriebsrat freiwillige Programme zur Personalreduzierung wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen deutschlandweit für die Jahrgänge bis 1963 geöffnet. So kann Opel bis Ende 2021 weitere 2100 Stellen abbauen.

Besonders betroffen soll dabei das Werk in Rüsselsheim sein. Die Vereinbarung gilt für die Werke Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.

Das ist aber noch nicht alles, wie das Handelsblatt berichtet. Demnach soll es für die Tochter des französischen PSA-Konzerns aufgrund einer Vereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat möglich sein, bis Ende des Jahrzehnts insgesamt bis zu 4100 Stellen einzustampfen, jeweils verbunden mit einer Ausweitung des Kündigungsschutzes. Sofern sich genügend Freiwillige für die Programme zur Personalreduzierung finden.

Die Peugeot-Mutter PSA hatte Opel im Jahr 2017 mit rund 19.000 Beschäftigten in den deutschen Werken übernommen. Seitdem wird der Traditionshersteller auf Effizienz getrimmt: Bereits rund 6800 Beschäftigte unterschrieben Verträge zu Altersteilzeit, Vorruhestand oder Abfindungen.

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