Bus und Bahn

Deutsche Bahn mit "Semmi" ins digitale Zeitalter

21. Oktober 2019, 15:24 Uhr
Ralf Loweg
Deutsche Bahn mit
mid Groß-Gerau - Roboterkopf "Semmi" hilft der Deutschen Bahn: Die automatische Spracherkennung soll ab 2021 bundesweit eingesetzt werden. Deutsche Bahn
Ein Sprachroboter soll die Deutsche Bahn vom digitalen Abstellgleis in eine bessere Zukunft führen. 'Semmi' heißt diese Künstliche Intelligenz (KI). Damit will der Konzern vor allem den Kundenservice verbessern.


Ein Sprachroboter soll die Deutsche Bahn vom digitalen Abstellgleis in eine bessere Zukunft führen. "Semmi" heißt diese Künstliche Intelligenz (KI). Damit will der Konzern vor allem den Kundenservice verbessern.

Von 2021 an soll eine automatische Spracherkennung bundesweit eingesetzt werden - auch im Internet, sagt Sabina Jeschke, Bahnvorstand für Digitalisierung und Technik, nach Angaben der Süddeutschen Zeitung. Das System soll bei größeren Störungen, zum Beispiel nach Unwettern, zum Einsatz kommen und den Fahrgästen weiterhelfen.

Die Bahn hat das System sechs Wochen lang unter anderem am Berliner Hauptbahnhof getestet. Dazu hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein "künstlich intelligentes, cloudbasiertes Sprachdialogsystem entwickelt, das unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild eingesetzt werden kann - egal, ob als Chatbot in einer App, als Sprachassistent oder als Roboter".

Der Name "Semmi" steht für Sozio-Empathische Mensch-Maschine-Interaktion. Die Bahn will damit unter anderem das Personal an den Schaltern entlasten. Das System erkennt und beantwortet Fragen auf Deutsch und Englisch automatisch. Bei Bedarf beherrscht Semmi weitere Sprachen wie Französisch, Polnisch, Spanisch und Italienisch.

Die meisten Kunden seien am Ende der Testphase zufrieden mit den Antworten des Computers gewesen, betont die Deutsche Bahn. Der Roboter lerne im Umgang mit den Passagieren ständig hinzu und verstehe inzwischen auch Umgangssprache besser, heißt es. Offen sei, ob Kunden auch Fahrkarten über das System kaufen könnten.

"An einer radikalen Digitalisierung führt kein Weg vorbei", sagt Sabina Jeschke der "SZ". Die Bahn will bis 2030 auch den gesamten Fernverkehr digitalisieren. Sind die Züge von Computern gesteuert unterwegs, dürfen sie in kürzeren Abständen fahren. So kann die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben auf dem gleichen Netz etwa 30 Prozent mehr Passagiere befördern. Allerdings kostet die Umstellung viele Milliarden Euro.

Der Artikel "Deutsche Bahn mit "Semmi" ins digitale Zeitalter" wurde am 21.10.2019 in der Kategorie News von Ralf Loweg mit den Stichwörtern Bus und Bahn, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Service, News, veröffentlicht.

Bus und Bahn, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Service

Weitere Meldungen

20. November 2019

Mini extrem: Rennzwerg mit 306 PS

Ein Kleinwagen mit 306 PS dem dazu passenden Drumherum: Das ist eine klare Ansage. Kompromisslose Sportlichkeit und ...